Mecker Mittwoch: Meine drei Gaming-Flopps des Jahres

Und erneut fällt ein Mittwoch auf einen bedeutungsvollen Tag, diesmal erwischt es Silvester. Was bietet sich also mehr an als ein kleiner, aber feiner Jahresrückblick?

Deshalb widme ich mich heute den drei größten Enttäuschungen, die das Jahr für mich hervorgebracht hat.

1. WildStar – Hoch gehyped, tief gefallen

Ja, ich habe selbst zu den Leuten gehört, die WildStar in den Himmel gelobt haben – und vermutlich würde ich es erneut tun. Das Spiel ging extrem ambitioniert an den Start und hatte alle Voraussetzungen, die ein MMO mit sich bringen muss, um erfolgreich zu werden. Mit einer extrem langen Reifezeit von vielen Jahren hätte der Release im Frühjahr der große Kracher werden können. Doch es kam anders.

WildStar

Kurz nach der Veröffentlichung verlassen wichtige Persönlichkeiten das Entwicklerstudio, auf große Bugs und Exploits wird dennoch relativ schnell reagiert. Doch die vielen, kleinen Makel haben das Spiel ins Aus katapultiert.

Zusammen mit dem gebrochenen Versprechen der monatlichen Contentpatches und massiven Balancingproblemen im PvP haben viele Spieler dem Sci-Fi-Giganten schnell den Rücken zugekehrt. Da halfen leider auch das grandiose Housing und die umfangreiche Lore nicht, um langfristig die Massen zu binden.

Für das Jahr 2014 ist WildStar damit leider ein Flopp geworden – doch eventuell bringt das kommende Jahr Besserung und wieder positive Nachrichten. Carbine hätte es verdient.

2. Der Release von Warlords of Draenor

An der inzwischen fünften Erweiterung für „World of Warcraft“ kann ich kaum ein schlechtes Wort verlieren, denn „Warlords of Draenor“ macht sehr vieles richtig und bietet Spaß für Wochen. Was mich jedoch regelrecht zur Weißglut getrieben hat, das ist der Release dieser Erweiterung. Es war eine reine Katastrophe.

World of Warcraft - Warlords of Draenor Addon

Über eine Woche lang konnte man die eigene Garnison nur dann betreten, wenn man entweder stundenlang wartet oder Fortuna selbst im Rucksack dabei hatte. Viele Charaktere steckten im Übergang einer Instanz fest und konnten gar nicht mehr gespielt werden. Dazu kamen natürlich noch die üblichen Probleme, wie viel zu wenig Mobs für viel zu viele Spieler – aber damit rechnete ich bereits.

All das wäre wohl erträglich gewesen, hätte man bei Blizzard nicht wieder den üblichen „Mantel des Schweigens“ über alles geworfen und niemanden verraten, was eigentlich Sache ist und warum zum Nether nichts funktioniert.

Im Nachhinein sprach man dann von DDOS-Angriffen und anderen Hardware-Problemen. Besser spät als nie, aber manchmal ist spät einfach nicht die beste Entscheidung.

Ehrlichkeit gegenüber den Kunden hätte helfen können, den Frust der Spielerschaft in Grenzen zu halten.

3. DayZ – Das neue „Duke Nukem Forever“

Tja, damit hätte wohl niemand gerechnet! Es ist inzwischen drei Jahre her, seitdem ich „DayZ“ gespielt habe – damals noch als Mod für „Arma II“. Inzwischen wird das Spiel für mich jedes Jahr ein wenig alberner, denn ursprünglich sollte es im Dezember 2012 erscheinen – wohlgemerkt, als eigenständige Vollversion.

DayZ-logo

Mittlerweile gibt es den Zombieshooter zwar als „Early Access“-Variante auf Steam, aber das Interesse nimmt immer weiter ab. Viele andere Entwickler haben DayZ das Ruder aus der Hand genommen und eigenständige Spiele entwickelt, die nach dem exakt selben Prinzip funktionieren und schon deutlich marktreifer wirken. Natürlich gab es auch dort einige schwarze Schafe, aber die Hoffnung auf ein fertiges „DayZ“ schrumpft mit jedem Tag weiter.

Da wirkt es auch schon ein wenig ironisch, dass man nun den Plan für 2015 veröffentlicht hat: Im letzten Quartal des kommenden Jahres möchte man endlich in den Betastatus eintreten.

Wer es glaubt. Ich tue es nicht mehr. Für mich ist DayZ das neue „Duke Nukem forever“ und ich rechne nicht mehr mit einer Veröffentlichung in diesem Jahrzehnt.

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