Die Entwickler von World of Warcraft haben ihr Versprechen erneut gebrochen. Ganz langsam verliert auch die Community die Geduld.
Wenn man den Release von Patch 12.1 Fluch von Ula’tek in World of Warcraft zusammenfassen müsste, dann würden wohl Begriffe wie „Ups“ oder „Au weia“ fallen. Denn während die Quests und die Kampagne viel Lob bekommen, sieht es für andere Features ziemlich verheerend aus. Viele Spielinhalte funktionieren schlicht nicht korrekt und die Geduld der Community ist langsam am Ende.
Gebrochene Versprechen und eine klare Forderung
Was ist das Problem? Dass ein Patch beim Release kleinere Fehler hat, daran ist die Community von WoW inzwischen gewöhnt und hat sich abgefunden. Doch wenn diese Fehler vor allem die Kern-Features betreffen und diese sogar bis zur Unspielbarkeit beeinträchtigen, sieht das gleich anders aus. Denn dann entsteht der Eindruck, dass der Patch schlicht noch ein oder zwei Wochen mehr Zeit gebraucht hätte.
Das kommt vor allem sehr schlecht an, weil das WoW-Team, vor einer Weile sich erst für den Zustand von Patch 12.0.5 entschuldige und beteuerte, dass man aus den Fehlern gelernt habe. Damals hieß es:
Der Launch von Patch 12.0.5 entsprach nicht unseren Standards und wir wissen, dass das eure Zeit unterbrochen hat und begründete Frustration ausgelöst hat. (…)
Das Team hat aus diesem Launch gelernt und Maßnahmen ergriffen, die sicherstellen sollen, dass das nicht noch einmal geschieht. Wir arbeiten außerdem hart daran, künftig offener und früher zu kommunizieren, wenn ein Launch nicht wie geplant funktioniert: Die bekannten Fehler, an denen wir arbeiten, die Fixes, wenn sie live gehen und andere nützliche Informationen.
Uns liegt das Spiel sehr am Herzen und wir spielen es an eurer Seite. Wir werden es besser machen.
Das Statement hatte die Community damals beruhigt und man wollte abwarten, wie es in Zukunft aussehen würde. Jetzt wissen wir: So richtig hat das nicht geklappt.
So diskutiert die Community: In den offiziellen WoW-Foren aber auch im Subreddit des Spiels hagelt es derweil Kritik. In einem Reddit-Beitrag von Praetor192 heißt es etwa:
12.1 hat massenweise Dinge im Spiel kaputt gemacht. Ganze Städte sind kaputt oder haben keine NPCs mehr. In einigen Dungeons und anderen Instanzen kann man keinen Fortschritt mehr machen. Ganze Events sind nicht abschließbar. NPCs, die man für den Questabschluss braucht, fehlen komplett. Manche Leute können nicht einmal einloggen. (…)
Die Qualitätssicherung dieses Patches ist absolut miserabel, Probleme und Fehler sind überall. Das wirkt wie ungetesteter Slop, der mit Vibecoding erschaffen wurde. Sie haben uns versprochen, dass sie es besser machen wollen und sie haben uns wieder enttäuscht.
Eine Meinung, die viele teilen.
- „Es war eine Lüge. Selbst wenn sie es nicht als Lüge beabsichtigt hatten, hätte ihnen klar sein müssen, dass sie ohne das Hinauszögern der Patches die Qualität nicht verbessern können.“ – Xenavire
- „Dieses erzwungene ‘Alle 8 Wochen muss ein Patch raus, selbst wenn er nicht fertig ist’ war ein schrecklicher Fehler und sie sollten wieder dazu übergehen, Dinge zu veröffentlichen, wenn sie wirklich fertig sind.“ – DaSandman78
- „Es ist super-frustrierend. Aber ich habe gelernt, einen Patch einfach für 3-5 Werktage nach Release nicht zu spielen, anstatt mich darüber aufzuregen.“ – memedudebro
Die Forderung der Fans scheint eindeutig zu sein: Blizzard soll den Patch-Zyklus verlängern, wenn das sicherstellt, dass die Updates dann mit weniger Fehlern live gehen. Wie seht ihr das? Würdet ihr auch lieber länger auf einen Patch warten, wenn dann alles rund läuft?
Zwar gibt es auch eine ganze Menge Spielerinnen und Spieler, die bisher von den Bugs verschont geblieben sind, aber das stellt nicht deren Existenz in Abrede. Die Erfahrung mit Patch 12.1 fällt gänzlich unterschiedlich aus – und auch das ist nicht gerade ein Qualitätsmerkmal.
Cortyn meint: Ich kann die Frustration der Community verstehen und auch das Gefühl, dass die Beteuerungen der Entwickler einfach nur heiße Luft waren.
Ich weiß auch, dass viele sagen, dass sie gar keine Bugs beim Release hatten – und das ist schön für diese Leute, ändert aber nichts an den negativen Erfahrungen von anderen. Auf „meinem“ Realm waren die ersten 3 Tage sämtliche Events in Atal’Utek verbuggt. Bosse sind sofort nach dem Erscheinen wieder verschwunden und die Tempel-Angriffe hingen nach einigen Stunden permanent bei 00:00 verbleibender Zeit, sodass es niemals weiterging.
Es war ziemlich frustrierend, alle 10 Minuten im Chat jemanden zu sehen, der fragt: „Ist das hier komplett verbuggt oder bin ich nur zu doof?“ Das musste man dann schon mit einem ehrlichen „Nein, das Problem ist Blizzard“ beantworten.
In diesem Sinne: Blizzard, bitte. Ihr braucht den Rhyhtmus von 8 Wochen nicht auf Krampf und Biegen aufrecht erhalten. Zumindest nicht, wenn ihr nicht sehr bald unter Beweis stellt, dass ihr das auch wirklich könnt. Und aktuell sieht es nicht so aus, als wäre das der Fall, denn der Patch war schlicht unspielbar zum Start.
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Kommentare
Irgendwie kommt dieses thema immer wieder auf und dann sagt blizzard das selbe und die spieler hoffen aber ändern tut sich 0! Wäre es da nicht leichter und effizienter einfach den artikel vom letzen mal einfach als fortlaufenden artikel zugestallten mit immer wieder UPDATE?
Wie seht ihr das? Würdet ihr auch lieber länger auf einen Patch warten, wenn dann alles rund läuft?
Ich mache es genau so wie viele andere Spieler. Nach Patch Release nochmal 14 Tage Fehlerbehebung draufpacken und dann erst spielen. Früher sagte man “never play on patchday”. Das trifft heute vollkommen zu.
Aus der Zeit komme ich auch noch “Never Play on Patch Day.” Aber was macht man mit der Pre Season die Läuft genau 1 Woche danach geht es in die Season wenn man 14 Tage wartet ist man abgehängt. Das Warten das die Kinderkrankheiten aus dem Patch verschwinden hatte vor m+ wenig bis garkein Impact aber inzwischen kann man es sich kaum noch leisten.
Ein Pferd springt nur so hoch wie es muss. Sprich, lassen sich WoW Spieler das gefallen dann wird sich auch nichts ändern.
Achja… Blizzard und die Hoffnung auf Besserung. Eine niemals endende Geschichte. Inzwischen muss ich ehrlich sagen, obwohl ich ja auch zu den geschädigten gehöre, dass solche Artikel mich doch eher belustigen. Denn während ich selber noch immer WoW mit ein paar Freunden in M+ spiele, bin ich schon seit SL keiner von diesen “Die Hard” Fans mehr. Es ist jedoch verblüffend wie viele Menschen es trotzdem noch verteidigen, trotz der gravierenden Mängel die es seit Jahren gibt.
Es kommt halt drauf an, was man “verteidigt”.
Der reine Content an sich in dem Patch ist gut. Die Kampagne war toll und einige der Nebenquests sind welche, die mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Aber dass Kern-Features fehlerhaft zum Launch sind, ist halt einfach schlecht.
Man kann sowohl Dinge verteidigen die gut sind und gleichzeitig Sachen kritisieren, die schlecht sind. Man muss sich nicht für eine Seite entscheiden. 🙂
Ich denke hier macht es die Menge und der persönliche Fokus aus.
Mir ist zum Beispiel nicht eine Nebenquest richtig in Erinnerung geblieben und das aktuelle Resultat der Hauptquest habe ich so schon vor ein paar Wochen vorausgesehen. War leider sehr durchschaubar das ganze.
Da machen es SWToR oder Teso mit der Story besser, dafür fehlt es den Spielen an regelmäßigem Contentnachschub. Aber was bringt der Content, wenn er dann so fehlerhaft ist? 😅
Ich gönne ja jedem seinen spaß, letzten Endes muss jeder selber wissen ob es das einem Wert ist.