In Wardogs kann jeder Spieler viel Geld gebrauchen. Ein YouTuber ist dafür sogar zum quacksalberischen Verkäufer geworden und hat sabotierte Ware verkauft.
Um wen geht es? Der YouTuber Jinxer zeigt auf seinem Kanal verschiedene Shooter wie ARC Raiders und Escape from Tarkov und setzt dabei in der Regel auf PvP-Content. Aktuell spielt er vor allem Wardogs. In seinem neuen Video ist Jinxer zu einem quacksalberischen Marktschreier geworden, um Geld zu verdienen, ohne den Spawn zu verlassen.
Wie hat er Geld im Spawn verdient? Jinxer stellte sich im Hauptquartier des Teams mit einem Fahrzeug direkt neben dem NPC-Händler und platzierte dort Verkaufs-Kisten, die er zuvor mit Super-45, besser bekannt als „Vector“, beladen hatte.
Die Vector ist eine ausgesprochen starke Maschinenpistole und gehört zu den besten Waffen im Spiel. Sie hat eine sehr hohe Feuerrate und einen extrem geringen Rückstoß und kombiniert dadurch eine einfache Handhabung mit hohem Schaden pro Sekunde. Um sie freizuschalten, müsst ihr den Sanitäter auf Level 35 bringen – ihr bekommt sie also recht spät, erst nach einigen Stunden Spielzeit. Viele Spieler haben sie also noch gar nicht freigeschaltet.
Mit fiesen Verkaufsmaschen zum Profit
Was für eine Falle stellte er seinen Kunden? In Wardogs gibt es verschiedene Munitionsarten. Jinxer kündigte bereits zu Beginn des Videos an, seine Waffen sabotieren zu wollen und füllte seine Magazine teilweise mit der sogenannten HG‑Munition. Diese verursacht gegen ungepanzerte Körperteile wie Beine oder Arme erhöhten Schaden und gegen Panzerungen verringerten Schaden.
Welche Munition er in die Magazine füllte, teilte er seinen Kunden aber nicht mit. Wenn diese also nicht selbst nachschauten und damit auf gepanzerte Stellen wie den Oberkörper oder Helme schossen, benötigen sie für einen Kill mehr Treffer.
Die Idee dahinter war simpel: Wer mehr Treffer benötigt, stirbt ggf. öfter und benötigt dann neue Waffen.
Das waren seine sonstigen Verkaufstricks: Die Waffen und Magazine bot er für einen erhöhten Preis an. Die Spieler zahlten bei ihm bis zu 75 % mehr, als wenn sie die Ware beim NPC-Händler erworben hätten. Er erzählte ihnen jedoch im Voice-Chat, er würde die Maschinenpistole günstig verkaufen.
Teilweise bot er sie sogar mit nur 25% Zuschlag an und erhöhte den Preis in der nächsten Fuhre, wenn die Leute bereits Interesse an der Waffe hatten und nicht mehr auf den Preis achteten. Nebenbei betonte er immer wieder, wie stark die Waffe sei.
Außerdem wechselte er im Verlauf des Matches regelmäßig die Teams und verkaufte die Maschinenpistole an alle drei Seiten. Als einer seiner Mitspieler aus Team Rot gerade im Killfeed mit der Vector zu sehen war, nutzte er das etwa in Verkaufsgesprächen mit Team Grün und sagte ihnen, das sei seine Vector, die da gerade die ganzen Kills macht.
Um seine Waffen weiter zu promoten, verließ er zwischenzeitlich aber doch den Spawn und machte selbst eine Reihe von Kills, während er durchgehend im Voice-Chat erzählte, dass er sie mit der Vector getötet hätte und sie deshalb jeder kaufen sollte. In Wardogs stirbt man nicht direkt, sondern kann eine ganze Weile auf Wiederbelebung warten und währenddessen den Voice-Chat der näheren Umgebung hören – auch von den Gegnern.
Als dann das laufende Match auf dem Server endete und das nächste Match startete, profitierte er von den Verkaufstaktiken der vorherigen Runde, denn er hatte sich erste Bestandskunden aufgebaut, die erneut bei ihm einkauften.
War das lukrativ? Nein, nicht wirklich. Zwar bekam er Geld für den Verkauf und für Kills, die mit seiner Ware erzielt wurden, aber er musste zuvor auch ordentlich Geld investieren und die Waffen, Aufsätze und Magazine vorstrecken. Das Auto und die Verkaufs-Kisten dürfen auf der Rechnung ebenfalls nicht vergessen werden.
Insgesamt hat er über 208.000$ in einem einzigen Match als Händler ausgegeben und trotz all der Mühen nur rund 40.000$ Profit gemacht. Es selbst kommt zu dem Fazit, dass es keine sonderlich profitable Methode, aber eine spaßige sei.
Ist das Dasein als trickreicher Verkäufer eine Art Gameplay, an dem ihr auch Spaß haben könntet, oder bleibt ihr lieber bei den normalen Rollen als Infanterist, Medic, Pilot, Baumeister etc.? Schreibt es uns in die Kommentare!
Apropos Verkaufspreise: Der CEO des Entwicklerstudios BULKHEAD ist überzeugt, dass AAA-Games zu teuer für die zu niedrige Qualität sind, die sie liefern. Er glaubt aber auch, dass Spiele insgesamt teurer werden müssen. Mehr dazu auf MeinMMO: Wardogs: Chef-Entwickler kritisiert den Preis von AAA-Games, verkauft seinen eigenen Shooter auf Steam für den Preis eines Zug-Tickets
Deine Meinung ist uns wichtig!
Gefällt dir der Artikel? Hast du irgendwelche Kommentare? Sag uns, was du denkst!
Kommentare