MeinMMO-Redakteurin Caro kommt gerade frisch aus der Watchparty des ausführlichen Einblicks zu GTA 6 auf Netflix – und sie dankt welcher höheren Macht auch immer, die ihre Wünsche erhört hat, denn: Sie bekam genau das, was sie schon so lange sehen wollte.
Ich reite gerade noch ein wenig das High, das mir GTA 6 mit 26 Minuten gegeben hat. Aber mein direktes Fazit nach dem Anschauen: Die Zeit bis zum 19. November wird sich wirklich schrecklich ziehen. Was uns gezeigt wurde, sieht einfach geil aus.
Besonders gefreut habe ich mich aber vor allem über eine Sache, die ich so dringend von Rockstar gebraucht habe: Protagonisten, die mehr Tiefe haben als Witz. Mit Jason und Lucia als Paar war ich hoffnungsvoll, dass das mit dieser Wahl klappen würde.
Wie schön, dass mir Rockstar auf Netflix genau das gab, was ich wollte.
Die Beziehung zwischen Lucia und Jason ist mehr als reine Story
Jason und Lucia haben mir in dem Einblick einfach verdammt gut gefallen. Man sieht sie bei Aufträgen, kleineren Überfällen, Verfolgungsjagden und Schießereien im Auto, aber auch im Apartment, bei der Auswahl des Outfits und – sie können Händchen halten!
Bereits in den 26 Minuten wird klar, die Romanze in GTA 6 ist nicht nur ein Mittel, um eine Geschichte zu erzählen und künstlich für Drama zu sorgen, sie funktioniert organisch.
Lucia und Jason helfen sich während einer Mission aus, kommunizieren miteinander, halten sich gegenseitig den Rücken frei und organisieren ein Fluchtfahrzeug, wenn die oder der andere das braucht.
Ich finde es super, dass sich die Beziehung ganz organisch durch mehrere Aspekte der Spielerfahrung zieht. Ja, auch narrativ habe ich Bock darauf, doch man ist viel investierter, wenn man die gegenseitige Unterstützung auch im Gameplay spürt.
Doch all das ist nicht selbstverständlich – und das ist auch richtig so
Wie IGN berichtet, entwickelt sich die Romanze zwischen Jason und Lucia weiter, indem man nicht nur seine Pflicht erfüllt und die Hauptmissionen abschließt. Man muss – wie in einer echten Beziehung – auch bereit sein, den extra Schritt zu gehen, um gemeinsam Quality Time zu verbringen. Und das ist auch in GTA 6 so.
Wenn man als Jason und Lucia gemeinsam einkaufen geht oder andere spaßige Pärchen-Dates unternimmt (wie beispielsweise kleine Raubüberfälle durchziehen, wer kennt’s nicht), wird ihre Beziehung dadurch gestärkt.
Wenn man jedoch die Textnachrichten der anderen Person ignoriert oder auf die gemeinsame Freizeit verzichtet, wird sich das negativ auf ihre Partnerschaft auswirken.
Den Schritt für die Immersion finde ich genial und er sorgt dafür, sich mehr mit den Charakteren auseinanderzusetzen. Sie fühlen sich weniger wie spielbare Puppen an, sondern wie Menschen mit Wünschen, Ängsten und Gefühlen, die gesehen oder verletzt werden können. Genau das, was ich mir von Protagonisten eines guten Spiels wünsche!
Wie findet ihr den tieferen Einblick auf Netflix? Habt ihr ihn live mitverfolgt? Oder schaut ihr entspannt rein, wenn er heute Nacht auf YouTube erscheint? Lasst es uns gern in den Kommentaren wissen. All die Infos klingen besonders interessant, wenn man sich daran erinnert, welches weitere Feature in GTA 6 wartet: In GTA waren Stripclubs bisher nur ein Ort für harmlosen Spaß, dank der Protagonisten muss Teil 6 das Feature deutlich verschärfen
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Kommentare
Also wenn ich das so lese, dass man Quality-Time verbringen soll etc., da bekomme ich das kalte Kotzen. Wenn ich Roleplayen will geh ich auf einen Roleplay-Server und spiele nicht GTA im Soloplayer… Oder ich verbringe Quality-Time mit meiner Freundin im echten Leben…
Die Frage ist halt wie wichtig es ist sowas zu machen, wenn es am Ende nur etwas Belangloses negativ beeinflusst ist es wohl noch in Ordnung… Ansonsten halte ich das für großen Unfug.
Allgemein dass so viele Roleplay-Elemente übernommen werden halte ich für Schwachsinn. Wer setzt sich an seine Konsole/seinen Rechner, um in GTA erstmal zu schauen wie man sich gesund ernährt und welchen Fitnessplan man umsetzen müsste damit der Charakter nicht dick wird. Oder dass man allgemein essen und trinken muss. Klar ist das realisitisch, aber es soll doch ein Spiel sein und kein Realismus-Simulator.
Kann verstehen, was du meinst – es wird deutlich, dass Rockstar nun viel mehr auf Details und Konsequenzen eigener Entscheidungen aufbaut. Das kann auf verschiedene Meinungen stoßen, wie man ja bereits bei uns erkennen kann.
Ich finde den Realismus nämlich wirklich spannend! Das Spiel schreibt ja nicht vor, dass man es tun „muss“, nur, dass dementsprechend Charaktere wie der Partner oder die Partnerin reagieren werden.
Ich bin aber generell ein großer Rollenspiel-Fan und mag in Games die Abwechslung zwischen Action und ruhigeren Momenten. Wer nicht so Bock auf die Partnerschaft im Game hat, mit allem, was dazu gehört, wird eben eine platonischere Beziehung führen.
Ist halt Geschmackssache
Was die Beziehungsthematik angeht, wenn man dann nur eine platonische Beziehung führt die aber gameplaytechnisch keine Nachteile nach sich zieht: super!
Was die anderen Roleplay-Elemente angeht… Meine Befürchtung ist ja, dass man zum Beispiel dick wird und dadurch dann Nachteile entstehen, obwohl ich einfach nur GTA spielen will und keinen Fitness-Simulator. Vielleicht wäre auch eine Option WIE realisitsch man es haben möchte klug von Rockstar.
Dann könnten wir beide zufrieden sein 😀
jo absolut! Die Beziehung zwischen Jason und Lucia soll auch platonisch funktionieren können. Ich denke, dass man dann zwar auf eine Romanze verzichten muss, aber trotzdem miteinander stark zusammenarbeiten wird. Vor allem wenn so viel Gameplay darauf ausgelegt ist.
Ich seh auch die Befürchtung mit Nachteilen durch mangelnde Fitness. Da müssen wir erstmal sehen, wie sich das auf das Gameplay auswirken wird. Aber in dem EInblick sieht man schon so viele Aktivitäten, die für einen gesunden Körper sorgen können.
(Ich werde SO viel schwimmen und tauchen, das Wasser sieht selbst durch den Bildschirm einladend aus)
OMG, das hab ich bei GTA IV schon gehasst: Alle naselang, am Besten gerade auf dem Weg zur nächsten Storymission, ruft irgendein Kontakt an und will mich bei einer langweiligen Aktion dabeihaben und Belanglosigkeiten austauschen. Und wehe, man sagt ab…
Immersiv: Vielleicht
Disruptiv: 100%
Ich sehe, was du meinst. Ich würde da knallhart entscheiden, auf wen ich da Bock habe und wen ich … „VERSEHENTLICH“ wegdrücke.
Darauf ein dickes AMEN. Ich dachte ich war der einzige, dem das so dermaßen auf die Klötze ging.