Schöpfer eines Kult-Hits auf Steam hasst ein Spiel so sehr, dass er 1.600 Stunden reingesteckt hat und trotzdem nicht gut ist

Dota Ringmaster Stanley Parable Collage

William Pugh ist einer der Schöpfer von The Stanley Parable. Er selbst hat seine meiste Spielzeit in DotA 2 gesteckt, obwohl er das MOBA nicht einmal leiden kann.

Um wen geht es? William Pugh ist der Co-Designer von The Stanley Parable, einem absoluten Kultspiel, das sich mit Themen wie repetitiven Zeitschleifen, freiem Willen und der Macht des Spielers auseinandersetzt. Gegenüber PC Gamer sprach er über die Games, die er selbst spielt.

Der Titel, in dem Pugh die meisten Stunden hat, ist DotA 2, und seine Begründung könnte kaum passender sein, wenn man The Stanley Parable kennt.

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Der offizielle Trailer zu DotA 2 von Valve auf Steam

„Es ist kein Spiel, das aus Liebe gemacht ist. Es ist ein Spiel, das von Hass angetrieben wird.“

Welche Beziehung hat Pugh zu DotA? Im Gespräch mit PC Gamer bezeichnet sich der Entwickler als „ehemaligen Abhängigen“. Mittlerweile sei er zwar weitestgehend von dem MOBA losgekommen, dennoch ist es mit 1.603 Stunden seine unangefochtene Nummer 1 in Sachen Spielzeit.

Manch einer mag solch eine Zahl lesen und denken: Das muss sein absolutes Lieblingsspiel sein! Doch echte MOBA-Kenner dürften da nur schmunzeln. Und tatsächlich verbindet Pugh mit DotA eher eine Art Hass-Liebe:

Wenn du mich fragst „Hattest du eine gute Zeit mit DotA 2?“ Dann ist die Antwort „nein“. Die Antwort ist „scheiß auf dieses verdammte Spiel.“

Meine Teammates waren am Feeden. Sie haben nicht supported. Wenn ich supported habe, haben meine Carries nicht gecarried. […] Selbst wenn ich jetzt daran denke, muss ich meinen Ventilator einschalten. Ich fange an, ein bisschen zu schwitzen und mich aufzuregen. […]

Es ist kein Spiel, das aus Liebe gemacht ist. Es ist ein Spiel, das von Hass angetrieben wird, und von dem Willen, zu erobern. Es ist wie Schach. Ich habe als Kind Schach gespielt und auch da gibt es Sweater. Aber immerhin spielt man Schach nicht gemeinsam mit Leuten und wenn man einen Fehler macht, gehen sie in den Voicechat und sind so „Jo, das ist genau, wie du Scheiße baust. Hör auf, Scheiße zu bauen und Stunden meiner Zeit zu verschwenden“.

Aber ich war nie wirklich gut darin, was das ganze so verdammt traurig macht. Dass man 1.600 Stunden seines Lebens damit verbringen kann und dann ist man gar nicht wirklich gut darin. Verdammt, was für ein furchtbares Spiel.

Was hat er sonst so zu Spielen zu sagen? Das einzige Spiel, in dem Pugh annähernd so viele Stunden verbracht hat wie in DotA 2, ist wohl Team Fortress 2. Das werde er auch niemals deinstallieren. Er sei eben ein Valve-Fanboy. Einen Teil seiner 1.583 Stunden habe er das Spiel jedoch im Leerlauf gehabt, um Hüte zu farmen, womit der Titel in Sachen Spielzeit wohl disqualifiziert ist.

Derzeit hat es dem Entwickler jedoch der neue Valve-Titel angetan. Deadlock sei wie DotA, aber ohne den ganzen „sinnlosen Mist“ wie Mana, der sich in MOBAs angesammelt habe. Es bleibt abzuwarten, was Pugh in 1.600 Stunden über Deadlock zu sagen hat.

Erkennt ihr euch in den Aussagen des Entwicklers wieder? Von welchem Spiel kommt ihr nicht los, obwohl ihr es nicht leiden könnt?

Wohl kaum jemand dürfte die Begründung von William Pugh so sehr fühlen wie MeinMMO-Redakteur Niko. Über die Jahre hat er mehr Zeit in League of Legends verbracht, als gut für einen Menschen sein kann. Mehr dazu erfahrt ihr hier: Nach 10 Jahren und 6000 Stunden kann ich League of Legends nicht mehr spielen

Quelle(n):
  1. PC Gamer

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