Der neuste Patch von World of Warcraft will eine Sache besonders: Euren Inventarplatz. Denn aus irgendeinem Grund wurden Berufe nerviger.
Wenn in World of Warcraft ein neuer, großer Patch ansteht, begehe ich mein übliches Ritual: Das Inventar all meiner wichtigen Charaktere wird aufgeräumt. Ohne mindestens 100 freie Inventarplätze auf jedem Charakter will ich gar nicht in neuen Content starten. Das hat sich über die Jahre bei mir einfach als guter Wert ergeben, mit dem ich zurecht komme. Damit ist genug Platz für neue Beute, grauen Müll von Feinden und frische Materialien, sodass ich nicht alle 10 Minuten Inventar-Tetris spielen muss.
Kochen war in Midnight bisher ziemlich simpel. Man haut Feinde um, sammelt aus ihnen, je nach Feindes-Typ, entweder Fleisch oder Pflanzenprotein und verkocht diese dann zu nützlichem Essen.
In Patch 12.1 hat man sich aber offenbar gedacht: „Moment mal, das geht doch nerviger!“
Ein unnötiger Schritt, den niemand gewollt hat
Denn seit dem Update Fluch von Ula’tek hinterlassen die Feinde die Koch-Materialien nicht mehr direkt, sondern zu ihrer Spezies passende Gegenstände. Da plündert man Flügel, Zungen oder Lenden, die erst noch einmal über eine neue Fähigkeit zerlegt werden müssen, um dann daraus die Materialien zu erlangen.
Und ja, ich weiß, dass es exakt das gleiche System auch bei „The War Within“ gegeben hat. Auch dort musste man Beute von Feinden erst in ihre Bestandteile zerlegen, um dann an die relevanten Gegenstände für das Kochen zu gelangen.
Doch bei The War Within war dieses System von Anfang an implementiert. Auch da fand ich das schon ausgesprochen nervig und war umso glücklicher darüber, dass es in Midnight nicht mehr Teil des Spiels war. Es war ein unnötiger Schritt.
Dazu kommen noch einmal 12 neue Fisch-Sorten (und diverse Angel-Währungen), die ebenfalls allesamt um Platz im Inventar buhlen.
Im Grunde hat Blizzard auch nur zwei Möglichkeiten, wie sie diese Entscheidung erklären können:
- Entweder müssen sie sich eingestehen, dass das Kochen zum Launch von Midnight einfach noch nicht ganz fertig war und man deswegen erst nachträglich die verschiedenen Gegenstände eingebaut hat, die sich zu Fleisch und Pflanzenprotein verarbeiten lassen.
- Oder aber man wollte absichtlich noch einen weiteren Schritt einfügen, um den Inventarplatz weiter zu belasten und das Kochen noch ein wenig umständlicher zu machen.
So richtig viel dazwischen gibt es nicht.
Die Auswirkungen davon sind gleich auf mehrere Arten nervig, denn sie rauben sowohl Inventarplatz als auch Zeit. Denn nicht nur blockieren die neuen Gegenstände bis zu 11 Slots im Inventar (zusätzlich zu dem, was ein Patch ohnehin mit sich bringt), sondern sie müssen auch erst alle verarbeitet werden.
Anstatt jetzt sofort das Fleisch oder Pflanzenprotein im Inventar zu haben, muss man erst die gesammelten Materialien in die Einzelteile zerlegen, was schlicht mehr Zeit kostet, ohne dass es irgendeinen sinnvollen Nutzen hat. Es ist am Ende des Tages einfach nur „mehr Herumstehen“ und darauf warten, dass der Charakter die unzähligen Flügel, Zungen und Stengel verarbeitet hat.
Dabei will ich gar nicht nur meckern. Es gibt durchaus Orte, an denen ich mehr Beute richtig gut umgesetzt finde – wie etwa bei Dundun, den man neuerdings in den Tiefen finden kann.
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