Einer Krypto-Bank fehlt eine Milliarde Euro – Jetzt fürchten auch tausende Deutsche um ihr hart verdientes Geld

Einer Krypto-Bank fehlt eine Milliarde Euro – Jetzt fürchten auch tausende Deutsche um ihr hart verdientes Geld

Einer großen Krypto-Bank fehlt viel Geld. Doch auch deutsche Unternehmen und ihre Kunden sind davon betroffen. Das dürfte für viele Personen richtig ärgerlich werden, die ihr Geld angelegt hatten.

Kryptowährungen verlieren gerade enorm an Wert. Die amerikanische Firma Celsius Network hat eine Milliarde verloren und viele Anleger bangen gerade um ihr Geld. Dennoch gelten Kryptowährungen als die große Neuerung im Gaming.

Doch der Konkurs des amerikanischen Unternehmens betrifft wohl auch tausende deutsche User. Denn Nuri, ein deutsches Start-up aus Berlin, handelt ebenfalls mit Kryptowährungen und arbeitete bisher eng mit Celsius zusammen. Doch genau die Firma ist jetzt pleite. Die Insolvenz von Celsius Network wirkt sich auch auf das Geld aus, welches Kunden von Nuri angelegt hatten.

Wer ein „Bitcoin-Ertragskontos“ von Nuri hat, kann viel Geld verlieren

Wer ist Nuri und was macht das Unternehmen? Laut FinanceFdw ist Nuri (früher Bitwala) ein Banking-Frontend, das auf Lizenz und Infrastruktur der Solarisbank beruht. Seit rund einem Jahr vermittelte Nuri, neben dem normalen Partnerbetrieb für Solarisbank, für Celsius Network sogenannte „Bitcoin-Etragskonten.“

Nuri vermittelte Kunden, welche so ein Ertragskonto wollten, an Celsius Network. Mit Celsius schließt der Kunde anschließend einen Vertrag über die Rendite ab. Celsius nutzt dann wiederum das Geld, um es etwa an andere User zu verleihen. Ihr schließt also weder mit Nuri noch mit der Firma Solarisbank einen Vertrag ab, sondern mit Celsius Network. Und das macht es so kompliziert, wenn es jetzt um fehlende Summen geht.

Neben der Kooperation mit Celsius Network führt Nuri etwa noch ein normales Bankgeschäft, welches dann auf Solarisbank basiert. Auf eurem Konto steht zwar Nuri, ihr nutzt aber die Infrastruktur von Solarisbank.

Was ist jetzt das Problem? Celsius Network hat in den USA Insolvenz angemeldet und schon vor einigen Wochen den Zahlungsverkehr eingefroren. Kunden, die das Ertragskonto von Nuri verwenden, kommen daher aktuell nicht an ihr Geld. Denn das Geld liegt weder bei Nuri noch bei der Mutterfirma Solarisbank.

Wie viele Personen in Deutschland sind betroffen? Das ist bisher unklar. Celsius hat auch Gelder in Millionenhöhe von Nuri eingefroren. Nuri hat laut eigenen Angaben 500.000 Kunden. Die CEO von Nuri, Kristina Mayer-Walcker, hatte in einem Gespräch mit FinanceFwd erklärt, dass von den Problemen nur „ein Bruchteil“ der Kunden betroffen sei.

Es lässt sich daher nicht mit Sicherheit sagen, wie viele nun schlussendlich tatsächlich von der Celsius-Pleite betroffen sind. Denn Nuri hat auch normale Bankkonten im Portfolio, die über das Angebot von Solarisbank laufen. Diese sind dann nicht von der Celsius-Pleite betroffen, da diese auch vom Einlagenschutz der Solarisbank profitieren sollten.

Wir haben Nuri kontaktiert und um ein Statement gebeten. Sollten wir ein Statement erhalten, updaten wir diese News.

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Kryptowährungen haben immer ein Risiko für Personen, die es nutzen wollen

Warum investieren viele User in Kryptowährungen? Kryptowährungen und NFTs sind aktuell ein großer Trend im Gaming. Viele Publisher und Entwickler setzen auf solche Währungen oder führen wie einige MMORPGS Pay2Earn-Mechaniken ein: Ihr spielt also ein MMORPG und verdient damit eine Währung, die ihr wiederum in echtes Geld umwandeln könnt.

Vor allem in Ländern, wo das Gehalt sehr niedrig ist, oder es für viele Personen sehr gefährlich ist, auf die Straße zu gehen, werden Pay2Earn-Mechaniken gern genutzt, um für ein kleines Einkommen zu sorgen. In unserem Podcast auf MeinMMO hatten wir auch darüber gesprochen, ob solches Geld das Gaming kaputtmachen könnte.

Wo ist das Problem? Kryptowährungen sind stark von schwankenden Kursen betroffen. Daher weisen viele User daraufhin, dass man niemals sein ganzes Vermögen oder Einkommen in solche Quellen verwetten solle. Denn das Risiko ist groß genug, dass am Ende alles weg sein könnte, da es keine Sicherheiten gibt und die Kurse nicht feststehen.

Nuri selbst schreibt auf seiner Webseite und warnt vor den Risiken:

Der Handel mit Kryptowährungen birgt ein hohes Risiko und kann zum Totalverlust des investierten Kapitals führen. Wir empfehlen dringend, nur so viel zu investieren, wie du dir leisten kannst, vollständig zu verlieren. Bevor du mit dem Handel von Kryptowährungen beginnst, vergewissere dich bitte, dass du die damit verbundenen Risiken vollständig verstehst.

Was ist jetzt passiert? Der Bitcoin hat in den letzten 6 Monaten fast 50 % seines Wertes verloren: War ein Bitcoin im Januar 2022 noch fast 40.000 Euro wert, liegt der aktuelle Wert (Stand: 19.07.2022) bei 21.600 Euro. Das wird Firmen wie Celsius Network zum Verhängnis, wo die Vermögenswerte auf solchen Währungen basieren. Das gilt übrigens auch für viele Privatpersonen: Wer sich im Januar 2022 einen Bitcoin für 40.000 Euro gekauft hatte, hat jetzt nur noch den halben Wert davon übrig.

Auch andere Leute haben bereits jede Menge Kryptowährung verloren. So hatte ein Spiel auf sogenannte NFTs gesetzt, um Personen einen Anreiz zu geben. Das Spiel wies einige Ähnlichkeiten mit dem Pokémon-Franchise auf: Der Fokus liegt auf dem Handel und der Zucht von Kreaturen. Doch jetzt erbeuteten Hacker Kryptowährung im Wert von 550 Millionen Euro:

Hacker stehlen 550 Mio € von NFT-Spiel – Pokémon-ähnliches Game war leider zu erfolgreich

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