Der Twitch-Streamer xQc hat über 2.000 Stunden mit GTA Online verbracht. Er hat sich jetzt mit dem Gerücht beschäftigt, dass der neue Titel der Reihe, GTA 6, bis zu 100 $, also auch etwa 100 €, kosten soll. Er sieht darin kein Problem. Gamer würden für irgendeinen Mist viel mehr Geld ausgeben.
Woher kommt die Idee, dass GTA 100 € kostet? Der Preis von GTA 6 ist aktuell nicht bestätigt, es gibt aber eine Hoffnung in der Gaming-Industrie, dass Publisher Take-Two die Schmerzgrenze von bislang 70 $ überschreitet, die seit 2023 gilt, und den Preis für eine Standardversion von GTA 6 auf 100 $ anhebt.
Die Logik, die etwa der Analyst Matthew Bail vertritt, ist: Wenn es sich ein Produkt leisten kann, das Risiko einzugehen und ein höheres Preisniveau aufzurufen, dann muss es GTA 6 sein, das meist erwartete Spiel seit Jahren. Wenn GTA 6 die Schmerzgrenze erstmal überschritten hat, könnten auch andere Spiele folgen und 100 $ als neuen Standard-Preis etablieren.
Befürworter des Preisanstiegs sagen: Inflation und höhere Produktionskosten hätten eine Preiserhöhung eigentlich schon lange notwendig gemacht. Nur traue sich niemand, diesen Schritt offiziell zu gehen. Deshalb gehe es der Spiele-Industrie auch so schlecht. Die Hoffnung ist, GTA 6 könnte die ganze Gaming-Industrie aus der Krise führen.
In der Realität umgehen die Preisgrenze viele Firmen aber schon lange, indem sie Sonder-Editionen veröffentlichen, die weit mehr als 100 € kosten. Die „70 €“-Schmerzgrenze gilt nur für Standard-Editionen, die bei großen Titeln oft erst mit einigen Tagen Verspätung erscheinen.
xQc sieht kein Problem in einem höheren Preis für GTA 6
Das sagt xQc zum Preis: Der Streamer xQc hat viel Zeit mit Rollenspiel in GTA Online verbracht. Er äußert sich jetzt auf X zu dem Preisschild von 100 $ und sieht darin kein Problem (via x):
Gamer kaufen 5 Early-Access-Titel, unfertige Spiele für 140 $ und ballern noch 300 $ im Jahr für Skins raus, aber wenn eine AAA-Firma alles gibt und sich die Zeit nimmt, um ein heiß erwartetes und super polierte Produkt rauszubringen, das sie machen können, dann plötzlich sind 100 $ zu viel? Ach hört doch auf!
So wird das diskutiert: xQc als Multimillionär hat da schon eine Sonderstellung, für viele seiner Zuschauer sind 100 $ eine andere Summe:
- “Ich bin mir ziemlich sicher, dass die meisten Spieler nicht möchten, dass sie sich ihr Hobby nicht mehr leisten können”
- “Ich denke nicht, dass du dazu eine Meinung haben solltest als Multimillionär. Es wird ein Problem für Leute mit niedrigem Einkommen werden, sich AAA-Spiele zum heutigen Preis leisten zu können. Ein einziges Spiel zu einem höheren Preis reicht, damit die ganze Industrie die Preise erhöht.”
- “Was kritisiert wird, ist, dass auch andere AAA-Spiele ihren Preis erhöhen werden und es zur Norm wird, auch wenn die Spiele das nicht verdienen. Sie haben GTA 5 10 Jahre lang verkauft, über 3 Konsolen-Generation hinweg und für den PC. Ich denke, sie haben schon genug Geld gemacht, um GTA 6 zu finanzieren.”
Es gibt aber auch einige, die xQc zustimmen. Sie sagen: Wenn man die Inflation berücksichtige, seien 60 $ 2005 soviel wert 90 $ heute. Ein Preisanstieg sei daher okay.
Zudem sei man sich sicher, dass man GTA 6 für 10 Jahren spielen werde. Da könne man den erhöhten Preis verkraften.
Ein Nutzer behauptet sogar: Niemand habe mit GTA 6 für 100 $ ein Problem. Tatsächlich seien viel sogar bereit auch 150 $ für das Spiel hinzulegen.
Bereits im September 2024 deutete xQc an, dass GTA 6 eine neue Ära im Streaming einläuten könnte. Gerade das Rollenspiel in GTA 5 war für viele, auch für xQc, ein echter Karriere-Schub. Er verspricht sich von GTA 6 ein neues goldenes Zeitalter fürs Rollenspiel. Einige Influencer versprechen sich auch eine goldene Zeit von GTA 6 haben jedoch anderes im Sinn: 2 Gaming-Influencer versprechen, dass ihr mit Drogen-Deals und Restaurants in GTA 6 echtes Geld verdienen werdet

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Die Stark Cards waren doch der Grund warum GTA Online die Melkkuh schlechthin nach EA sporttiteln geworden ist.
Meiner Meinung nach müssten solche Spiele günstiger werden um einen größeren Kunden weiß zu erreichen die die Möglichkeit haben monatlich Geld in das spiel zu Investieren.
Ich finde es oft schon Arrogant zu denken, dass die Spieler ihr Geld NUR für sie ausgeben werden. Leider haben die meisten eben Monatlich ein begrenztes Budget. Das ist schon Vergleichbar mit den Streaming Abos. Aber zum Glück für die Entwickler gibt es genug Wale.
Nein, einfach nur nein.
Bevor man überhaupt über eine Preisanhebung nachdenken könnte, müssten die erstmal den jetzigen 60-70€ gerecht werden.
Gerade in Sachen QA/Bugs/Performance sind wir da meilenweit entfernt. Ebenso die Monetarisierung in Form von zusätzlichen Echtgeld-Shops, “Bettelpass” und Mini-Kauf-DLC’s!
Bei Software allgemein gibts keine direkte Korrelation zwischen Preis und Entwicklungskosten. Man nimmt einfach soviel wie die Leute bereit sind zu zahlen. Klar der Inflation wäre angemessen den Preis zu steigern. Nur wie gesagt es gibt keine Korrelation. 1000 x 60,- ist halt mehr als 500 x 100,- das ist eher die Rechnung. Bei Software sind die Stückkosten = 0, da das Kopien sind. Anders als bei Brötchen.
Sprach’s und verbrachte zum Release gemeinsam mit seinen Twitch-Anhängern die Zeit, dem Download-Fortschrittsbalken des äußerst umfangreichen Day One Patch zuzuschauen…
Soviel zu langjährigen Nutzererfahrungen von sog. Triple A Titel.
Wir reden hier ja nicht über 100€ für das Komplettpaket, sondern 100€ als Basis. Wenn also heute ein 70€ Spiel für die Super-Duper-Alles-mit-drin-plus-early-access-und-unnötige-Cosmetics Edition 140€ kostet, würde es micht nicht überraschen wenn man zum release von GTA6 dann bereits bis auf 200€ hochschießen kann.
Die ganze Zeit dachte ich, dass die Spiele-Industrie macht sich selbst kaputt, weil sie keine “guten Spiele” mehr abliefert… wer hätte gedacht, dass sie sich stattdessen selbst kaputt machen weil keiner sich ihre Spiele mehr leisten kann… 😂
AAA-Spiele, die high polished rauskommen? Wie viele AAA-Spiele waren denn zu Release wirklich fertig und hatten nur kleine Macken?
Ehrlich gesagt finde ich den Preis-Anstieg bei Spielen total gerechtfertigt. Wie viele Leute wie lange heute an einem Spiel arbeiten, das ist komplett anders als noch vor einigen Jahrzehnten.
Klar, mir würde das auch im Geldbeutel richtig weh tun – aber ich kaufe mir auch eher selten AAA-Games, vielleicht 2 im Jahr.
Allein die Inflation der letzten Jahre ist ein Argument, warum Spiele teurer werden ‘müssten’. Ich hab nie so ganz verstanden, warum das nicht passiert ist. Ich glaube sogar, dass der ganze Mikro-Transaktion-Unsinn eher damit zusammenhängt, dass man an dieser 70-Euro-Grenze festhalten musste.
Wenn Spiele wieder “vollständig” sind, zahle ich auch gerne 100 oder 120 € für richtig dicke Titel.
Wenn die Preise auf 100,- steigen bleiben die Spiele die gleichen. Die werden deswegen nicht besser. 😉 Siehe oben.
Vor allem reden wir ja inzwischen teilweise von einer 80€ Schmerzgrenze bei Standard-Games.
Wann wurde jemals die Gewinnmarge, die sonst an Saturn und Co geflossen sind, an die Digitalkäufer weitergereicht? Wann haben Digitalkäufer je eine Preissenkung, für den Wegfall an Produktionskosten, Lohn, Versand, Lagerung etc pp, gesehen? Als ob den Käuferkreis einzuschränken und genau das wird passieren, soviel Analyse traue ich mir zu, die teilweise hausgemachte Krise, Gründe wurden hier schon des öfteren genannt und erörtert, beheben würde…lachhaft.
Anstatt über Fantasytrillionen zu fabulieren, sollte die Industrie endlich mal anfangen, die Probleme korrekt zu evaluieren und abzustellen. Das Gewäsch eines blutspuckenden Multimillionär ist dabei wenig hilfreich.
Edit: PS: Und ganz ehrlich, Rockstar und polish, nachdem sie GTA Trilogy damals durchgewunken hatten? Ich habe ein sehr differenziertes Vertrauen in diese Entwicklerschmiede/Publisher entwickelt.
Damals haben die SNES Games auch zwischen 120-150 Mark gekostet. Gameboy so 30-60 Mark. Das wurde auch gekauft. Bei GTA wird das heutzutage auch eher kein Problem sein oder werden, eher bei den anderen Games die mitziehen. Ob man damit dann Verkaufszahlen hält oder einige dann doch verzichten ist die Frage. Ich denke das wird sich dann ausgleichen. Plus/Minus der gleiche Gewinn bei weniger Verkäufen.
Ich kann die Argumentation zwar nachvollziehen, aber auch ich wäre nicht bereit 100€ für GTA6 zu zahlen. Zugegeben muss ich auch nicht, ich hab keine Konsole. Und bis es auf PC kommt sieht die Lage vielleicht anders aus.
Allerdings bin ich mir auch bewusst das Kostenreduktionen generell eher nie duechgereicht wurden, zumindest wüsste ich kein Beispiel, und die Kosten mittlerweile ja absurd hoch sind.
Pauschal ist das halt alles nicht so simpel zu sehen.
Ich denke für Rockstar sollte eine höhere Spielerzahl wichtigter sein als der höhere Preis. Warum? Wegen GTA Online, Erweiterungen und Zusatzinhalten.
Wenn plötzlich nur 8 Millionen bei 100 Euro/Dollar verkauft werden , aber bei 70 Euro/Dollar wären es 12 Millionen gewesen, fehlen für sätmlich Zusatzinhalte, Ingamekäufe und Spielerbasis 4 Millionen potenzielle Kunden.
Ist nur ein simples Grundschulbeispiel und ein wenig Glücksspiel.
Für die 100 Dollar/Euro muss das Spiel diese als Gegenwert dazu liefern. Ob selbst ein GTA 6 das kann ist abzuwarten.
Wenn da ein Hammer Gamplaytrailer vom Niveau eines Death Standing 2 von gestern gezeigt wird, der dir die Idee vermittelt, dass dieses Spiel 100 wert ist, geht die Rechnung vermutlich auf.
Andere Spiele können garnicht nachziehen – zu viele in der jüngsten Zeit sind bei einem Preisschild von 70 nichtmal 30 Wert.
Bei 100 takken schau ich mir da ganz genau an, was der Gegenwert ist.
Genau deshalb finde ich das bei GTA 6 auch nicht so einen Nobrainer, dass ausgerechnet GTA 6 das Spiel sein soll, dass an der Preisschraube dreht, weil die Einnahmen zum Relesae über den Retail-Preise ja nichts sind im Vergleich zu den Langzeiteinnahmen über einen Online-Modus.
Im Rückblick hätten sie bei Red Dead Redemption 2 voll auf den Preis gehen sollen. Das war ja ein Wahnsinns-SPiel von Tag 1 an – und da war ja klar die Kampagne im Fokus. Ich denke, wenn sie gesagt hätten: Leute, RDr 2 war so ein riesiger Aufwand, dafür wollen wir jetzt… 90 € haben oder kA. In meinen Augen wäre das gerechtfertigt gewesen, was den reinen Produktionsaufwand und die Masse des Spiels anging. Und da war ja auch nie geplant, da noch DLCs zu bringen.