Die Content-Flut in World of Warcraft wurde jahrelang gewünscht. Jetzt ist sie auf einmal nervig und soll weg.
Wenn man sich die reine Anzahl an Content-Patches und Fülle von Inhalten in World of Warcraft Midnight anschaut, dann leben die WoW-Fans aktuell wohl im Schlaraffenland. Seit mehreren Jahren gibt es nun alle 8 Wochen kleinere Patches, die mit verschiedenen Quests, Systemen und Neuerungen amüsieren. Doch während die großen Patches zum Start einer Saison meist gelobt werden, fallen die kleineren Patches oft etwas dürftig aus oder ernten eine Menge Kritik.
Content-Flut oder Content-Dürre – Beides macht unzufrieden
Was ist das Problem mit den kleinen Patches? Die Inhalte der kleinen Updates von World of Warcraft werden von vielen vor allem als „Lückenfüller-Content“ angesehen. Das ist nachvollziehbar, immerhin sollen sie ja nur eine Saison auflockern und neue Ziele und zusätzliche Inhalte anbieten, ohne aber die laufende Saison zu stark zu stören.
Das führt allerdings dazu, dass Blizzard hier oft nach „leichten Siegen“ zu suchen scheint – Inhalte, die vergleichsweise leicht zu produzieren sind, etwa weil man alte Inhalte recyclen kann, wie etwa die Insel der Sirenen oder auch Naigtal und Val, die leicht erweiterte Welten aus „Legion“ darstellten.
Damit einher gehen oft Events, die in der Fülle ein wenig lieblos wirken, weil man sie schon zu oft gesehen hat, wie etwa die „Invasionen“, die in Gebieten stattfinden. Die gibt es in verschiedensten Arten und Weisen und auch der Patch 12.1.5 bringt mit den Aqirinvasionen eine neue Abwandlung davon.
So diskutiert das die Community: Im Subreddit von WoW gibt es gerade einen Thread, der recht viel Aufmerksamkeit auf sich zieht. In diesem beschreibt der Spieler „zharkos“ sein Problem mit dem aktuellen Patch. Er erklärt, dass ihn die ganzen Neuauflagen von Invasionen stören und auch der Filler-Content in Form von Mini-Gebieten kaum etwas Spannendes bietet. Sein Beitrag benutzt zwar einige Kraftausdrücke, bekommt aber viel Zuspruch.
Er schließt mit den Worten:
Also muss ich fragen, was soll das? Warum wird immer mehr Zeug hinzugefügt, in das ganz offenbar keine Anstrengung geflossen ist und kaum jemand spielt das aktiv und bekommt daraus irgendetwas. Ich hätte lieber wieder Wartezeiten von 12 bis 16 Wochen für „annehmbaren“ Content anstatt noch ein Welt-Event, wo ich eine Leiste füllen muss, die dann wieder alle 2 Monate ein neues Recolor eines Reittieres gibt.
In den Kommentaren wird das kontrovers diskutiert. Manche sind sich sicher, dass diese Inhalte eben vor allem für Spielerinnen und Spieler gemacht sind, die neben WoW keine andere Spiele spielen – und die brauchen eben Inhalte, in denen sie sich austoben und neue Dinge sammeln können, selbst wenn diese nicht so einzigartig sind, wie vieles der großen Patches.
Cortyn meint: Ich kann die Kritik an den kleineren Patches durchaus verstehen, glaube aber, dass es ein notwendiges Übel ist, mit dem man leben muss.
Ich finde die Qualität der X.5er- und X.7er-Patches auch recht schwankend, weiß inzwischen aber: Wenn mir die Inhalte nicht gefallen, dann muss ich sie auch nicht spielen, weil sie eben vor allem „Filler-Content“ bist zur nächsten Saison und dem kommenden, großen Patch sind. Die meisten dieser Inhalte sind ein oder zwei Abende lang recht interessant, danach widme ich mich wieder anderen Dingen zu.
Aber in einer Welt, in der bald WoW Forever ansteht und wir auch eine ganze Menge anderer, toller Releases abseits von World of Warcraft bekommen, ist es vielleicht auch ganz nett, wenn man ab und an ein wenig mehr Zeit für andere Spiele hat, die nicht auf dem Pile of Shame versauern wollen.
Und immerhin sind die kleinen Content-Patches deutlich bessere Geschenke als das, was ein Spieler ganz Sturmwind zu Weihnachten beschert hat …
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