Darum ist diese Katze schlimmer als jeder Raid-Boss!

Stundenlange Wipes, fiese Bugs und nervige Mitspieler können einem leicht den Spielabend ruinieren. Aber das ist alles nichts im Vergleich zu der Katze unseres Autors Jürgen, die zielsicher jeden Spielspaß killt.

Die folgende Situation ist bei mir gerade Tagesordnung: Ich zocke fröhlich ein Game auf meinem PC und erfreue mich gerade daran, in Fortnite endlich mal eine schwere Challenge zu schaffen oder gerade in Assassin’s Creed Odyssee einen perfekten Schleich-Auftrag durchzuziehen.

Da wird plötzlich der Bildschirm schwarz und die purpurnen Lichter am PC erlöschen. Ich höre ein leichtes Tappen vom nahen Regalschrank, von wo aus mich plötzlich meine Katze Cleo unschuldig mit ihren gelbgrünen Augen anschaut.

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„Khajiit hat nix gemacht!“

Warum, Katze, Warum?

Was ist soeben passiert? Die Lösung des PC-Absturzes ist schnell gefunden. Cleo hat nämlich den Rechner als Absprungpunkt genutzt um auf das Regal zu gelangen.

Das wäre an sich ja kein Problem, doch blöderweise hat mein geiler, neuer MeinMMO-PC die Knöpfe fürs Einschalten und leider auch für Reset oben am Gehäusedach. Daher tappt die Miez jedes Mal mit ihren Pfoten drauf, wenn sie auf das Regal springt.

Die Katastrophe wiederholt sich: Und freilich muss die Katze irgendwann mal wieder runter, dann ist der PC in knapp einer Stunde wieder aus. Ein elendes Dilemma, dem ich nur entgehen kann, wenn ich zufällig aus dem Augenwinkel sehe, dass Cleo gerade zum Absprung ansetzt.

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Leider ist das eine perfekte Katzen-Treppe.

Wenn ich dann schnell genug aufstehe und neben das Regal trete, springt sie mir wie ein Hexentier auf die Schulter und von da aus auf ein anderes, tieferes Regal.

Übersehe ich aber Cleos Absprungswunsch landet plötzlich die Katze neben mir auf dem PC und schaltet ihn erneut aus!

Das Problem mit dem neuen PC

Warum springt die Katze überhaupt auf den Schrank? Cleos Lieblingsplatz am Abend ist dieser blöde Regalschrank neben meinem Arbeitsplatz. Da geht sie schon seit langem regelmäßig abends hoch und kann mir so beim Spielen und Arbeiten zusehen. Sie hat sogar ein Kissen da oben, auf dem sie gerne liegt.

Warum hat die Katze einen Ruheplatz auf dem Schrank? Ihr fragt euch nun sicherlich, warum der Jürgen denn so blöd ist, und dem Viech noch einen bequemen Platz da oben zurechtlegt. Das hat wiederum damit zu tun, dass bis zur Anschaffung meines neuen PCs das alles kein Problem war.

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Meinen Lieblingsplatz lass ich mir nicht nehmen!

Denn der alte Rechner hatte die Buttons noch vorne an der Blende und da konnte die Katze auf dem Gehäuse rumturnen, so viel sie wollte.

Daher hat sich Cleo irgendwann mal angewöhnt, dass der PC halt ein Absprungfeld ist und das zieht sie jetzt unbeeindruckt weiter durch. Das ich jedes Mal nen kompletten Systemabsturz erlebe, wenn sie wieder ihre Sprünge macht, geht der Katze am pelzigen Hintern vorbei!

Kann man da nix machen?

Wie könnte man das Problem lösen? Bislang hat nicht viel geholfen. Die Katze aussperren ist keine gute Idee, da sie dann die ganze Zeit vor der Tür maunzt und meine Frau nachts aufweckt. Die ist Lehrerin und muss sehr früh raus. Ich würde also sowohl die Katze kränken als auch meine Frau um ihren Schlaf bringen (Anm. der Redaktion: Man achte auf Jürgens Prioritätenreihenfolge).

Ich könnte freilich ein schützendes Gerüst um den Rechner herumbauen, aber dazu fehlt mir der nötige Real-Life-Crafting-Skill. Das gleiche gilt für ein zusätzliches Regalbrett an der Wand, das sie anstatt dem Rechner als Sprungpunkt nutzen könnte. Bei meinem Geschick reiß ich da eher die Wand ein.

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Sie ist sich keiner Schuld bewusst.

Den Schrank versetzen ist auch nicht möglich, weil der in meinem kleinen Arbeitsraum nur an diese Stelle passt. Und wenn ich den PC woanders hinstelle, steht er mit der coolen Glas-Seite zur Wand und ich sehe die purpurnen LEDs nicht mehr. Und ich liebe die purpurnen LEDs!

Was manchmal funktioniert, ist ein warnendes „Cleo, NEIN!“, wenn ich sehe, dass sie grade um den Rechner herumschleicht. Aber das hat Cleo schon kapiert und daher springt sie jetzt in schneller Folge auf den Tisch und von da aus auf den Rechner. Meist reagiere ich nicht so schnell und der Rechner geht erneut aus.

Lösung ist in Sicht

Was kann ich also tun? Zum Glück dürfte sich das Problem bald von allein lösen. Nein, nicht indem ich die Katze beim Tierheim abgebe! Vielmehr werde ich im Februar erneut umziehen und das neue Zimmer ist viel besser geschnitten.

Daher sollte ich den Rechner und den Schrank gut genug voneinander entfernt stehen haben, damit Cleo nicht mehr den PC als Sprungschanze nutzt.

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Zum Glück ist Cleos Schwester Lizzy eher kletterscheu und steigt maximal auf die Rückenlehne vom Sessel.

Ich hoffe nur, dass sie nicht eine andere Methode findet, um mich zu nerven.

Soviel zu meinem Dilemma mit meiner Katze. Habt ihr auch ein Haustier, das zwar liebenswert ist, aber euch reichlich Ärger beschert?

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