Beim Kauf einer Grafikkarte macht ein Nutzer eine unschöne Erfahrung und fällt einer Betrugsmasche zum Opfer. Seine Belohnungen sind eine Zigarette und ein Snack.
Was ist dem Nutzer widerfahren? Der Nutzer Naunen berichtet in seinem Reddit-Post vom 10.12.2025, dass er auf Kleinanzeigen getäuscht wurde. Anstatt teurer Hardware hat er ein kleines Paket mit falschem Inhalt erhalten.
Laut dem Nutzer hat er früher schon die Gebrauchtmarkt-Plattform Kleinanzeigen ohne Probleme benutzt, dieses Mal ging es allerdings schief.
Der Redditor berichtet, er habe eine RTX 5070 auf der Plattform bestellt. Angekommen ist aber nur ein kleines Paket mit einer Tageszeitung, einem Knoppers und einer Zigarette.
Im Post erklärt der Nutzer, dass er per Banküberweisung gezahlt habe. Daraufhin bat er Reddit um Hilfe und fragte: „Was kann ich jetzt machen?“ Ein anderer Nutzer kaufte ein defektes Steam Deck und berichtete anschließend, wie Valve ihm bei einem Gebrauchtkauf den Tag rettete.
Unsere Kollegen von GameStar Talk haben sich übrigens dediziert mit den aktuellen Preissteigerungen rund um RAM auseinandergesetzt. Hier geht’s zum Video:
Betrüger nutzen gerne Banküberweisungen
Im Beispiel des Nutzers hat er laut eigenen Aussagen per Banküberweisung gezahlt. Ein Zahlungsmittel, das aufgrund seines fehlenden Käuferschutzes nicht empfohlen wird.
Warum soll man nicht per Banküberweisung zahlen? Gebrauchtwaren-Seiten wie Kleinanzeigen warnen explizit vor Transaktionen ohne den sogenannten „Käuferschutz“. Dieser soll im Falle eines Betrugs einen finanziellen Schaden auf der Käuferseite verhindern.
Einige Kommentare auf Reddit erklären, dass „sein Geld schon längst weg ist“, während andere ihm empfehlen, rechtliche Schritte einzuleiten.
Wie viel Geld der Nutzer beim Kauf verloren hat, geht aufgrund des fehlenden Kaufpreises nicht hervor. In Deutschland werden Exemplare der RTX 5070 auf eBay etwa für 400 – 550 Euro verkauft (Stand 12.12.2025). Angst vor Betrug hat ein anderer Nutzer nicht, denn er kauft mit Absicht eine RTX 4090 zu Scam-Preisen.
Betrugsmaschen mit Grafikkarten sind keine Seltenheit
Wie kann ich mich vor Betrug schützen? Viele Nutzer erleben schlechte Erfahrungen vor allem auf Gebrauchtmärkten. Betrug mit GPUs sind besonders beliebt. Wie ihr euch schützen könnt, haben wir ein paar Tipps für euch:
- Bezahlt mit Käuferschutz, wenn möglich. Benutzt sichere Zahlungsmöglichkeiten wie PayPal oder Sicher bezahlen auf Kleinanzeigen (via kleinanzeigen). Bei Paypal müsst ihr bei einer Zahlung „mit Käuferschutz“ auswählen, wählt ihr nämlich für „Freunde und Familie“ gilt der Käuferschutz nicht. Hierbei fallen Gebühren für den Verkäufer an. Andernfalls kann es sehr schwierig werden, euer Geld zurückzubekommen.
- Holt Gebrauchtware, wenn möglich, selbst ab und überprüft sie sofort nach dem Erhalt. Denn viele Betrüger versuchen über den Postweg ihre Opfer zu betrügen. Von falschen Sendungsverfolgungen, bis hin zu Steinen in Paketen gibt es nahezu alles.
- Geht auf Nummer sicher mit renommierten Shops. Seiten wie ReBuy, Medimops und Momox sind beispielsweise gute Anlaufstellen für Gebrauchtwaren. Hier verkaufen keine Privatpersonen, sondern Unternehmen, die ihren guten Ruf zu verlieren haben. Das gibt euch eine größere Sicherheit beim Kauf.
Wir empfehlen zum Schluss immer wachsam zu sein und keine Impulskäufe zu tätigen. Wartet lieber einige Zeit ab und lasst euch Angebote nochmal durch den Kopf gehen, sonst kann es euch genauso wie einem Software-Ingenieur ergehen, der Ziel einer Betrugsmasche wurde: Ein Entwickler verliert 50.000 Euro, weil ihm eine WhatsApp-Nachricht verspricht, mit einem einfachen Trick schnell reich zu werden
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Ich habe schon mehrfach Hardware auf Ebay (nicht Kleinanzeigen, das nutze ich dann schon eher, um z.B. Garnelen oder Fische für das Aquarium zu kaufen, da ich die sowieso persönlich und mit Styroporbox abhole) verkauft. Und per Post verschickt.
Zum einen wird von der Hardware selbst eine Reihe Fotos gemacht – Seriennummer, die Garantieaufkleber (um zu sehen, ob bei Reklamation verbastelt wurde), die werden dann teilweise auch beim Einstellen des Angebots verwendet (nicht die Seriennummer).
Beim Verpacken gibt es dann noch einmal Fotos vom Einpacken, sprich Antistatik Hülle mit dabei, dann von der ersten Schicht Polsterung ohne Artikel, eine mit Artikel, dann weitere auspolsterung und so weiter, plus wenn noch zusätzliche Software selbst heruntergeladen werden muss, eine gedruckte Anleitung, wo die Software zu finden ist.
Und letztendlich dann ein letztes Foto vom Paket, mitsamt dem Etikett.
Sichert nicht nur den Käufer ab, sondern auch mich.