Pokémon GO bringt Corona-Boni stellenweise zurück, doch Community fühlt sich „ungehört“

Ende Juli 2021 wurden in Pokémon GO die Corona-Boni in Neuseeland und den USA abgeschafft. Nun kommen die Corona-Boni stellenweise zurück. Wir erklären euch, warum, und zeigen euch die Reaktionen aus der Community.

Worum geht es? Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie hatte Niantic 2020 in Pokémon GO verschiedene Corona-Boni eingeführt, die den Trainern das Spielen von zu Hause erleichterten. Dazu zählte eine erhöhte Reichweite der PokéStops und Arenen oder auch ein länger haltender, effizienterer Rauch.

Nun wollten die Entwickler zu ihrem ursprünglichen Spielekonzept zurückfinden und wieder mehr Aktivitäten im Freien ermöglichen. Aus diesem Grund haben sie die Corona-Boni zu Ende Juli 2021 in Neuseeland und den USA auslaufen lassen. Das stieß in der Community auf viel Kritik. Jetzt erfolgte allerdings die Kehrtwende und die Corona-Boni werden stellenweise zurückkommen.

Warum kommen die Corona-Boni zurück? Aufgrund der steigenden Corona-Zahlen hatte Neuseeland die Warnstufe 4 ausgerufen und damit das öffentliche Leben erneut beschränkt. Aus diesem Grund teilte Niantic in der Nacht vom 18. August über Twittermit, dass Neuseeland vorübergehen die Corona-Boni zurückerhält:

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Das sind die Reaktionen der Community

Die Rücknahme der Corona-Boni sorgte bereits Ende Juli für viel Gesprächsstoff und Kritik in der Community. Grund dafür war die anhaltende Corona-Pandemie und die dadurch immer wiederkehrenden regionalen Beschränkungen. Einzelne Spieler drohten sogar mit dem Boykott des Spiels und empfanden die Entscheidung als Schlag ins Gesicht.

Doch auch nach der offiziellen Mitteilung zur Rückkehr der Corona-Boni in Neuseeland sind die Trainer nach wie vor sauer. Das liegt daran, dass auch in anderen Teilen der Welt die Corona-Zahlen sehr hoch sind, wie etwa in den USA. Dort können die Trainer allerdings keine Corona-Boni mehr nutzen. Das sind die Reaktionen der Community:

  • aznknight613 (via reddit.com): “5 bestätigte Fälle in Neuseeland und sie haben es zurückgestellt. Währenddessen in den USA …”
  • CaffeinatedGuy (via reddit.com): “Hier drüben, auf der aufsteigenden Seite einer Delta-Welle, wurden die FEMA und die Nationalgarde eingeschaltet und schicken Leute. Die Notaufnahme hat jetzt ein Zelt. Aber ja, hier gibt es nichts zu sehen. In den USA läuft alles gut.”
  • ItsFleeceKing (via twitter.com): “Endlich! Eine schnelle Reaktion und eine dringend benötigte Änderung. Danke, Niantic! Aber warum konnte diese Reaktion und Veränderung nicht weltweit erfolgen? Offensichtlich seid ihr in der Lage, dies schnell zu implementieren.”

Geht es Niantic nicht um die Spieler?

Durch die Reaktionen der Community wird deutlich, dass Niantic rund um die Corona-Boni keine einheitlichen Regeln umgesetzt hat. Der reddit-User urkldajrkl ist fassungslos und davon überzeugt, dass diese Entscheidung nicht anhand von Corona-Zahlen getroffen wurde, sondern aufgrund der rechtlichen Auflagen (via reddit.com).

Viele Trainer halten das für gar nicht so unwahrscheinlich, denn trotz der hohen Zahlen und der vehementen Forderungen der Spieler, bleiben die Corona-Boni in den USA weiterhin entfernt. Ein Grund dafür ist anscheinend, dass es dort keine einheitlich erhöhte Warnstufe oder Maßnahmen gibt, wie etwa einen Lockdown.

Das ist in Neuseeland anders. Hier wurden entsprechende Maßnahmen beschlossen, die auch Auswirkungen auf die Spieler von Pokémon GO haben. Das bestätigt auch der reddit-User Telpe, der darauf hinweist, dass Neuseeland bereits bei einem bestätigten Corona-Fall in den Lockdown geht (via reddit.com).

Trainer fordern Handeln durch Niantic

Über das Vorgehen von Niantic ist die Community sauer. Sie fordern deshalb die Rückkehr der Corona-Boni auch in den USA. So schreibt der Twitter-User FlappleSnapple, dass die USA in Fällen ertrinke und nur weil die Regierung nichts mache, heiße das nicht, dass es nicht schlimm sei (via twitter.com). Er fordert deshalb Niantic auf, aktiv zu werden.

Kvales stimmt dem zu und schreibt: “Das soll wohl ein Scherz sein. Nur, weil wir auf Bundesebene nicht als ‘Alarmstufe 4’ eingestuft sind, heißt das nicht, dass die USA nicht in einem noch nie dagewesenen Ausmaß Menschen an Covid verlieren. Und viele von uns entscheiden sich dafür, den sozialen Distanzierungsrichtlinien zu folgen, ohne dass dies vorgeschrieben ist” (via twitter.com).

Der reddit-User Duarjo hat dazu eine völlig andere Meinung und schreibt: “die Welt hat Covid nicht hinter sich gelassen und es gibt einen Hate gegen Niantic, aber die USA hatten den SpringBreak, Japan hatte eine Olympiade, in Frankreich gingen die Leute auf Konzerte … Niantic kann sich nicht danach richten, was die Leute denken, sondern danach, was die Regierungen für logisch halten” (via reddit.com).

Ob Niantic sich diesen Forderungen beugt und die Corona-Boni nun doch flächendeckend zurück bringt, ist nicht bekannt. Eine entscheidende Rolle könnte dabei auch die von Niantic angekündigte Experten-Runde sein, die aufgrund der anhaltenden Kritik zur Rücknahme der Corona-Boni einberufen werden soll. Sobald es neue Informationen rund um die Corona-Boni geben wird, erfahrt ihr es hier, auf MeinMMO.

Wie findet ihr es, dass Niantic nun die Corona-Boni in Neuseeland zurück bringt? Wünscht ihr euch auch eine einheitliche Lösung? Oder seht ihr es wie der reddit-User Duarjo, dass es richtig ist, wenn sich Niantic an den jeweiligen Vorgaben der einzelnen Länder orientiert? Schreibt und eure Meinung dazu gern hier in die Kommentare.

Ein Trainer hat Giovanni mit 500-WP-Angreifern besiegt. Wir haben uns angesehen, wie er das gemacht hat und zeigen es euch.

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kraeuschen

Also auch wenn ich der Meinung bin, dass Niantic stark an der Kommunikation arbeiten muss, finde ich die letzten beiden Aktionen exakt richtig von Ihnen.

Sie haben nicht gleich die Boni zurueckgebracht, nur weil ein paar Leuten in den Social Media es nicht in den Kram passt.

An dem Beispiel hier sieht man doch, wie laecherlich das ist. Man versucht jetzt schon aus Gnatz einen Shitstorm loszutreten, obwohl Niantic absolut korrekt handelt.

Wenn die Regierung es erlaubt, das man sich draussen aufhalten darf, dann brauchts die Knast-Boni auch ned. Wenn die Situation so schlimm ist, sollen sie den Shitstorm in Richtung Regierung lostreten.

Ich hoffe Niantic haelt da durch, damit die Community mal ausgemistet wird. Sollen sie doch alle am 1.9 aufhoeren zu spielen.

Oli255

Ich wünsche mir nichts anderes als die Rückkehr zum Spiel vor der Pandemie. Entscheidend dafür sind aber nicht die Wirkkreise von Arenen und Pokestops, sondern die Reduktion der Spawns und vor allem die drastische Verteuerung der Fernraids, weil diese die Community zerstören. Zudem gehören die Freundschaftscode abgeschafft, ein Anfreunden ist nur durch Scannen vor Ort möglich.

Die Idee war das gemeinsame Spielen mit realen sozialen Kontakten. John Hanke betont zwar immer wieder, es ginge ihm bei Niantic um die Ermöglichung sozialer Kontakte, trotzdem geschieht nach wie vor nichts, um Pokémon Go wieder genau dazu zu machen. Es dominiert inzwischen eine Community, die ihre Raids von der Couch machen will und mit niemandem was zu tun haben will, und genau diese Community bringt Niantic Geld ein. Man müsste da den Mut haben, im Interesse der übergeordneten Idee und im Interesse am langfristigen Erhalt des Games auch hinzunehmen, dass vorübergehend viele Spieler abspringen. Eben, um dann mittels einer sich entwickelnden Community vor Ort wieder die Art von Spieler zu bekommen, die ursprüngliche Zielgruppe von Niantic waren. Es ist zu hoffen, dass die Pokémon-Company und Nintendo da mithilft, denn die dürften kein Interesse daran haben, dass Pokémon Go eine Art Konsolenspiel auf dem Handy ist. Mit Fernraids zum Preis normaler Raids ist Pokémon Go eigentlich nicht anders als ein Konsolenspiel – wenn man nicht zur Arena hin muss, kann man konsequenterweise die Realworld-Map auch durch eine Karte einer fiktiven Region ersetzen.

Und was das Thema Infektionen angeht: wer ernsthaft vor einer Infektion beim Pokémon-Spielen in kleinen Gruppen draußen hat, sollte sich überlegen, ob er noch bereit ist beim Putzen seiner Wohnung auch eine Leiter zu steigen oder mit dem Fahrrad zu fahren – denn die Wahrscheinlichkeit eines schweren Schadens durch Unfälle im Alltag ist weit höher als durch eine Infektion, durch die Impfungen gilt das inzwischen auch für ältere Menschen, die in ihrer großen großen Mehrheit nur leicht erkranken.

Xpiya

Man wird sehen.

Raus gehen für PoGo spielen? Definitiv mach ich seit jeher. Für zu Hause ist das Spiel zu langweilig und schlecht.

Mich regelmäßig mit Leuten verabreden um gemeinsam aufs Smartphone starren und strunzdumme Raids 100x in Folge machen… nö lass mal.

Von daher sollen sie die Reichweite wieder reduzieren, fände ich nicht schlimm nur unbequemer.

Würden sie die Fernraids raus nehmen würde ich aber wohl aufhören, bzw. Wirklich nur noch f2p spielen.

Am Ende wird ja niemand daran gehindert sich zu treffen.

Oli255

Das ist aber nicht so gewesen, dass alle Gruppen draußen aus Berufsspielern bestanden, die wortlos aufs Handy gestarrt haben und von Raid zu Raid gerannt sind. Die gab es, aber die waren oft auch mit Autos unterwegs. Dann gab es auch die Helikoptereltern, die teilweise den Account von den Teenager-Kindern übernommen hatten (weil ist für die ja zu gefährlich) oder mit ihren Kindern gespielt haben und denen erklärt haben, wie man einen Ball wirft. Ganz sprachlos gemacht hat mich der Akademiker-Papa, der seinen jugendlichen Sohn vor einer Gruppe von rund 20 Leuten zum Hausaufgaben machen geschickt hat und selbst weiter gespielt hat. Ich empfinde diese Entwicklung als völlig daneben. Sicher haben mich, als ich Teenager war, meine Eltern mal vom PC weggeschickt, weil ich aus ihrer Sicht zu lange davor war – aber dass der PC nicht mehr frei gewesen wäre, weil meine Eltern meine Spiele übernommen hätten oder meine Eltern mir erklärt hätten, wie man bei Commander Keen die Pogo am besten benutzt, das war zum Glück völlig undenkbar. Was Eltern da heute abziehen, zerstört die Entwicklung der Persönlichkeit.
Aber zurück zum Thema: es gab nicht nur solche Leute. Es gab Gruppen draußen, die man spontan getroffen hat. Sozial und altersmäßig gemischt und es hat Spaß gemacht, man hat sich auch mal hingesetzt und Module angemacht und neben dem Fangen sich unterhalten. Das ist leider vollkommen verloren gegangen!

kraeuschen

Vllt entwickeln sie ja eine Art Pokemon Couch fuer diese Zielgruppe.

Xpiya

Am Ende bleibt es doch eh eine Mischung.

Nur weil Go im Namen steht muss man nicht zwangsläufig auch nur beim laufen spielen.
Deiner Logik folgend müsste es eher Pokémon „steh draußen rum“ heißen, denn genau so wird es seit jeher gespielt, draußen an Spots mit vielen Stops/Arenen rum stehen.

In der summe muss man doch eh für Items bekommen und Pokémon fangen raus gehen. Für PvP und Raids KANN man zu Hause bleiben, muss man aber nicht. Für X Raids MUSS man raus gehen und da sollten dann auch regelmäßig neue Pokis Released werden.

Sollte der erhöhte Radius weiter bleiben müsste man eh die itemmenge/ Stop senken weil es aktuell einfach zu viel ist wenn man sich bewegt.

von daher finde ich es auch gut das sie hier nicht direkt einknicken. Fernraids empfinde ich aber als Bereicherung und eine wie hier geforderte Rücknahme fände ich schlecht(steht und stand aber ja auch nie zur Debatte, nur das es etwas verändert wird)

Zuletzt bearbeitet vor 3 Monaten von Xpiya
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