House of the Dragon: Weil sich ein Targaryen wie ein Feigling benahm, rettete er seine ganze Familie vor der Auslöschung

House of the Dragon Season 3 Episode 3 Preview Rhaenyra

Kaum ein Haus prägte die Geschichte von Westeros so sehr wie das Haus Targaryen. Die Drachenreiter stammen aber ursprünglich gar nicht aus diesem Kontinent. Sie sind vor einer schrecklichen Katastrophe geflohen, die ein mächtiges Imperium zerstörte.

Wie man bereits in House of the Dragon oder Game of Thrones erfahren kann, stammt das Haus Targaryen eigentlich gar nicht aus Westeros, obwohl sie da jahrhundertelang herrschten und zu den wichtigsten Familien gehörten.

Die Drachenlords stammen eigentlich vom Kontinent Essos und dem Freistaat Valyria. Zur Zeit der Serien ist dieser Staat aber völlig zerstört, obwohl es einst das wohl mächtigste Imperium war. Aber wie konnte das geschehen?

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House of the Dragon zeigt im finalen Trailer zur 3. Staffel den immer weiter eskalierenden Konflikt der Targaryens

Die wohl fortschrittlichste Zivilisation in der Welt von Game of Thrones

Was war das alte Valyria? Valyria liegt auf dem Kontinent Essos und war eine Stadt, die zum Freistaat Valyria gehörte. Die Stadt lag auf einer Halbinsel. Dieses Gebiet war das Zuhause vieler Häuser, etwa Targaryen, Velaryon oder auch Celtigar, und war ziemlich fortschrittlich.

So gab es aus Steinen gebaute Straßen, die den Handel mit anderen Freistaaten in Essos vereinfachten. Dank des Drachenfeuers sollen die Drachenlords von Valyria Steine formen und mit ihnen bauen können. Man kann also davon ausgehen, dass die Zivilisation hochentwickelt war. Immerhin schmiedeten sie auch valyrische Schwerter, mit denen man weiße Wanderer töten kann.

Auch kriegerisch war der Freistaat ziemlich gut ausgestattet. Das lag vor allem an den Drachen und den Drachenlords, die sie reiten konnten. In Valyria existierten nämlich nicht nur die Targaryens als Drachenreiter, es gab auch weitere Lords, die die Kreaturen nutzen konnten. Die hatten es dort auch ziemlich gut, denn es gab eine Vulkankette (Vierzehn Flammen) um die valyrische Halbinsel.

Abseits davon soll sich Valyria auch viel mit magischen Lehren auseinandergesetzt haben. So ist eine Theorie zum Ursprung der Drachen, dass die valyrischen Drachenlords die Wesen mit Blutmagie erschaffen haben. So spekulierte ein Septon, dass sie aus Wyvern erschaffen wurden. Eine andere Ursprungs-Theorie wären einfach die Vulkane.

Wie konnte aber Valyria mit seiner fortschrittlichen Macht, seiner Magie und seinen Drachen untergehen?

Der mysteriöse Untergang

Wie ging Valyria unter? 5000 Jahre lang war Valyria eine hochentwickelte Zivilisation, aber knapp 100 Jahre vor der Eroberung von Westeros durch Aegon den Eroberer geschah eine mysteriöse Katastrophe, die als Untergang Valyrias bekannt ist.

Wie bei einer Apokalypse sollen Explosionen und Erdbeben das Land, seine Städte und die Bewohner zerstört haben. Selbst Drachen sollen dabei getötet worden sein. Dieses Ereignis erschuf das Rauchende Meer. Man kann davon ausgehen, dass es eine Naturkatastrophe war, es gibt aber auch andere Erklärungen.

So haben einige Geistliche die Theorie, dass die Valyrer wegen ihrer Magie als Sünder bestraft wurden. König Viserys benennt, recht kryptisch, die Drachen als Grund des Untergangs: Die Vorstellung, dass wir die Drachen kontrollieren, ist eine Illusion. Sie sind eine Macht, mit der der Mensch niemals hätte spielen sollen. Eine Macht, die Valyria ins Verderben stürzte. Wenn wir unsere eigene Geschichte ignorieren, wird sie uns dasselbe antun.

Ob hier aber konkret die Drachen gemeint sind, ihr Ursprung oder eine metaphorische Erklärung, ist aber unklar.

Wenn Valyria zerstört wurde, wieso gibt es dann noch das Haus Targaryen? Daenys Targaryen war die Tochter des damaligen Lords Aenar. Sie hatte 12 Jahre vor der Katastrophe einen Traum (wie Drachenträumer nach ihr) vom Untergang. Damit überzeugte sie ihren Vater, zu fliehen. Das Haus Targaryen begab sich also mit 5 Drachen nach Drachenstein, eine Tat, die die anderen valyrischen Lords wohl als feige angesehen hätten. Sie überlebten aber, was letztendlich zur Eroberung von Westeros führte, knapp 100 Jahre nach der Katastrophe.

Auch die Häuser Velaryon und Celtigar stammen aus Valyria und überlebten den Untergang.

Die Gegenwart von Valyria

Was passierte mit Valyria nach der Katastrophe? Die Zerstörung des Freistaates sorgte für viel Chaos in Essos, immerhin entstand ein Machtvakuum, da andere Staaten keine Angst mehr vor der valyrischen Macht haben mussten. Nicht alle Valyrer starben direkt beim Untergang, wurden aber zusammen mit ihren Drachen getötet.

Aus dem einst fortschrittlichen Gebiet wurde ein mysteriöser und gefährlicher Ort, bei dem bis heute unklar ist, was man dort findet. Der Drachenlord Aurion versuchte etwa, sich als Imperator von Valyria zu etablieren, wurde aber nach seiner Reise zusammen mit seinen Verbündeten nie wieder gesehen.

54 Jahre nach der Eroberung von Westeros reiste Aeara Targaryen laut der Theorie eines Septons unfreiwillig nach Valyria, als sie versuchte auf Balerion, einem der 5 Drachen, die nach Drachenstein mitgenommen wurden, zu reiten. Der Hypothese des Septons nach flog Balerion mit ihr zu seinem Heimatort. Als sie zurückkamen, war Balerion, der größte bekannte Drache, verletzt und Aeara war von mysteriösen Parasiten befallen, die sie töteten. Der damalige König, Jaehaerys, verbot danach die Reise nach Valyria.

Auch zur Zeit von Game of Thrones versuchte Gerion Lennister, der Bruder von Tywin, nach Valyria zu reisen, um mögliche Schätze und das verschollene valyrische Schwert Lichtbrüller zu finden. Gerion wurde danach nie wieder gesehen. Im vierten Roman von George R. R. Martin, A Fest for Crows, behauptet Euron Graufreud zwar, ein Horn in Valyria gefunden zu haben, das könnte aber auch eine Lüge sein.

In der 5. Staffel der TV-Serie segeln Tyrion und Jorah durch die Ruinen von Valyria und werden dort von Steinmenschen, quasi Zombies, befallen von Grauschuppen, angegriffen.

Bis zum aktuellsten Zeitpunkt bleibt Valyria also ein mysteriöser Ort, der angeblich von Dämonen und anderen Gefahren bevölkert wird. Es ist fraglich, ob man jemals erfahren wird, was dort wirklich lebt.

Wollt ihr mehr zu der Lore von Westeros vor den beiden Serien erfahren? Schreibt es uns gerne in die Kommentare. In House of the Dragon spricht König Viserys viel über Valyria. Obwohl er ein langweiliger König ist, gehört er zu den besten Figuren der Serie: Die langweiligste Figur in House of the Dragon ist auch eine der besten, sagt selbst George R. R. Martin

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