Steam macht dank Gabe Newell sein eigenes Ding, verdient gerade so viele Milliarden wie nie

Die Gaming-Branche wird derzeit von einer Krise nach der nächsten gebeutelt. Doch dem PC-Platzhirsch Steam geht es im Vergleich hervorragend. Neue Zahlen verraten, wie enorm erfolgreich Valve mit der Plattform allein im ersten Halbjahr 2026 war.

Xbox steckt in einer Identitätskrise, Sony macht Negativ-Schlagzeilen, weil man physische Discs ab 2028 verbannen will, Preise von Hardware und Spielen werden immer teurer – derzeit scheint die Gaming-Branche zu brennen.

Ein Player scheint von alldem aber recht unberührt zu sein: Steam. Die Plattform von Valve und dessen Chef Gabe Newell ist derzeit so erfolgreich wie noch nie zuvor. Berichten von Alinea zufolge soll das Unternehmen im ersten Halbjahr 2026 geschätzt 11,1 Milliarden US-Dollar an Bruttoeinnahmen verzeichnet haben.

Das wäre ein Rekord für Steam und ein Anstieg von 14,5 % im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025. Der Erfolg ist das Ergebnis einer ungewöhnlichen Unternehmensführung.

Gerade sorgt die Version 1.0 von Palworld dafür, dass viele Spieler auf Steam zugreifen – zu einem erstaunlich fairen Preis:

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Palworld zeigt im Launch-Trailer die neuen Inhalte zu 1.0

Klein, aber unfassbar erfolgreich

Warum ist Steam so erfolgreich? Gemessen an den enormen Zahlen verfolgt Valve eine ungewöhnliche Strategie. Das Unternehmen ist bis heute nicht an der Börse und wird seit der Entstehung 1996 privat geführt.

Gabe Newell fungiert als CEO, ansonsten gibt es bei Valve keine Hierarchien oder Manager, wie in anderen Firmen. Auch was die Teamgröße betrifft, ist das Unternehmen sehr übersichtlich. Zwischen 2012 und 2021 waren im Schnitt etwa 350 Personen angestellt, eine Zahl, die sich nur geringfügig geändert haben dürfte. Zum Vergleich: Ubisoft hatte Ende September 2024 rund 18.666 Beschäftigte (via pcgamer.com)

Allein mit Steam soll Valve bis Ende 2025 bereits 17 Milliarden US-Dollar Umsatz erreicht haben (via tomshardware.com). Auf die wenigen Mitarbeiter gerechnet ergibt das einen Pro-Kopf-Umsatz von etwa 50 Millionen US-Dollar.

Weitere Gründe für den enormen Erfolg von Steam sind Alinea zufolge:

  • Höhere Preise für neue Releases
  • Virale Hits besonders im Koop-Bereich
  • Drittanbieter wie Ubisoft sind zurück auf Steam
  • Neue Inhalte und Spieler aus Asien, besonders China, finden sich auf Steam

Es wird spannend zu sehen sein, ob der Aufwärtstrend für Valve weitergeht. Angesichts des Umstandes, dass das erste Halbjahr 2026 sogar um 8 % erfolgreicher war als das zweite Halbjahr 2025 (inklusive Weihnachtsgeschäft!), dürfte es nicht verwundern, wenn die Zahlen noch einmal übertroffen werden.

Nutzt ihr Steam als eure Stammplattform auf dem PC oder tummelt ihr euch lieber in anderen Shops und Bibliotheken herum? Schreibt uns eure Erfahrungen gerne in die Kommentare. Nicht alles, was Valve anfasst, wird automatisch zu Gold. MeinMMO-Redakteur Benedikt findet: Valve hat gerade die Steam Machine erledigt und niemand hat es gemerkt

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