Bei der Inquisition in Warhammer 40.000 gilt: „Unschuld beweist gar nichts“ – Dark Heresy zeigt jetzt, wie wahr diese Aussage ist

Warhammer 40k Dark Heresy Investigation System Titel

In Warhammer 40.000: Dark Heresy schlüpft ihr in die Rolle eines Inquisitors, der verzwickte Kriminalfälle lösen muss. Entwickler Owlcat hat einen neuen Trailer veröffentlicht, in dem das besondere Investigations-System im Detail beleuchtet wird.

Mit dem neuen Trailer zeigt Dark Heresy, was das neue Rollenspiel zu Warhammer 40.000 vom Vorgänger Rogue Trader am stärksten abhebt. Im Kern sind beide Spiele cRPGs mit isometrischer Perspektive und rundenbasierten Kämpfen.

Wo ihr aber in Rogue Trader vor allem neue Welten erobert und die nahezu grenzenlose Macht eines Freihändlers zur Verfügung habt, spielt ihr in Dark Heresy einen Inquisitor-Akolyth, der Geheimnisse aufdecken, Rätsel lösen und Kriminalfällen auf den Grund gehen muss.

Dazu gibt euch das Spiel ein neues Feature an die Hand, das Investigations-System. Mit diesem sammelt ihr Hinweise in Gesprächen, der Welt oder sogar anhand von Gegenständen und durch Anmerkungen eurer Begleiter, um sie zu verknüpfen und am Ende eure eigene These für einen Fall zu erstellen.

Video starten
Dark Heresy zeigt das Investigations-System, mit dem ihr zu Sherlock Holmes in Warhammer 40.000 werdet

Hinweise, Beweise und Schlussfolgerungen – Wie Sherlock Holmes im 41. Jahrtausend

Ich habe selbst das Investigations-System bereits in der Alpha von Dark Heresy ausprobiert und es hat mich mit am längsten beim Spielen beschäftigt. Hier lässt sich nämlich nicht einfach irgendetwas „cheesen“, ich muss wirklich denken!

Jeder neue Hinweis, den ich finde, kann alte Theorien komplett über den Haufen werfen und ungültig machen, eröffnet neue Wege oder … lässt mich – was meist passiert – völlig ratlos zurück.

Am Ende einer solchen Investigation steht dann nicht unbedingt immer ein pompöses Gerichtsurteil, sondern manchmal auch einfach nur die ernüchternde Erkenntnis, dass kein Mord stattfand, sondern ein Unfall passiert ist. Sollte euch das zu aufwendig sein, könnt ihr aber natürlich auch einfach den ersten Verdächtigen abknallen. Wer soll euch schon aufhalten?

Natürlich ist das alles noch immer mit Bürokratie verbunden, denn das Imperium liebt Bürokratie und hat dafür sogar mehrere Planeten. Habt ihr einen Fall „gelöst“, oder seid der Meinung, ihn gelöst zu haben, müsst ihr das alles noch förmlich einreichen. Protokoll muss eben sein.

„Unschuld beweist gar nichts“ ist der Leitspruch der Inquisition und eure Doktrin in Dark Heresy

Die Inquisition zählt zu den gefährlichsten Organisationen des Imperiums und das aus gutem Grund. Wenn euch ein Inquisitor verdächtigt, gegen das Imperium zu arbeiten, habt ihr vermutlich schneller eine Kugel im Kopf als bei einem unzufriedenen Kommissar.

Ein Konzept von „Unschuld“ kennt die Inquisition nämlich nicht. Jeder ist zu einem gewissen Grad mit Schuld behaftet und zum Teil hat das sogar durchaus seinen Grund: Chaos-Befleckung ist nicht immer ersichtlich oder sogar absichtlich. Ein unfreiwilliger Kultist muss trotzdem beseitigt werden.

In Dark Heresy wird genau das an vielen Stellen klar – oder eben nicht, denn was wirklich wahr ist und was nicht, erfahrt ihr in den meisten Fällen nicht direkt. Ihr müsst euch auf eure Intuition verlassen und hoffen, dass ihr alle Hinweise richtig gedeutet und alle stichfesten Beweise gefunden habt.

Gerade diese Verwirrungen bei den Nachforschungen zeigen jedoch, warum die Inquisition oft schnell zu drastischen Mitteln greift und lieber härter bestraft, als vermeintlich Unschuldige ziehen zu lassen. Ein Fehler kann schließlich schnell zu Millionen oder Milliarden Toten führen … oder Schlimmerem.

Dark Heresy hat noch kein konkretes Release-Datum, wird aber sowohl für PC (Steam, Epic, GOG) als auch für PS5 und Xbox erscheinen.

Was haltet ihr von dem Investigations-System? Freut ihr euch darauf, knifflige Fälle zu lösen, oder werdet ihr einfach zur Knarre greifen und jeden Verdächtigen einfach zum Imperator schicken? Schreibt einen Kommentar!

Jedem Fan von Warhammer 40.000 kann ich Dark Heresy (und auch Rogue Trader) nur wärmstens empfehlen. Mit Owlcat und vor allem dem Chef-Entwickler Anatoly-Shestov habe ich nun schon mehrmals gesprochen und der Mann ist ein wandelndes Lexikon der Welt, was sich in seinen Spielen jedes Mal wieder zeigt: Ich bin Experte für Warhammer 40.000, aber nach einem langen Gespräch fühle ich mich so dumm, dass es an Häresie grenzt

Kommentare

Bitte lies unsere Kommentarregeln, bevor du kommentierst.
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Kommentare
Neueste
Älteste Meisten Abstimmungen
0
Sag uns Deine Meinungx