LoL: Oh, oh – Die nächste schlechte Nachricht für das neue MMORPG von Riot trudelt ein

LoL: Oh, oh – Die nächste schlechte Nachricht für das neue MMORPG von Riot trudelt ein

Seit 2020 weiß man, dass Riot Games an einem MMORPG arbeitet, das in der Welt von League of Legends spielen soll. Aber 2023 mehren sich die schlechten Nachrichten für das LoL-MMORPG. Nach dem Chef, Ghostcrawler, geht jetzt auch eine zweite Schlüsselperson: der Principal Game Designer Justin Hanson.

Was ist die schlechte Nachricht?

  • Justin Hanson verlässt das Projekt. Am 14. April gab er bekannt: Das war sein letzter Tag bei Riot Games (via twitter).
  • Hanson war neben Game Director Ghostcrawler eine der Schlüsselpersonen beim Spiel.
  • Seit März 2021 arbeite er als „Prinicpal Game Designer“ am MMO, vorher war er „Design Lead“ beim Monetization Team von LoL. Als Principal Game Designer arbeitete Hanson an der Vision des neuen MMOs und legte die Grundlagen der Entwicklung fest: Er war also eine wichtige Figur in der Entstehung eines Spiels.
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Warum geht er? Hanson spricht von einem „neuen Abenteuer, das ihn sehr reizt“ – er wird offenbar zu einer neuen Firma und zu einem neuen Projekt wechseln.

Er sagt aber: Das MMO-Team sei „absolut Weltspitze“. Es sei eine Ehre gewesen, Teil davon zu sein.

Warum ist das eine schlechte Nachricht? Normalerweise verlassen MMORPG-Entwickler ein Spiel nach dem Release, wenn die Arbeit getan ist und es reizvoll scheint, woanders von vorne anzufangen.

Dass noch mitten in der Entwicklung zentrale Leute abspringen, ist kein gutes Zeichen.

Bei anderen Spielen wie Anthem oder Destiny entstand durch den Abgang von zentralen Führungskräften während der Entwicklung ein Vakuum, das für nachhaltige Probleme sorgte. Diese Problem bekam man als Spieler 3 oder 4 Jahre später zu spüren.

Solche zentralen Mitarbeiter sind essenziell für ein Spiel, gerade weil in der frühen Phase nur relativ wenige Leute an so einem Projekt arbeiten, die erstmal die Grundlagen schaffen, bis das Team in den Jahren vor dem Release weiter ausgebaut wird.

An der Stelle wäre jetzt ein Statement von Riot Games fällig, wie man den Abgang kompensieren und weitermachen will.

Corona-Pandemie führt zu Umdenken bei Gaming-Entwicklern – Home Office lockt

Das steckt dahinter: Man weiß nicht, zu welchem Projekt Hanson wechselt – es scheint nahezuliegen, dass er sich Ghostcrawler bei dessen Projekt anschließt.

Greg „Ghostcrawler“ Street hatte angekündigt, ein Gaming-Studio zu gründen, das „rein im Home Office“ arbeitet, damit die Leute bei ihren Familien sein können. Das scheint ein großer Trend in den USA seit der Corona-Pandemie zu sein, auch bei Riot Games.

Viele Gaming-Entwickler haben während der Corona-Pandemie ihr Leben überdacht und entschieden, entweder ganz aus der BRanche auszusteigen oder zu kleinen, familiären Firmen zu wechseln, die persönlicher sind und ihnen mehr Freiheiten geben, gerade was “Remote Arbeit” angeht.

Riot Games hat bereits gesagt, dass sie von diesem Trend betroffen waren und daher in große Probleme bei LoL gerieten: Viele verließen das Team und die Qualität der PC-Version von LoL sackte 2022 und 2023 ab, während man neue Mitarbeiter rekrutieren und die Teams neu aufstellen möchte.

Gut möglich, dass sich nach Ghostcrawler nun auch Hanson gegen die Arbeit in einem großen Studio mit Anwesenheitspflicht im Büro und für das Arbeiten von zu Hause aus entschieden hat:

Entwickler erklärt, warum LoL auf dem PC gerade mies dasteht: „Viele Mitarbeiter haben während Covid gekündigt“

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huehuehue

Candace Thomas, lange Jahre Boss Fight Designer bei WoW und kurzzeitig auch Mitglied beim Riot MMO Team, bevor sie zu Supercell gewechselt hat, hat aus dem Anlass einen interessanten Thread auf Twitter verfasst:

A lot of people are asking me if there’s blood in the water at Riot. You’re worried about the mmo. Why are so many people “jumping ship?” 

TLDR: Relax, this is normal. 

Enjoy the thread:

https://twitter.com/candacerthomas/status/1647076709768765445?t=mvP–plr2Mk-Z8eB4XdhuA&s=19

Kurz gesagt: bei Riot arbeiten nur die allerbesten der Branche, was einerseits bedeutet, dass die Qualität sehr hoch ist, andererseits aber auch, dass das Leute sind, die extrem gefragt sind und die sich einen Status erarbeitet haben, der es ihnen ermöglicht, für führende Rollen in den spannendsten (neuen) Projekte der Branche angefragt zu werden und Riot verfolgt die Philosophie, diesen Leuten keinerlei Steine in den Weg zu legen, wenn diese Leute glauben, ein Traumprojekt erwarte sie, im Gegenteil, sie dabei sogar noch fördern und zu unterstützen. Das bedeutet zwar, immer wieder sehr sehr gute Leute zu verlieren, mach Riot aber im selben Zug zu einem extrem beliebten Arbeitgeber, was im Headhuntibg immens hilft, da jeder talentierte Entwickler weiß, dass er bei Riot gut dasteht und mit den Besten arbeitet und er trotzdem, wenn sich eine Chance in einem Traumprojekt auftut, dann darf man diese Chance ergreifen, ohne dass sich der Arbeitgeber querlegt.

Zuletzt bearbeitet vor 2 Jahren von Huehuehue
Sputti

Ich mach mir auch keine Sorgen. Wie oft das damals bei GW2 und ESO auch gemacht wurde, nur weil einzelne Leute gegangen sind. Das ist halt in der Branche total normal

Yoma

Bist du Werbetexter ? 😉
Meine Wissens hatte Riot durchaus einige Probleme…

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