Schalke 04 verhandelt über Startplatz in LoL – Verkauf soll angeblich bis zu 30 Millionen Euro bringen

Schalke 04 besitzt seit 2019 einen Startplatz in der höchsten europäischen League of Legends-Liga, der LEC. Doch durch den Abstieg des Fußballvereins in die 2. Bundesliga fehlt es Schalke 04 an Geld. Darum wird gerade über den Startplatz in der LEC verhandelt, der laut Bild bis zu 30 Millionen Euro bringen soll.

Das ist die Situation:

  • 2019 kaufte Schalke 04 einen Startplatz in der LEC für 8 Millionen Euro. Die 10 Plätze in der Liga werden fest vergeben und können nur von anderen Organisationen abgekauft werden
  • Obwohl sich Schalke 04 in den letzten Jahren gut in der LEC geschlagen und regelmäßig die Playoffs erreicht hat, soll die Sparte 2020 bedingt durch Corona zu Verlusten geführt haben
  • Schon im Februar 2021 gab es Diskussionen um den Startplatz in der LEC, weil beim Fußballverein der Abstieg in die 2. Liga drohte. Inzwischen ist der Verein abgestiegen
  • Zum Summer Split wurde der Midlaner Abbedagge für angeblich 1 Mio. Euro verkauft. Ersetzt wird er durch einen Rookie aus dem zweiten Team von S04. Schon hier wurde spekuliert, dass der Verkauf im Zusammenhang mit dem Sparkurs von Schalke stehen könnte

Startplatzes wird angeblich für 30 Millionen Euro verkauft, Entscheidung soll aber nicht feststehen

Was ist nun passiert? Die Bild berichtet, dass Schalke 04 für den Verkauf des Startplatzes in LoL 30 Millionen Euro kassieren soll (via Bild+). Doch der Deal scheint noch nicht abgeschlossen, wie Tim Reichert, der Esports Managing Director von S04, der Webseite Esports Observer berichtet.

Dort heißt es, das noch keine definitive Entscheidung gefällt sei. Es soll jedoch ein Update in den nächsten 10 bis 14 Tagen geben.

Auch der Media Relations Manager Sascha Marx sagte gegenüber Esports Observer:

Wir haben immer gesagt, dass ein Verkauf von Teilen unseres Esports-Geschäfts eine Möglichkeit wäre, um Einnahmen zu generieren. Wir werden die Öffentlichkeit informieren, wenn ein solcher Verkauf stattgefunden hat.

Sascha Marx
Tim Reichert lol Schalke
Tim Reichert, der Esports Managing Director bei Schalke 04 (Bild via YouTube).

Wie würde es für S04 in LoL weitergehen? Sollte Schalke seinen Startplatz verkaufen, dann wäre die Sommer-Saison 2021 wohl vorerst die Letzte. Die LEC startet bereits an diesem Wochenende (11. Juni) wieder mit dem Spielbetrieb.

Unklar ist, was mit dem bisherigen Team passiert, wenn eine neue Organisation den Startplatz übernimmt. Eine Übernahme wäre möglich, aber nicht verpflichtend.

Ebenfalls unklar ist die Zukunft von Schalke 04 Evolution, dem “Nachwuchs-Team” in der Prime League. Die Prime League ist die größte LoL-Liga im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz).

Schalke setzt Gilius auf die Bank, verärgert Fans

Was passiert noch bei S04? Neben dem Wechsel von Abbedagge und dem möglichen Verkauf des Startplatzes, machte Schalke 04 in den letzten Wochen auch mit einer umstrittenen Transfer-Entscheidung auf sich aufmerksam.

So wurde der neue Jungler Thomas “Kirei” Yuen verpflichtet, der den bisherigen Spieler Gilius ersetzen soll. Doch genau der wurde 2020 als Held gefeiert und hatte maßgeblichen Anteil am “Miracle Run”, der das Team überraschend vom letzten Platz in die Playoffs führte:

Schalke trifft umstrittene Entscheidung in LoL: Fans halten Transfer für so mies wie im Fußball.

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DDuck

Schade, schade…aber das war ehrlich gesagt absehbar.

Die Schalker haben gute Arbeit in der LEC geleistet, gerade aus deutscher Sicht ist der Ausstieg schon ziemlich ärgerlich. Hoffentlich bleiben die Blauen uns wenigstens in der DACH-Szene erhalten 🙂

DDuck

Ich finde es halt schade, dass der LEC-Startplatz für Fehler geopfert wird (bzw. geopfert werden muss), die in den letzten 10 Jahren an ganz anderen Positionen im Verein gemacht wurden.

An Schalke hat mich (als Dortmunder) immer fasziniert, dass man Esport, im Gegensatz zu so ziemlich allen anderen großen Vereinen, tatsächlich ernst genommen hat. Man hat nicht, wie es bei anderen Vereinen oft der Fall ist oder war, einfach nur 1-2 FIFA-Spieler oder FIFA-Content Creator unter Vertrag genommen. Auch wenn das beim Kerngeschäft Fußball natürlich naheliegend ist, hatte das in den seltensten Fällen tatsächlich was mit echtem Interesse an der Esport-Szene zu tun, sondern diente eher zu Promozwecken.

Bei Schalke war das seit jeher anders.

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