Deutscher YouTuber war bekannt für aufwendige Videos, aber jemand anders soll mit seinen Werken mehr Geld verdient haben

Julien Bam war bei dem Podcast REWIND zu Gast

Der YouTuber Julien Bam war vor allem für seine aufwendigen YouTube-Videos bekannt. Die weitere Produktion solcher Videos stand jedoch mal auf der Kippe, weil ein großer Twitch-Streamer regelmäßig auf die Videos reagierte.

Um wen geht es? Der YouTuber Julien Bam ist einer der YouTuber, die schon zu den Anfangszeiten von YouTube auf der Plattform zu finden waren. Er war vor allem dafür bekannt, aufwendige Kurzfilme auf YouTube hochzuladen. Diese Kurzfilme entwickelten sich in ein großes Universum, dessen Geschichte er über mehrere Jahre erzählte.

Die Produktion dieser Videos war extrem teuer und schließlich versammelte Julien Bam ein komplettes Team hinter sich. In dem Podcast REWIND auf YouTube sprach Julien Bam darüber, wie die weitere Produktion dieser Videos einmal auf der Kippe stand. Der Grund: Der Geld-Cheat auf Twitch und YouTube.

Was ist der Geld-Cheat auf YouTube und Twitch?

Streamer reagieren in ihren Streams auf YouTube-Videos, also sie schauen sich die Videos mit ihren Zuschauern im Stream an und geben ab und zu Kommentare ab. Diese Reaction wird dann meist auf einem eigens dafür eingerichteten YouTube-Kanal des Streamers hochgeladen und erzielt häufig mehr Aufrufe als das Original-Video. Dementsprechend gibt es für den Reagierer auch mehr Geld von YouTube.
Diese Ungerechtigkeit wird schon länger innerhalb der Twitch- und YouTube-Community diskutiert, bisher gibt es allerdings noch keine richtige Lösung.

Einer der Twitch-Streamer, die sehr viel Geld mit ihren Reactions auf YouTube verdienen ist MontanaBlack:

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Karriere und Leben von MontanaBlack in 2 Minuten: Was macht ihn aus?

Das kann nicht sein

Warum nahm sich Julien Bam eine Pause? Auch Julien Bam sah sich in seiner Karriere wohl mit der Ungerechtigkeit von Reactions konfrontiert. So berichtet er in dem Podcast, dass seine Videos Märchen in asozial zwar allein schon hohe Aufrufe erzielen konnten, die Reactions von dem damaligen Twitch-Streamer Unge wären allerdings monetär gesehen weitaus erfolgreicher.

Julien Bam erklärt sich das so, dass die Laufzeit der Unge-Reactions länger war als die der Original-Videos und dementsprechend mit einem höheren CPM belohnt worden ist, d. h. pro Klick soll Unge mehr verdient haben als Julien Bam. Er führt weiter aus, dass diese unfaire Verteilung der Grund gewesen sei, dass er und sein Team eine Pause von diesen Videos nahmen:

Und da dachte ich mir: ‘Ey, das kann nicht sein.’ Hätten wir so dieses Geld, so ein bisschen was bekommen von ihm damals oder von allen Leuten, die drauf reagiert hätten, hätten wir damals nie eine Pause gemacht bzw. wäre geil gewesen; hätten wir einfach auch schon damals größer denken können.

– Julien Bam auf YouTube ab 01:20:21

Eine richtige Lösung gibt es für das Reaction-Problem bisher nicht. Ein Vorschlag innerhalb der Community ist immer wieder, dass YouTube ein Tool einfügen solle, das die Einnahmen der Reaction automatisch zwischen Reagierer und Ersteller teilt.

Der YouTuber Jules verlangte im Rahmen eines Experiments mal, dass Twitch-Streamer, die auf seine Videos reagierten, ihm bitte einen Teil der Einnahmen überweisen sollten. Tatsächlich durchgezogen hatte das nur Trymacs.

Was haltet ihr von Reactions auf YouTube? Fändet ihr ein Split-System fair? Schreibt es uns in die Kommentare!
Wie die stressige Zeit der Hauptvideos für Julien Bam war, erzählte er vor kurzem in einem eigenen YouTube-Video: „Andere haben Hobbys, ich hatte Deadlines“ – Nach 12 Jahren YouTube zieht Julien Bam ein Fazit

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