Hasbro gibt 1 Milliarde US-Dollar für Videospiele aus, aber ausgerechnet ein Spiel zu D&D wird gestrichen

Baldurs Gate 3 D&D Menschen grimmig genervt titel

Neue Spiele zu Dungeons & Dragons werden von den Fans heiß erwartet. Ein vielversprechender Titel ist jetzt aber wohl Geschichte, obwohl der Publisher ein großer Fisch ist.

Um welches Spiel geht es? Die Tochterfirma von Hasbro, Wizards of the Coast, die sich vor allem um die Videospiele des Konzerns kümmert, hat ein Spiel zu Dungeons & Dragons jetzt gestrichen.

Dabei klang am Anfang alles gut. Das Entwicklerstudio Giant Skull bekam letztes Jahr die Zusage für den Titel und machte sich an die Arbeit. Das Studio ist noch recht frisch und wurde von Entwickler Stig Asmussen gegründet, der als Direktor Spiele wie God of War III und Star Wars Jedi: Fallen Order betreut hat.

So hieß es beim Start der Zusammenarbeit vor einem Jahr: „Ein entscheidender Moment für die Gaming-Ambitionen beider Unternehmen.“ Doch trotz aller Ambitionen und guter Vorzeichen ist das Projekt jetzt am Ende.

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Offizielle Kampagne von D&D führt Stars aus Baldur’s Gate 3 nach Ravenloft

Kein neues Spiel zu D&D, aber …

Weshalb wurde das Spiel gestoppt? Ein Jahr nach dem feierlichen Start des neuen Spiels zu D&D ist schon wieder Ende. Wie Bloomberg News berichtet, hat sich der Konzern, der die finanziellen Mittel gestellt hat, aus dem Projekt zurückgezogen.

Ein Sprecher von Wizards of the Coast sagte dazu: „Wir prüfen Konzepte in jeder Entwicklungsphase“, betonte aber gleichzeitig, dass man nicht die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen an sich beendet, sondern nur dieses Projekt.

„Auch wenn wir uns entschieden haben, ein frühes Konzept von Giant Skull nicht weiterzuverfolgen, haben wir großen Respekt vor Stig Asmussen und seinem Team und schätzen unsere bestehende Zusammenarbeit“, sagte der Sprecher.

Was hat die Firma hinter Monopoly mit Videospielen am Hut? Wer bei Hasbro nur an die Schachtel der Monopoly-Verpackung denkt, hat das Unternehmen in den letzten Jahren nicht verfolgt. Seit 2018 hat Hasbro laut TheGameBusiness fast eine Milliarde US-Dollar (etwa 862 Millionen Euro) in die Entwicklung von Videospielen gesteckt.

Das Unternehmen versucht sich dabei, möglichst breit aufzustellen und nicht dem einen magischen AAA-Spiel nachzulaufen, das dann Milliarden einspielen könnte. So erklärt Hasbro CEO Chris Cocks:

Man kann 100 Millionen Dollar investieren, um ein wirklich großartiges Handyspiel oder ein wirklich großartiges Games-as-a-Service-Spiel, wie zum Beispiel einen Shooter, zu entwickeln. Der Vorteil dabei ist, dass man Milliarden und Abermilliarden verdient. Aber wie viele erreichen diesen Erfolg? Es handelt sich um einen sehr geringen einstelligen Prozentsatz, wenn überhaupt. Der Nachteil ist, dass man nichts zurückbekommt und es im Grunde genommen ein Nullsummenspiel ist.

Wenn man es statistisch betrachtet – und das ist gefährlich, weil es sich um ein kreatives Unterfangen handelt –, aber wenn man eine angemessene Summe Geld investiert und einem talentierten Team ausreichend Zeit gibt, ein eher traditionelles Spiel zu entwickeln, wird man wahrscheinlich keine Milliarden verdienen, aber die Chancen, zumindest das investierte Geld wieder hereinzuholen, sind viel höher.

Chris Cock, CEO von Hasbro bei TheGameBusiness

Es wirkt so, als sei man bei Hasbro beziehungsweise Wizards of the Coast noch zufrieden mit dem Studio von Stig Asmussen und es gäbe auch in Zukunft neue Projekte dort. Für Fans von D&D ist die Absage dennoch nicht erfreulich. D&D macht auch ohne Freunde Spaß: Seit über einem Jahr spiele ich D&D ohne Freunde und könnte nicht glücklicher sein

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