Alle kennen Tasha in Dungeons & Dragons, aber kaum jemand weiß, wer sie wirklich ist

Dungeons and Dragons Tasha

Sie hat viele Namen, doch die meisten kennen vor allem ihre Zauber: Tasha. Kaum jemand hat Dungeons & Dragons so geprägt wie sie, doch die wenigsten wissen, was eigentlich hinter ihr steckt.

Jeder, der sich etwas mehr mit Dungeons & Dragons beschäftigt, hat zumindest ihren Namen gehört. Sei es durch das Ergänzungregelwerk „Tashas Kessel mit Allem“, ihre ikonischen Zauber wie „Tashas fürchterlicher Lachanfall“ oder im Rahmen einer Kampagne.

Die Rede ist natürlich von der berühmten und legendären Erzmagierin Tasha (Kurzform von Natasha). Doch ihr Einfluss auf das Multiversum ist weitreichender, als man anhand dessen vermuten könnte. So hat sie schon viele Ebenen ihr Heim genannt und diverse Leben gelebt.

Damit auch ihr bald wisst, welche Geschichte sich eigentlich hinter ihr verbirgt, haben wir euch ihre Biografie einmal zusammengetragen.

Achtung! Spoilerwarnung: An dieser Stelle sprechen wir eine deutliche Warnung aus, falls ihr beispielsweise das Kampagnenbuch „Die Wildnis jenseits des Hexenlichts“ (engl. „The Wild Beyond the Witchlight“), Vecna: Eve of Ruin oder diverse Abenteuer in Greyhawk unvoreingenommen spielen wollt. Denn Tashas Geschichte lässt sich unmöglich komplett erzählen, ohne auf diese Twists einzugehen. Ihr seid also gewarnt.

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Von einer Hexe adoptiert, zu Großem bestimmt

Tochter einer alten Hexe, Dämonologin, Hexenkönigin, Mutter einiger Halbdämonen und Erzfee – all das ist und war Tasha. Mit dem Namen Natasha wurde sie auf Oerth geboren und von der berühmten Erzhexe Baba Yaga adoptiert. Sie erkannte ihr magisches Potenzial als erste und zog sie unter ihren Fittichen groß.

Sie erhielt den Beinamen „die Dunkle“, den sie sich zum einen durch ihre rabenschwarzen Haare und zum anderen durch ihren Hang zu Nekromantie verdiente. Baba Yaga nahm sie als persönliche Schülerin auf und prägte ihren Grundstein der arkanen Magie und ihre Begabung für Flüche.

In jungen Jahren schloss sie sich dann einer Abenteurergruppe unter dem Namen Tasha an und erfand mit „Tashas fürchterlicher Lachanfall“ ihren ersten eigenen Zauber.

Auf ihren Reisen traf sie auch immer wieder auf den berühmten Erzmagier Mordenkainen, der sie nicht nur als eine Art Rivalin in der Kunst der arkanen Magie, sondern auch als gute Freundin betrachtete, die man dann und wann zu einer gepflegten Partie Schach herausfordern konnte.

Doch ihre hungrige Suche nach verbotenem, arkanem Wissen trieb sie bald in eine andere Richtung.

Tasha, Iggwilv oder Zybilna?

Denn als sie älter wurde, stieg sie nicht nur zur Erzmagierin, sondern auch zur Hexenkönigin von Oerth auf und widmete sich unter dem Namen Iggwilv vollends dem Studium der Dämonologie. Durch ihre Suche nach Wissen verfasste sie das Dämonomikon, das bis heute umfangreichste Werk über die Abgründe des Abyss und seine Dämonen.

Während ihrer Experimente mit diversen Dämonen wurde sie schier größenwahnsinnig und widmete sich der Beschwörung und Unterwerfung des Dämonenfürsten Graz’zt, um sich auch sein düsteres Wissen anzueignen.

Aus dieser Machtdemonstration entwickelte sich eine leidenschaftliche, aber gleichermaßen auch von Rivalität und Verrat geprägte Liebesbeziehung. Eine Hassliebe gewissermaßen. Gemeinsam zeugten Tasha und Graz’zt unter anderem den Halbdämon Iuz, der später zu einer der gefürchtetsten Schreckensgestalten der Welt Greyhawk wurde.

Tasha zählt auch eine Tochter namens Drelnza zu ihren Kindern, wobei bis heute die Frage nach ihrem Vater Rätsel aufgibt. Zwar läge auch hier der Verdacht nahe, dass es sich dabei um Graz’zt handelt, doch allein durch die verschiedenen Zeiten ist seine Vaterschaft eher unwahrscheinlich.

Ihre ersten Versuche Graz’zt zu unterwerfen, führten zum Zusammenbruch ihres Reiches in Greyhawk, woraufhin sie floh. Ihre machthungrigen Studien und Experimente zogen immer wieder neue Feinde an, sodass sie sich etliche Male auf andere Ebenen, wie beispielsweise Niflheim im Hades, zurückzog, um Abstand zwischen sich und ihren Aufruhr zu bringen.

Irgendwann sehnte sie sich jedoch danach, das Ganze hinter sich zu lassen und ein neues Leben im Feywild zu beginnen. Ihre neue Identität der Erzfee Zybilna war geboren.

Ein eigenes Reich im Feywild und eine friedliche neue Aufgabe

Sie erschuf im Feenreich mit dem Prismeer ihre eigene Domäne der Freude. Im Zentrum des Ganzen erbaute sie sich ihren Palast der Herzenswünsche, um ihr Reich von dort aus zu regieren und zu beschützen.

Über die Zeit erwies sie sich dem Feenreich als würdig und wurde selbst zur Erzfee, die sich lieber friedlicheren Studien zuwandte als ihrem bisherigen Streben nach Macht in der Dämonologie. Sie entpuppte sich als gute Herrscherin und war in ihrem Reich mehr als beliebt.

Doch ganz entkam sie ihrer Vergangenheit nicht, denn das Feywild ist auch die Heimat vieler Hexen – darunter auch die ihrer Schwestern. Baba Yagas Töchter Bavlorna Blightstraw, Skabatha Nightshade und Endelyn Moongrave hielten nicht viel von ihrer Entwicklung und nutzten Zybilnas persönlichen Kessel, um sie und sämtliche Bewohner des Palasts in der Zeit einzufrieren.

Es heißt, dass mutige Abenteurer über einen mystischen Jahrmarkt ihren Weg nach Prismeer fanden und Zybilna und ihr Reich von ihrem schrecklichen Schicksal befreiten. Dafür zeigte sich die Erzfee sehr dankbar und gewährte ihren Rettern ihren größten Herzenswunsch.

Wohin sie ihr Weg als Zybilna noch führen wird, bleibt ungewiss. Ob sie in Zukunft weiterhin für das Gute einstehen wird und im Feywild ihr endgültiges Zuhause gefunden hat, bleibt abzuwarten.

2027 erscheint jedoch erstmal ein Abenteuer, das sich auf ihre Zeit in Greyhawk fokussiert, besser gesagt, auf die ihrer Tochter Drelnza: D&D: Im neuen Abenteuer bekämpft ihr Drelnza, eine mächtige Vampirfürstin und Tochter einer legendären Magierin

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