MMORPGs haben mich nie gepackt, doch das könnte sich durch einen Trend bald ändern, den unser Experte mal so richtig doof findet

Johanna Grindfest Meinung

MeinMMO-Autorin Johanna kann mit dem Genre MMORPG eigentlich so gar nichts anfangen, doch eine aktuelle Entwicklung findet sie gut. Für die Grindfest-Themenwoche von MeinMMO beleuchtet sie, warum das Genre für sie immer spannender wird.

Ich weiß, ich weiß! Es scheint paradox, dass ich als Person, die so gar nichts mit MMOs oder MMORPGs anfangen kann, ausgerechnet für eine Seite schreibe, die MeinMMO heißt. Aber naja, wie sagt man so schön: Wo die Liebe hinfällt … oder so.

MMOs sind einfach nichts für mich. Auch wenn ich es liebe, mir in RPGs einen individuellen Charakter zu erstellen und ein Spiel gegebenenfalls auch mehrere Male mit verschiedenen Builds durchzuspielen (Hallo, Skyrim mit 700 Stunden). So haben mich MMORPGs nie gepackt.

In Elder Scrolls Online habe ich mal mehrere Stunden hineingeschaut, und auch wenn ich die Spielwelt liebe, so ist mir schlichtweg zu viel los. Andere Spieler sind herumgerannt und haben sich beispielsweise ebenfalls vor den Schmied gestellt, bei dem ich gerade war. Das irritiert mich einfach.

Das Grindfest vom 29. Juni bis 5. Juli 2026
In dieser Woche erwarten euch jeden Tag spannende Artikel rund um das Thema MMORPG. Mit dabei: nostalgische Rückblicke, spannende Analysen namhafter Branchen-Veteranen, Ausblicke auf kommende Online-Rollenspiele und launige Streams.

Hier geht’s zum Programm zur großen MMORPG-Themenwoche 2026 von MeinMMO

Außerdem gibt es irgendwo die Pflicht, sich einer Gilde anzuschließen, und so bin ich dann ja gezwungen, mit anderen Menschen zu interagieren. Also noch mehr Gewusel!

Die Zeit, in der World of Warcraft gerade hochkam und Menschen riesige LANs mit ihren Freunden in ihren Kinderzimmern veranstaltet haben, habe ich durch meine zu späte Geburt verpasst. Somit waren MMOs für mich ein Genre, an das ich mich durch die schiere Größe zu sehr habe einschüchtern lassen. Wir sind nie miteinander warm geworden.

Allerdings gibt es eine Entwicklung innerhalb der MMORPGs, die mir das Genre vielleicht doch näherbringen kann. Eine, die auch schon unser MMORPG-Experte Karsten Scholz in einem seiner Artikel besprochen hat: MMORPGs werden immer mehr zum MMO Lite, mit beispielsweise mehr Singleplayer-Elementen.

Karsten beschreibt es kurz zusammengefasst mit „Klassische MMORPGs sterben aus“ und während er darüber traurig ist, sage ich: „Hallo, neue Welt von Spielen, die ich entdecken kann!“

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Where Winds Meet: The Imperial Palace – Düsterer Trailer stimmt auf Release der Erweiterung ein

Andere: Buuuh! Ich: Jaaa!

Wer sich mit dem Genre MMORPG auch nur ein wenig auseinandersetzt, dem dürfte die aktuelle Entwicklung aufgefallen sein: das Genre bleibt seinem Multiplayer-MMO-Aspekt immer weniger treu und geht immer mehr Richtung Singleplayer.

Das sieht man unter anderem auch an den Hits, die in der letzten Zeit veröffentlicht wurden. Where Winds Meet ist ein gutes Beispiel, denn es verbindet MMO-Elemente, wie Raids, PvP und Gilden, mit einer Singleplayer-Erfahrung. Für Karsten ist übrigens klar, dass dieses Spiel der Wegweiser für kommende MMORPGs ist.

Tatsächlich war Where Winds Meet auch eines der ersten MMORPGs, was ich dann mal wieder ausprobiert habe und auch wirklich lange Zeit Spaß hatte. Denn ich konnte das Spiel genauso spielen, wie ich es in meinem Tempo wollte.

Diese Zeit, in der LANs in WoW veranstaltet wurden, habe ich einfach nicht mitbekommen und kann diese Nostalgie nicht nachvollziehen. Stattdessen eröffnet sich mir die Welt auf andere Weise, indem es mich mit der Option lockt, das Spiel auch alleine zu spielen.

Ich bin mir sicher, dass allein die Option, das Spiel solo spielen zu können, bei mir dafür sorgt, mich an MMORPGs heranzutrauen und auch die MMO-Elemente der Spiele zu testen. Vorher waren MMORPGs eine große Burg für mich, von der ich mich eingeschüchtert gefühlt habe. Durch die Singleplayer-Option ist es zwar immer noch eine Burg, aber sie hat nun einen Eingang mit Wegweisern und somit eine Möglichkeit für mich, mich mit dem Genre immer mehr vertraut zu machen.

Also wer weiß! Vielleicht sieht man mich in Zukunft auf ein paar MMORPG-Servern rumrennen, aber bitte seid dann nicht enttäuscht, wenn ich vor euch weglaufe. Es ist mir dann einfach immer noch zu viel Gewusel!

Was meint ihr? Stimmt ihr mir zu oder habt ihr eine ganz andere Meinung als ich? Schreibt es in die Kommentare!
Wenn ihr nach diesem Artikel nun Lust auf MMORPGs im Alleingang habt – so wie ich! -, haben wir diese Liste mit Empfehlungen für euch: Welche MMORPGs machen auch alleine Spaß? Die 7 besten Online-Rollenspiele für Solisten

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