MeinMMO-Redakteur Dariusz hat das „Top Gun“-Event von Battlefield 6 getestet und will, dass ein Modus im Spiel bleibt – dabei ging das ganz schlecht für ihn aus.
Piloten, setzt eure Helme auf, schnallt die Gurte fest und dreht „Danger Zone“ auf, denn in Battlefield 6 startet am 18. August das neue „Top Gun“-Event. Das Update bringt neben dem Rework von Wake Island eine neue Sniper, einen neuen Jet sowie zwei zeitlich limitiert spielbare Modi mit.
Ich habe die beiden neuen Modi sowie das Rework von Wake Island bereits getestet und werde euch hier meine Eindrücke präsentieren.
Ein Modus aus der Hölle, für Dämonen, die sich „Piloten“ nennen
Mit dem zweiten Teil von Season 4 und dem Start des „Top Gun“-Events wird es den zeitlich begrenzten Modus „Fighter Sweep“ geben. Hier treten insgesamt sechs 2er-Teams gegeneinander an. Die einzelnen Duos sitzen dabei in 2-Personen-Jets, in denen einer fliegt und einer Waffen bedienen und sich frei umsehen kann.
Dabei verfolgen die Teams zwei Vorhaben:
- a) Möglichst viele Ziele am Boden zerstören, um Punkte zu sammeln
- b) Möglichst viele feindliche Jets anderer Spieler vom Himmel schießen, um Punkte zu sammeln und sie beim Zerstören von Zielen zu stören
Das Team, das am Ende die meisten Punkte hat oder als erstes 1.000 Punkte erreicht, geht dabei als Sieger hervor. Hier kommt es also auf euren Skill als Pilot an – oder eben auf den Mangel von eben jenem.
In Battlefield bin ich ein wirklich schlechter Pilot, vor allem mit Jets und Flugzeugen. Helikopter gehen gerade noch so, wenn ich aktuell in Übung bin. Ich bin einfach kacke, da brauchen wir auch gar nicht um den heißen Brei herumzureden.
Meine Erfahrung in Fighter Sweep war furchtbar, also wirklich ganz, ganz schlimm. Ich will diesen Modus nie wieder spielen.
Ich habe gehofft, einen fähigen Piloten als zufälligen Mitspieler zu bekommen und ihn tatkräftig als Schütze unterstützen zu können. Mein Pilot war allerdings nur minimal besser als ich.
Wir haben brutal auf die Fresse bekommen.
Kaum waren wir in der Luft, befanden wir uns auch schon wieder im Spawn-Menü. Die anderen Teams schossen uns so schnell vom Himmel, dass wir nicht mal dazu kamen, einen vielversprechenden Anflug auf die Ziele am Boden zu starten. Und meine Unterstützung als Schütze war auch eher weniger erfolgreich, da in erster Linie mit gelenkten Raketen geschossen wurde. Es kam also wirklich auf den Skill des Piloten an.
Während die Gegner bravourös unterhalb des Radars manövrierten und so unsere Anvisierung verhinderten, waren wir froh, wenn wir nicht ohne Fremdeinwirkung an den Klippen der Map zerschellten.
Dennoch muss ich ein überraschendes Fazit ziehen:
Ich will, dass Fighter Sweep für immer im Spiel bleibt!
Piloten haben es in Battlefield 6 echt nicht leicht. Es gibt viel zu viel, das sie mit automatisch gelenkten Raketen beschießt. Egal ob Fahrzeuge oder Gadgets – zu viele Anti-Air-Waffen sind „fire and forget“. Richtige Dogfights zwischen Top-Tier-Piloten werden von uns geiernden Infanteristen am Boden gestört. Und auch wenn ich als Pilot in Battlefield echt schlecht bin, kann ich aus anderen Spielen sagen:
Lange, intensive Dogfights machen verdammt viel Spaß!
Ich befürworte es also ganz stark, dass es einen offiziellen, permanenten Modus in Battlefield 6 gibt, in dem sich Piloten ungestört messen können – so wie wir Infanteristen auch Spielmodi wie Team-Deathmatch, Vorherrschaft oder King of the Hill ohne Fahrzeuge haben.
Ich erwarte nicht, dass ein solcher Modus Unmengen an Spielern anzieht. Aber wenn es das Grundprinzip des Modus beispielsweise in Portal gibt, können hier auch Freundesgruppen – in denen niemand wirklich ein guter Pilot ist – kleine, lustige Duelle ausüben, ohne auf kaputte Custom-Erlebnisse zugreifen zu müssen. In privaten Lobbys ist Fighter Sweep wahrscheinlich sogar ein guter Modus zum Trainieren, da es dedizierte Ziele am Boden gibt, an denen man einen Anflug üben kann.
Wie erfahrene Piloten über Fighter Sweep denken, kann ich natürlich nicht einschätzen. Zu denen gehöre ich einfach nicht. Mein Bauchgefühl sagt mir aber, dass der Modus davon profitieren würde, wenn es weniger Lock-on-Waffen gäbe und die Piloten und Gunner in erster Linie selbst zielen müssten. Es darf also gerne Anpassungen entsprechend der Bedürfnisse und Wünsche der guten Piloten geben.
Die Idee, einen reinen Jet-only-Modus in Battlefield 6 zu haben, finde ich aber grundsätzlich super und ich wünsche mir für unsere Piloten, da es einen solchen Modus permanent geben wird!




Wake Island ist besser als jemals zuvor, weil ein harmloses Schiff gekentert ist
Zum Ende spielten wir noch Eroberung und Eskalation auf der überarbeiteten Version von Wake Island, die mit Part 2 von Season 4 ihren Weg ins Spiel findet. Insgesamt bekommen wir hier eine gelungene Umsetzung der ikonischen Karte.
Erneut haben die Entwickler die Map an verschiedenen Punkten merklich verändert. Es kamen zahlreiche Deckungsmöglichkeiten hinzu, Gebäude und andere Bauwerke sind anders als zuvor und es gibt eine gänzlich neue Flagge mitten im Wasser – ein Schiffswrack eines Containerschiffs.
Dank des neuen Schiffswracks gibt es nun auch neue Möglichkeiten, von der einen Seite der Inselgruppe zur anderen zu gelangen, ohne sie in voller Länge entlangzulaufen oder mit einem Boot die Bucht zu durchqueren: Seilbahnen. Das Schiff hat beim Kentern haufenweise Container ins Wasser stürzen lassen, über die ihr zum Wrack und auf die andere Seite der Insel gelangen könnt. Besonders schnell geht es an Seilbahnen, die hier und dort platziert sind.
Das Schiffswrack hat zur Folge, dass sich Wake Island deutlich anders spiel – oder zumindest spielen kann – als in der Vergangenheit. Aber das ist gut.
Ich habe den Weg über das Wrack und mit den Seilbahnen einige Male genutzt und war als leidenschaftlicher Infanterist froh, nicht auf Fahrzeuge angewiesen zu sein oder lange Fußwege auf mich nehmen zu müssen.
Freut ihr euch auf die neue Umsetzung von Wake Island oder hättet ihr lieber eine andere legendäre Karte zurückkehren sehen? Schreibt es uns in die Kommentare!




Ganz nett, aber…
Abschließend möchte ich noch ein paar Worte über die neue Sniper und den ebenfalls zeitlich limitierten Modus Carrier Assault verlieren. Die Sniper hieß im Test „Interdictor“ und ist quasi eine HTI. Es soll das Scharfschützengewehr mit der größten Reichweite im Spiel sein.
Besonders in dem Spielmodus Carrier Assault auf Tsuru Reef hat das Scharfschützengewehr sehr gut funktioniert, wenn man es auf der nötigen Distanz verwendet hat. Wie die anderen Scharfschützengewehre in Battlefield 6 kann auch das neue Schießeisen einen Gegner nicht aus kurzer Distanz mit einem einzigen Schuss in den Oberkörper niederstrecken. Da ich mich am liebsten auf engem Raum austobe, bin ich schnell wieder zu anderen Waffen gewechselt. Long-Range-Sniper werden damit aber bestimmt Spaß haben.
Kurze Distanz ist auch schon das Stichwort für den Modus Carrier Assault. Hier nehmt ihr Flaggen mit Artilleriegeschützen ein, die dann auf den feindlichen Flugzeugträger schießen. Mit der Zeit fügt das dem Schiff einen Schaden zu und ihr könnt dieses auch von innen angreifen – oder eben euer eigenes verteidigen.
Der Kampf auf dem Flugzeugträger hat mir viel Spaß gemacht. Sobald sich die Gefechte von der Inselgruppe vermehrt ins Innere des Schiffs verlagern, erhält das Match eine andere Dynamik. Das hat mir gefallen, aber mich auch nicht vom sprichwörtlichen Hocker gehauen. Der Modus war nett, eine schöne Abwechslung, aber mehr auch nicht. Wenn er in ein paar Wochen weg ist, werde ich ihn nicht vermissen.
Auch die neuen Inhalte zeigen mir wieder, was ich bereits zum Start von Season 4 sagte: Das Spiel ist jetzt fast da, wo es zum Release im Oktober 2026 hätte sein müssen. Den vollständigen Gedankengang könnt ihr hier nachlesen: Battlefield 6: Endlich ist der Shooter von EA das 70€-Preisschild wert, aber eine Release-Sünde ist auch 9 Monate später nicht behoben
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