Mit Dungeons & Dragons: World of Warcraft zieht die Welt Azeroth ins Tabletop und verbindet damit nicht nur zwei beliebte Franchises, sondern auch Spielsysteme. Denn trotz des Pen-and-Paper-Systems soll das MMORPG-Gefühl präsent sein.
Wie bei jedem Crossover werden auch beim neuen Regelbuch „Dungeons & Dragons: World of Warcraft“ am 17. November 2026 zwei Welten miteinander verbunden. Doch in diesem Fall trifft es auch zwei Spielsysteme, die an einigen Stellen unterschiedlicher nicht sein könnten: Tabletop-RPGs und MMORPGs.
Sei es das Loot-System, das Leveln oder auch die Art und Weise, wie Inhalte gespielt werden. Und auch wenn dabei Azeroth ins Tabletop geholt wird – und nicht andersherum – sollte das Gefühl, das Fans von WoW beim Spielen ihres Lieblings-MMORPGs haben, trotzdem auch beim analogen Spielen des Crossovers spürbar sein.
In einem Deep Dive dazu haben uns die Entwickler gezeigt, wie sie das anstellen wollen, und zeigen: Eine wichtige Kernmechanik von WoW braucht es dafür gar nicht.
„D&D-Spieler grinden nicht“
Dreh- und Angelpunkt der Planung bildete vor allem der Aspekt, dass Grinden in D&D einfach keinen Spaß machen würde, es aber im MMORPG von WoW eine essentielle Spielmechanik ist.
Im Tabletop kommt allerdings niemand auf die Idee, einen Gegner immer und immer wieder zu besiegen, um eine bestimmte Art von Loot zu erhalten oder große Mengen Erfahrung zu sammeln, um schnell zu leveln. Denn in Dungeons & Dragons lebt das Spiel vor allem von der Erzählung, bedeutsamen Momenten und dazu passender Charakterentwicklung.
Würde man sich also im Rahmen einer Tabletop-Runde Arthas in der Eiskronenzitadelle stellen, wäre das ein einmaliges Erlebnis, denn in der Geschichte macht es (meistens) wenig Sinn, denselben Kampf mehrfach zu wiederholen. Stattdessen müssten die Kämpfe bedeutsamer, aber auch einmalig lohnender sein sowie einen spannenden Rahmen bieten, der zum Erkunden und Experimentieren einlädt, statt lediglich als Kampf zu dienen.
Die Entwickler haben also Wege gesucht, wie sie das „MMORPG-Gefühl“, das beim Spielen von WoW entsteht, trotzdem ins analoge Tabletop transportiert bekommen. Dafür haben sie folgende Werkzeuge zur Hand genommen:
- Dungeons
- Bekannte Vorlagen aus dem MMORPG genommen und für D&D angepasst
- Weniger lineare Karten mit potenziellem Raum, Kämpfe zu vermeiden oder Situationen anders zu lösen, statt nur Mobs und Bosse zu besiegen
- Dadurch mehr Möglichkeiten, kreativ zu sein, aber sich trotzdem in bekannten Umgebungen aus dem Spiel zu bewegen
- Bekannte Vorlagen aus dem MMORPG genommen und für D&D angepasst

- Bosse und Gegner
- Behalten ihr ikonisches Aussehen sowie bekannte Angriffsmuster
- Bekannte Mechaniken wurden an das System von D&D angepasst, um trotzdem das Gefühl zu vermitteln, man würde genau diesen Gegner gerade in WoW bekämpfen
- Settings und Hintergrundgeschichten der Bosse wurden übernommen
- Behalten ihr ikonisches Aussehen sowie bekannte Angriffsmuster
- Wenig Loot, dafür aber bedeutsam
- Loot und magische Gegenstände wurden an den fehlenden Grind angepasst und auf die bedeutsamsten und ikonischsten Stücke runtergebrochen
- Spieler können beliebte Waffen und magische Artefakte erspielen, ohne auf Glück hoffen zu müssen
- Karte Azeroths
- Die Welt von WoW ist komplett erkundbar
- Wie im MMORPG ist sie in verschiedene Levelphasen unterteilt, in denen Spieler sie bereisen sollten
- Ikonische Bösewichte stellen sich euch entgegen
- Für sämtliche Bösewichte gibt es passende Anleitungen, wie ihr sie in eure Geschichten einbinden könnt
- Inklusive ihrer Verbindung zur Welt, ihren Motiven und ihren Fähigkeiten

- Neue Mechaniken für beispielsweise Drachen und Brennende Legion
- Drachen funktionieren in WoW etwas anders als in D&D, wodurch sie für die Schwärme aus WoW angepasst werden mussten
- Ihr bekommt also ganz spezielle Drachen für das Crossover spendiert, die sich mehr wie die in WoW anfühlen
- Die Brennende Legion greift auf eine ganz andere Art Magie zu, für die es in D&D kein richtiges Äquivalent gibt
- Magie wurde angepasst und mehr durch ihre Zusatzeffekte als durch ein anderes System von klassischen Varianten in D&D abgehoben
- Drachen funktionieren in WoW etwas anders als in D&D, wodurch sie für die Schwärme aus WoW angepasst werden mussten
- Ruf spielt auch hier eine Rolle
- Ihr könnt auch in der D&D-Variante bei den verschiedenen Fraktionen Ruf erlangen und damit neue Wege ermöglichen
- Handwerker und Sammler aus WoW
- Alle Berufe sind auch im Crossover spielbar
- Wurden an das D&D-Crafting-Regelwerk angepasst
Darüber hinaus soll es auch Pets und Mounts aus WoW geben, die ihr euch aneignen könnt. Dadurch erhält WoW auch im Spielsystem Einzug, ohne sich selbst zu verlieren oder lediglich die Lore und die Welt Azeroth als Setting mitzubringen.
Typische Mechaniken und Gameplayelemente aus dem MMORPG wurden möglichst balanciert angepasst, damit sowohl Tabletop-Fans als auch WoW-Veteranen ein Gefühl des Nachhausekommens haben.
Wie findet ihr die Ansätze, auch das Spielgefühl von WoW ins Tabletop zu bringen? Worauf freut ihr euch bei dem Crossover am meisten? Schreibt es uns gern in die Kommentare!
Diese Dinge sind jedoch nicht die einzigen, auf die ihr euch beim neuen Regelbuch freuen könnt. Denn neben beliebten Schauplätzen und Charakteren könnt ihr auch sämtliche Völker und Klassen spielen, die ihr aus dem MMORPG kennt: WoW bekommt wirklich eine eigene D&D-Version und das ist nicht mal die größte Nachricht
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