Ein Millionär schnappt einem Jungen ein Geschenk vor der Nase weg. Er findet seine Tat jedoch völlig in Ordnung und meint, die anderen sollen sich nicht so aufregen. Für den Jungen, der leer ausgegangen ist, gibt es am Ende zumindest aber noch ein Happy End.
Unser Titelbild stellt ein Symbolbild dar und nicht den betroffenen Jungen.
Was genau ist passiert? Der Tennisspieler Kamil Majchrzak wollte einem Jungen unter den Zuschauern seine Mütze schenken. Doch die Mütze kommt nie bei dem Jungen an, denn ein polnischer Millionär und CEO schnappte sich die Mütze, die für das Kind bestimmt war, direkt vor dessen Nase weg. Davon berichtet unter anderem das englischsprachige Magazin Dexerto.com.
Die ganze Aktion wurde von einer Kamera aufgenommen und ging viral: Innerhalb kürzester Zeit wurde der Clip auf X.com millionenfach aufgerufen und sorgte für einen Aufschrei in der Community, die über den CEO schimpfte, der sich hier so unfreundlich benommen hatte. Schließlich wurde sogar der Tennisspieler, der seine Mütze verschenkt hatte, auf den Fall aufmerksam.
Wie ging die Sache aus? Der Tennisspieler sah, was passiert war, wandte sich direkt an das Kind, schenkte ihm eine signierte Mütze und traf sich persönlich mit ihm.
Später veröffentlichte der Spieler das Treffen auf Instagram und zeigte, dass er die Mütze endlich an die Person weitergegeben hatte, für die sie bestimmt war.
CEO meldet sich auf Facebook: Erstes Statement soll gefälscht gewesen sein
Update, vom 01.09.2025: Der CEO hat sich jetzt deutlich bei dem Kind entschuldigt, das im Mittelpunkt der Kontroverse um den Hutdiebstahl bei den US Open stand, und sagte, dass die Kappe nun an den Jungen zurückgegeben worden sei. Davon berichtet das englischsprachige Magazin Newsweek.com. Der polnische CEO entschuldigte sich für sein Verhalten und erklärte, dass das alles nicht mit Absicht passiert sei:
In der Aufregung, in der Freude der Menge nach dem Sieg, war ich überzeugt, dass der Tennisspieler die Mütze in meine Richtung reichte – für meine Söhne, die zuvor um Autogramme gebeten hatten. Diese falsche Annahme veranlasste mich, instinktiv danach zu greifen.
Heute weiß ich, dass es so aussah, als hätte ich einem Kind absichtlich ein Andenken weggenommen.
Das war nicht meine Absicht, aber das ändert nichts daran, dass ich den Jungen verletzt und die Fans enttäuscht habe. Die Mütze wurde dem Jungen zurückgegeben, und ich entschuldige mich bei der Familie.
Ich hoffe, dass ich den verursachten Schaden zumindest teilweise wieder gutgemacht habe.
Gefälschtes, erstes Statement: Sein erstes Statement wurde von vielen Zuschauern und Fans als wütend und oberflächlich aufgenommen und stark kritisiert. Er selbst erklärte, dass dies nie von ihm gewesen sei. So erklärte er in seinem Post:
Weder ich noch meine Frau oder meine Söhne haben sich in den sozialen Medien oder auf einem Portal zu dieser Situation geäußert. Wir haben in dieser Angelegenheit keine juristischen Dienste in Anspruch genommen. Alle angeblichen Aussagen, die online erscheinen, stammen nicht von uns
Der CEO verteidigt sein Vorgehen: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“
Der polnische CEO wehrte sich gegen die Vorwürfe, dass er dem Jungen die Mütze gestohlen habe. Anstatt sich für seine Reaktion zu entschuldigen, die viele für unangemessen halten, erklärte er, er sei einfach schneller gewesen. Und obendrein gehe es hier bloß um eine Mütze, aus der man jetzt keinen Skandal machen müsse. Sein Statement findet ihr in Polnisch auf der Plattform GoWork.pl.
Seine Reaktion hat weitere Folgen: Hunderte Personen kritisierten seine Aussage und beschimpften den CEO. Außerdem sank die Bewertung der Firma auf Gowork, einer Bewertungsplattform für Unternehmen, auf 1,4 von 5 Punkten: Seit bekannt geworden ist, um wen es sich bei dem CEO handelt, wurde das Unternehmen mit Tausenden von negativen Bewertungen bombardiert.
Auch andere CEOs haben sich nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert: Der Chef einer Firma, die maßgeschneiderte Gaming-PCs herstellt, Noah Katz, hat einen katastrophalen Auftritt auf Twitch hingelegt und danach ging alles den Bach runter. Sponsoren brachen weg, der Ruf war ruiniert, jetzt gibt man das Ende der Firma bekannt. Offenbar ist kein Geld mehr da, um den Betrieb aufrechtzuerhalten: In 59 furchtbaren Sekunden auf Twitch zerstört ein CEO alles – Firma für Gaming-PCs muss nun schließen
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Kapitalisten verhalten sich egoistisch? Was finden wir als nächstes raus? Das Wasser flüssig ist?
Das CEOs zumeist Soziopathen und Narzissten sind, geschenkt – doch so kackdreist, in der Öffentlichkeit, war bis dato ehr rar. Aber ja, es nimmt zu. So wenig, wie sich die Dummheit inzwischen dafür schämt, dumm zu sein, so selten machen immer mehr Milliardäre einen Hehl daraus, die Welt nach ihrem Gutdünken umperformen zu wollen, egal wieviele Menschen dabei auf der Strecke bleiben.
Unverhältnismäßig? Man soll sich nicht so haben? Die Geste des Tennisspielers ist eindeutig, sie geht Richtung des Jungen – der Typ ist purer Schmutz, ich verachte solche Egoisten zutiefst.
Das “Karma” hat ja auch nicht lange auf sich warten lassen. Er als CEO steht nicht gut da und auch die Firma nicht.
Und für den Jungen ging es auch nochmal besser aus, neue Mütze mit Autogramm und ein Treffen.
Jeder hat hier bekommen was er verdient. 🙂
Soziopath halt. Die Chance einen bei den CEOs zu finden, ist nicht klein.
Witzig, wie er versucht, das Ganze klein zu reden. Wäre es so unwichtig, dann hätte er dem Jungen ja die Mütze lassen können.
“Witzig“ auch, das er es als Sportsgeist abtut, wenn er einem Kind den Lolli klaut.