New York City verklagt Activision Blizzard – Weil man glaubt, Kotick wollte beim Verkauf nur den eigenen Hals retten

New York City verklagt Activision Blizzard – Weil man glaubt, Kotick wollte beim Verkauf nur den eigenen Hals retten

Vertreter der Angestellten der Stadt „New York City“ haben Klage gegen Activision Blizzard (Call of Duty, WoW, Diablo 3) eingerichtet. Sie sehen die Pension ihrer Lehrer, Polizisten und Feuerwehrleute bedroht. Man glaubt, CEO Bobby Kotick handele aus Eigennutz, der verkaufe seine Gaming-Firma Activision Blizzard übereilt und unter Wert, um den eigenen Kopf aus der Schlinge zu ziehen.

Wer klagt da?

  • Es klagen die Vertreter eines Pensions-Fonds der Lehrer, Polizisten und Feuerwehrleute in New York City.
  • In den USA ist es üblich, dass sich bestimmte Berufsgruppe ihre Altersvorsorge sichern, indem sie Anleihen von Unternehmen kaufen. Die Gruppe in New York hat ordentlich in das an der Börse gehandelte Unternehmen „Activision Blizzard“ investiert.
  • Activision Blizzard will bekanntlich ihre Firma an Microsoft verkaufen. Der Pensions-Fonds von New York glaubt: Da springt zu wenig Geld pro Aktie heraus. Sie hätten gerne einen höheren Preis erzielt. Man glaubt, der aktuelle Deal komme nur zustande, weil sich Bobby Kotick aus der Verantwortung stehlen will und deshalb möglichst schnell verkaufen wollte.
Wenn Bobby Kotick jetzt nicht geht, wird Activision Blizzard mehr Talente verlieren

Activision Blizzard soll „übereilt“ und „unter Wert“ verkauft werden

Was wirft man Activision Blizzard vor? Im Wesentlichen glaubt man, dass Activision Blizzard jetzt „übereilt“ verkauft wird und das federführend von Bobby Kotick, der gerade seinen Kopf aus der Schlinge ziehen will.

Denn in den Monaten vor dem Verkauf kamen Anschuldigungen gegen den CEO der Firma auf, er habe von den Missständen bei Blizzard gewusst, aber nichts unternommen, um sie zu beheben. Er habe seine Informationen auch nicht, wie es seine Pflicht gewesen wäre, mit dem Aufsichtsrat geteilt.

Activision Blizzard stand nach einem Sexismus-Skandal in scharfer Kritik. Angestellte forderten den Rücktritt von Kotick.

Angeblich soll Microsoft sein Übernahme-Angebot gemacht haben, nur 3 Tage, nachdem ein vernichtender Insider-Bericht im Wall Street Journal erschienen wer, der schwere Vorwürfe gegen Kotick erhob.

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Das sagen die Kläger:

Wenn man Koticks persönliche Verantwortung und seine Haftung für die kaputte Arbeitskultur bei Activision betrachtet, sollte es für den Aufsichtsrat klar sein, dass er nicht geeignet war, die Verhandlungen bei einem Verkauf der Firma zu führen. Aber es war offenbar nicht klar.

Aus Sicht von New York würde der Verkauf von Activision Blizzard an Microsoft den Verantwortlichen nun erlauben, aus ihrer Haftung zu kommen. Dabei hätten sie ihre „fiskalische Verantwortlichkeit“ verletzt.

Die 95 $, die Microsoft pro Aktie zahle, seien zu wenig. Diesen Wert hätte Activison Blizzard vor den Skandalen ohnehin schon gehabt.

Activision Blizzard soll geheime Akten rausrücken

Was fordert man jetzt? Die Stadt New York City fordert, dass Activision Blizzard eine Vielzahl von internen und geheimen Dokumenten veröffentlicht. So will man eine Liste von anderen möglichen Käufern sehen, die es angeblich gab.

Activision Blizzard hatte etwa bekannt gegeben, dass ein Investor speziell Blizzard kaufen und von Activision wieder lösen wollte – weitere Details dazu wurden aber nicht öffentlich.

Außerdem will man noch genauer wissen, wie der Informations-Stand von Bobby Kotick zu den Skandalen war. Die Vertreter von New York City wollen weitere Informationen sammeln, um eine Klage gegen den Aufsichtsrat vorzubereiten, weil man glaubt, hier hätten die Verantwortlichen „Wert der Firma“ verschwendet.

Mit der Begründung Koticks, warum man Activision Blizzard an Microsoft verkaufen musste, haben wir uns auf MeinMMO ebenfalls beschäftigt:

Activision Blizzard erklärt, warum sie selbst verkaufen mussten, statt EA zu kaufen

Quelle(n): Axios
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Schwammlgott

„Die 95 $, die Microsoft pro Aktie zahle, seien zu wenig. Diesen Wert hätte Activison Blizzard vor den Skandalen ohnehin schon gehabt.“

Ja…VOR den Skandalen…und was passiert nach einem Skandal üblicherweise? Die Aktie ist weniger Wert…mag schon sein, dass Kotik sich so aus der Affäre zieht, aber gleichzeitig hat er ein gutes Geschäft gemacht, für alle Beteiligten, würd‘ ich sagen

Die Firma zu verklagen ist mMn der falsche Weg, die sollten Kotik als Person verklagen, wenn das in diesem Fall denn geht

Mav

Das werden dann wohl die 2% sein die dem Kauf nicht zugestimmt haben. Da nun 98% der Stimmberechtigten Aktionäre dem Kauf zugestimmt haben, bin ich mir nicht b wirklich sicher das die Klage Bestand haben wird.
Mal sehen 😉

lIIIllIIlllIIlII

Soweit ich weiß waren von den 1,2 Mrd. Aktien wurden rund 800.000.000 ausgegeben. Wie viel davon jetzt Vorzugsaktien sind weiß ich nicht, werden aber wahrscheinlich schon ein paar sein. Von dem was da übrig bleibt, halten Fonds wie Vanguard, Blackrock und so weiter den größten Teil. Und davon wiederum liegen die meisten in passiven Vehikel. Da stimmt sowieso kaum jemand aktiv ab. Eventuell sind die Stimmrechte an Stimmrechtsverwalter wie Glass Levis abgetreten aber ansonsten….

Vor Gericht geht es nicht darum wie viele Leute auf einen Missstand hinweisen. Wenn es diesen Missstand gibt, dann reicht schon ein.

Zuletzt bearbeitet vor 20 Tagen von lIIIllIIlllIIlII
Marcel

Die amis klagen auch wegen jedem mist xD

lIIIllIIlllIIlII

Was definiert diesen Vorgang als Mist?

Alex

Joa weil da klagen auch etwas bringt und die Gerichte nicht gefühlt alles wegen „mangelnden öffentlichen Interesse“ fallen lassen, da wäre mir die amerikanische Situation ausnahmsweise dann doch mal lieber, kommt nicht oft vor.

N0ma

Sollten eher froh sein das sie überhaupt so viel bekommen haben. 😶

Pierre

„Activision Blizzard hatte etwa bekannt gegeben, dass ein Investor speziell Blizzard kaufen und von Activision wieder lösen wollte – weitere Details dazu wurden aber nicht öffentlich.“

Das – meine lieben Damen und Herren – wäre zu schön gewesen um wahr zu sein.
Geschichten aus’m Paulanergarten.

Huehuehue

Verständlich, ich schätze, dass gesamte Konstrukt zusammen besser verkaufbar ist, als Activision King ohne Blizzard und seine IPs

lIIIllIIlllIIlII

Ich möchte ungern den Kommentar kapern, jedoch nervt mich eine Sache grade zum wiederholten male: Das autoplay Video am Ende der Seite, der automatisch nach dem Laden der Seite startet. Mit aktivierter Tonspur.

Schwammlgott

Du kannst in den Browsereinstellungen das automatische Abspielen von Videos deaktivieren…bei mir startet nichts automatisch, egal auf welcher Seite

Irina Moritz

Das ist nicht beabsichtigt und wurde schon weitergeleitet.

Canelloni

Liegt an der Dailymotion Autoplay und Browser Policies.

Wurde wohl fälschlicherweise vom WebDev mit Value autoplay so gelassen.

Zuletzt bearbeitet vor 20 Tagen von Canelloni
lIIIllIIlllIIlII

Das nennt man Kursmanipulation durch unaufrichtige Angebot und ist strafbar.

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