MontanaBlack ist weltweit die Nr. 2 auf Twitch – Ist krisensicher dank FIFA 20

Der deutsche Streamer Marcel „MontanaBlack“ Eris belegte im September den zweiten Platz bei den weltweiten Streamern auf Twitch. Mit einer Mischung aus FIFA 20 und Glücksspiel zog er an vielen Shooter-Spielern vorbei. Denn während deren Games wie Fortnite schwächelten, scheint MontanaBlack krisensicher zu sein.

Um welche Zahlen geht es? Es geht um die „gesehenen Stunden“ im September 2019 auf Twitch. Diese Zahlen sind im Gegensatz zu den Subscriptions öffentlich einsehbar. Tracking-Seiten führen über diese Zahlen genau Buch.

Der Monat war insgesamt schwach für den Streaming-Dienst Twitch. Es wurden, laut StreamElements, „nur“ 777,585,685 Millionen Stunden gesehen – das war deutlich weniger als im August. Da wurden 932,145,894 Stunden geschaut.

Twitch bleibt dennoch mit weitem Abstand der stärkste Streaming-Dienst und konnte den Marktanteil im 3. Quartal 2019 erhöhen.

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StreamElements bringt die Zahlen aus dem 3. Quartal 2019.

MontanaBlack hat loyale Fans und FIFA 20

Was macht Montanablack? MontanaBlack ist bei den gesehenen Stunden auf einem starken 2. Platz weltweit:

  • MontanaBlack hatte im September 6,4 Millionen gesehene Stunden (via sullygnome). Das sind 81% mehr als im August.
  • MontanaBlack war dafür im September 131 Stunden live – eine Steigerung um 50%.
  • Der Streamer sendete einen Mix aus FIFA 20 , der Glücksspiel-Kategorie Slots, dazu ein wenig Fortnite, Grand Theft Auto V und Call of Duty. Manchmal ist MontanaBlack auch in „Just Chatting“ unterwegs. Im Schnitt sehen ihm fast 50.000 Zuschauer zu, sobald er auf Sendung ist.
Fortnite: Deutscher Streamer Montanablack sagt, er ist Nr.1 bei Twitch-Subs

MontanaBlack: Gesehene Stunden steigen um 81% im September

Warum ist MontanaBlack soweit oben? MontanaBlack ist um 81% gestiegen, während um ihn herum so gut wie alle anderen Top-Streamer auf Twitch im September verloren haben.

Denn die Shooter-Spiele wie Fortnite oder Apex Legends hatten im September wenig zu bieten. Dazu gab es keinen neuen, großen Hit.

Zwar erschienen im September Spiele wie Borderlands 3, FIFA 20 oder Ghost Recon Breakpoint. So richtige „Twitch-Hits“ waren aber nicht dabei – auch wenn MontanaBlack FIFA 20 gut für sich nutzen konnte.

FIFA 20 Offline-Spiel 1:0 CHI : EBS, 1. HZ
FIFA 20 Offline-Spiel 1:0 CHI : EBS, 1. HZ

US-Streamer können mit FIFA wenig anfangen – in den USA ist Fußball ja nicht so populär wie bei uns.

Am meisten Zuschauer hat MontanaBlack aber, wenn er „Slots“ spielt. Da sitzt er etwa an einem BlackJack-Tisch und spielt eine Hand nach der anderen oder er zieht an virtuellen Glücksspiel-Automaten.

Twitch und Konkurrenten verlieren – MontanaBlack gewinnt

Zu MontanaBlacks starkem Abschneiden trägt bei, dass die Konkurrenz aus individuellen Gründen schwächelt:

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Tfue legte im September die Beine hoch und flog aus den Top 5.

Weil es im September 2019 keinen richtigen Trend auf Twitch gab und MontanaBlack offenbar treue Fans hat, konnte er den Monat so stark abschneiden und sich auf Platz 2 weltweit setzen.

Das ist sicher ein Zeichen für die wachsende Rolle der deutschen Zuschauerschaft auf Twitch. Zumal wenn man denen ein maßgeschneidertes Angebot aus Fußball und „Spielo“ macht und das dann mit der eigenen Note serviert:

MontanaBlack kommt mit seiner Art offenbar gut an und unterhält die Fans. Er wirkt authentisch – sicher auch wegen seines bewegten Lebens. Aus dem er hat unter dem Titel „vom Junkie zum YouTuber“ ein Buch gemacht.

Asmongold gewinnt WoW Classic und Twitch

Wer ist die Nummer 1? Die Nummer 1 im September auf Twitch war ganz klar Asmongold, der hat die Welle um „WoW Classic“ geritten und das Spiel auf Twitch „gewonnen.“

Mit über 13,3 Millionen Stunden ist Asmongold (via Sullygnome) mit Abstand der stärkste Streamer im September.

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Er war im August schon der stärkste auf Twitch – im September war der Vorsprung noch viel größer.

Er war dafür auch 222 Stunden online, ausschließlich in WoW Classic – also hat da richtig rangeklotzt. Im Schnitt schauten dem bekennenden WoW-Nerd 60.000 Leute zu.

WoW Classic hatte schon im August Twitch durcheinander gewirbelt. Das wirkte sich jetzt auf den September aus.

WoW Classic wirbelt Twitch durcheinander – Das sind die 8 Top-Streamer aktuell
Autor(in)
Quelle(n): dotesports
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