House of the Dragon weicht öfters von der Buchvorlage ab. Jetzt aber haben sie das Schicksal eines Drachen so stark verändert, dass das eigentliche Ende der Geschichte nicht mehr möglich ist.
Schon in Staffel 2 von House of the Dragon mussten die ersten Drachen das Zeitliche segnen. In der Schlacht von Krähenruh stellten sich Rhaenys und Meleys Aemond und Vhagar entgegen. Aber noch ein dritter Drache mischte im Kampfgeschehen mit:
Sunfyre und sein Reiter Aegon II., der Usurpator von einem König. Ausgerechnet Aemond und Vhagar nehmen es mit ihm auf, dabei sollten sie auf der gleichen Seite sein. Aegon wird entstellt und Sunfyre sterbend zurückgelassen.
Jetzt in Staffel drei wurde Sunfyre schon mehrfach angesprochen. Wenn man den Beobachtern wie Daemon Glauben schenken soll, ist der eigentlich noch junge Drache tot. Aber das würde das komplette Ende von House of the Dragon auf den Kopf drehen.
Wenn Sunfyre tot ist, ändert es das Ende von House of the Dragon gewaltig
Tatsächlich ist es Sunfyre, der am Ende des Krieges zwischen Aegon II und Rhaenyra eben jene auffrisst und zu ihrem frühzeitigen Ende führt. Rhaenyra flüchtet sich nämlich nach dem Sturm auf die Drachengrube und den Verlust ihres eigenen Feuerspeiers Syrax zurück nach Drachenstein.
Dort haben sich aber der nach wie vor schwer entstellte Aegon II. zusammen mit dem ebenfalls verletzten Sunfyre versteckt. Bruder und Schwester haben noch eine letzte Konversation, die schon fast zivilisiert ist. Dann befiehlt Aegon Sunfyre, Rhaenyra zu töten. Der Drache zögert zuerst noch, tut dann aber, wie geheißen. Und das vor den Augen von Rhaenyras sehr jungem Sohn Aegon. Der Junge ist daraufhin Zeit seines Lebens traumatisiert.
So verliert Rhaenyra scheinbar den Krieg um den unbequemsten Stuhl der Welt. Aegon II. kehrt zurück nach Königsmund und wird nur wenig später von seinen eigenen Beratern vergiftet. Was folgt, ist der große Auftritt von Cregan Stark, der wie mit Jacaerys Velaryon ursprünglich in Staffel 2 vereinbart mit seiner Armee nach Süden zieht.
Cregan sorgt mit rabiaten Methoden für Recht und Ordnung in Königsmund und verhilft Rhaenyras Sohn Aegon auf den Thron als Aegon III., der direkt mit Jaehaera Targaryen verheiratet wird – der Tochter von Aegon II. und Helaena Targaryen. Damit sind die verfeindeten Blutlinien wieder vereint.
Weil aber Aegon III. gesehen hat, wie ein Drache seine Mutter verschlingt, hat er Angst vor dem Symbol seines Hauses. In den Büchern hat Rhaena, die Tochter von Daemon Targaryen und Laena Velaryon, am Ende des Krieges einen frisch geschlüpften Drachen namens Morgen. Diesen will Aegon auf keinen Fall in seiner Umgebung haben.
Während der Herrschaft von Aegon III. schlüpfen immer seltener Drachen aus ihren Eiern. Nach einer missglückten Brut, durch die auch ein Baby zu Schaden kommt, beendet der König die Tradition der Eier in den Wiegen.
Im Jahr 153 nach der Eroberung stirbt schlussendlich der letzte Drache noch während der Herrschaft von Aegon III. Zumindest ist er der letzte Drache, bis Daenerys mit Drogon, Viserion und Rhaegal viele jahre später nach Westeros zurückkehrt.
Dieses Ende ist so nicht mehr in Gänze möglich, wenn Sunfyre schon in Krähenruh verstorben ist. Das eröffnet natürlich andere Möglichkeiten für das Finale, die der schwarzen Königin ein sanfteres Ende geben könnten. Aber ist Sunfyre wirklich tot?
Daeron ist ein Imposter und Sunfyre ist nicht tot
Tatsächlich glaube ich nicht, dass Sunfyre wirklich tot ist. Das hat zwei Storytelling-Gründe. Nummer eins ist, dass in Staffel drei jetzt schon mehrfach betont worden ist, wie tot der Drache wirklich ist. In drei von bislang vier Folgen wird gesagt, Sunfyre würde verrotten.
In Folge vier haben es Aegon II. und sein treuer
Berater Larys Strong aber endlich nach Krähenruh geschafft und wir sehen den leblosen Körper von Sunfyre. Allerdings werden auch die Überreste von Meleys gezeigt. Letztere scheinen im Verrottungsprozess bereits viel weiter fortgeschritten zu sein als Sunfyre.
Aegon II. selbst sagt, dass sein Drache noch lebt. Wer sollte es besser wissen, als der mit dem Biest verbundene Reiter?
Die mehrfache Betonung der Serie darauf, dass Sunfyre aber eben tot ist, sagt uns eine Sache: Die Serienmacher wollen, dass wir denken, dass der Feuerspucker nicht mehr lebt und das Ende plötzlich offen ist.
Dazu kommt die Verwirrungstaktik mit Alicents jüngstem Sohn Daeron Targaryen. Der Schauspieler ist bereits seit Längerem bekannt gewesen und trat direkt in Episode eins in einer Rolle als braunhaariger Page von Ormund Hohenturm auf. In Folge drei hingegen überreichte Ormund Daemon einen platinblonden Jungen, der sich als Imposter herausstellte.
Weil uns Zuschauern immer wieder gesagt wird, Sunfyre sei tot, in Kombination mit dem Bäumchen-Wechsel-dich-Spiel mit Daeron, glaube ich, dass die Serienmacher uns einfach alle foppen wollen. Vermutlich hoffen sie, genug Fans überzeugen zu können, dass House of the Dragon anders endet, als in der Vorlage. Was dann zu einem großen Oha
aus der Community führen könnte, wenn Sunfyre sich als quicklebendig und auf Königinnen hungrig herausstellt.
Ich gehöre tatsächlich zur Fraktion der Leute, die natürlich auf ein anderes Ende hoffen. Rhaenyra wollte doch als Teenager mit Alicent um die Welt fliegen und nur noch Kuchen essen. Ich würde es ihr vergönnen. Ich glaube nur nicht an ein Happy End für egal wen in dieser Serie.
Aber wie seht ihr das: Glaubt ihr, Sunfyre ist wirklich tot und ich unterstelle den Serienmachern hier zu viel Kalkül? Oder seid ihr auf meiner Seite und auch der festen Überzeugung, dass alles kommen wird, wie geschrieben? Lasst mir eure Meinung doch gerne in den Kommentaren da. Und wenn ihr wissen wollt, wo auf der Skala der Drachenreiter Aegon und Sunfyre stehen, solltet ihr mal hier reinlesen: Die 10 stärksten Drachenreiter aus dem Universum von House of the Dragon im Power-Ranking
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