ESO: Wir haben das letzte DLC des Jahres gespielt und es wird großartig

Mit Deadlands geht in The Elder Scrolls Online das Jahr um die Tore von Oblivion und das Kapitel Blackwood zu Ende. Wie gewohnt drehen die Entwickler zum Finale nochmal richtig auf, doch bei Deadlands haben sie sich laut MeinMMO-Redakteur Jürgen Horn selbst übertroffen. Lest hier seinen Anspielbericht mit den Entwicklern!

Was ist überhaupt Deadlands? Deadlands ist das finale DLC im Jahre 2021 und markiert daher das Ende der aktuellen Kampagne „Gates of Oblivion“, die sich um das neue Kapitel Blackwood dreht.

In Deadlands geht es in die namensgebenden Totenländer, die Domäne des gefürchteten Daedra-Fürsten Mehrunes Dagon, dem Herrn der Zerstörung, aber auch des Neuanfangs.

Laut den Entwicklern soll man am Ende einen „epischen Showdown mit dem Fürsten der Zerstörung“ erleben. Was genau am Ende passiert, soll hier aber nicht verraten werden. Aber ich habe dennoch eine gute Stunde mit den Entwicklern in den Deadlands verbracht und viel dabei erlebt.

Wer hat alles gespielt? MeinMMO-Redakteur Jürgen Horn war auf dem Testserver in den Deadlands unterwegs und wurde von den beiden Entwicklern Jeremy Sera (Lead Content Designer) und Tom Murphy (Zone Lead) begleitet. Zusammen mit den beiden Devs erkundete ich die coolsten Gebiete des DLCs und löcherte die beiden mit vielen Fragen.

Deadra in zivil

Wo geht die Reise los? Unsere Reise beginnt in Deadlands erst einmal gar nicht in den Totenländern. Vielmehr beginnen wir in einer kuriosen Stadt namens „Ferngrab“. Und das „Grab“ ist hier wörtlich zu nehmen, denn die Stadt wurde um die Skelette von gigantischen Wesen herum gebaut.

Die sehen tatsächlich ein bisschen aus wie Mehrunes Dagon selbst und die Entwickler lassen offen, von welchen Wesen die kolossalen Knochen wirklich stammen. Von Ferngrab aus soll schließlich der Vorstoß in die Totenländer beginnen, denn die Stadt wandert durch die Reiche des Vergessens und aktuell ist sie synchron mit der Domäne von Dagon.

Was ist an der Stadt so toll? Ferngrab ist einfach großartig inszeniert. Schon am Horizont sieht man auf der Reise zur Stadt die gewaltigen Knochen, die über die Türme der Stadt ragen. Dazu kommt die einzigartige Architektur der dort lebenden Daedra, eine düstere Mischung aus entfernt orientalisch anmutenden Baustilen, gemischt mit gotisch anmutenden Zacken und den charakteristischen Tor- und Fensterbögen.

Über allem spannt sich ein seltsamer Himmel in bizarren Farben, geschmückt von fremdartigen, aber dennoch schönen Sternen. „Oh ja, wir sind nicht mehr in Tamriel!“ merkt ein Entwickler lakonisch an.

Neben der fremdartig-faszinierenden Erscheinung der Stadt erlebe ich hier auch erstmal die gefürchteten Daedra auf ganz andere Art. Denn bisher waren diese gehörnten Wesen meist Feinde und mir gegenüber nicht freundlich eingestellt.

Doch in Ferngrab leben die Bewohner von Oblivion ein reguläres, ziviles Leben. Sie gehen zum Markt, tratschen mit ihren Nachbarn oder erfreuen sich an den Kunststücken von Gauklern.

Es sind solche kleinen, liebevollen Details, die ESO so faszinierend und liebenswert machen und das Deadlands-DLC bietet wieder massig solcher Momente.

Außerdem wäre doch eine wandernde Stadt wie Ferngrab die ideale Heimatbasis, um weitere Vorstöße in die Reiche des Vergessens zu inszenieren. „Das ist in der Tat eine wunderbare Idee“, meint einer meiner Begleiter dazu und ich werde das Gefühl nicht los, dass wir auch in Zukunft mehr von Ferngrab sehen werden.

Die Deadlands in anderer Form

Wie sehen die Deadlands aus? Schließlich verlassen wir die Stadt durch ein grimmiges, rotes Portal und jetzt sind wir endlich in den Totenländern. Und die machen ihrem Namen alle Ehre, denn kaum tauchen wir auf, empfängt uns eine öde Wüste. Aus einem unheilvoll mit roten Wolken verhangenen Himmel schlagen im Sekundentakt Blitze ein und die sind nicht nur fulminante Kulisse!

Vielmehr handelt es sich hier um gefährliche Flächeneffekte, die unseren Helden empfindliche Schäden zufügen, wenn wir nicht schnell aus dem Einschlagsgebiet hüpfen.

„Wir wollten nicht nur die typische Feuer-Landschaft bringen, die du vielleicht noch aus anderen Spielen kennst“, meint einer der Devs. Vielmehr wurde hier die Domäne der Zerstörung in zwei Aspekte aufgeteilt.

Feuer und Lava auf der einen Seite und Naturgewalten wie Stürme auf der anderen. Eine kreative Design-Entscheidung, von der die neue Zone definitiv profitiert. Wer will schon immer durch die gleiche verbrannte Einöde tapern?

Was begegnet uns da? In den Deadlands wimmelt es vor Gefahren. Darunter sind auch komplett neue Wesen, wie frei herumlaufende Weltbosse. Die sollen besonders hart zu bekämpfen sein und stellen eine Art Vollstrecker von Dagons Willen dar. Wenn man sie schlagen will, muss man sie erst finden und dann eine kleine Raid-Gruppe darauf ansetzen, verraten mir die Entwickler.

Was ist besonders beeindruckend? In den Totenländern stehen immer wieder mächtige Festungen, in denen Dagons Schergen finstere Pläne vorantreiben. Im Laufe der Kampagne werden wir also hier viele Kämpfe erleben.

Außerdem erkunden wir eine besonders düstere Ecke der Map. In der „Blutgrube“ hält Mehrunes Dagon seine schlimmsten Feinde gefangen, denn tote Daedra würden irgendwann erneut entstehen, aber in Gefangenschaft stören sie ihn nicht mehr.

Die Grube ist wörtlich zu nehmen, denn wir müssen mehrere Ebenen uns nach unten kämpfen, bevor wir uns am Boden der Grube mit einem garstigen Endboss und fiesen Daedra-Raubkatzen kloppen können.

Am Ende unserer Rundreise besuchen wir noch einen riesigen Weltboss, eine Art Wurm, der in einer Höhle döst und nur ab und zu rauskommt, um Opfergaben von Kultisten anzunehmen. Damit unser Streifzug ein heroisches Ende findet, nähern wir uns dem Viech und sind in einer Sekunde tot. Ein wahrhaft episches Ende!

Riesen Update 32 für Alle!

Was gibt es noch? Das neue DLC ist extrem beeindruckend, doch auch für Spieler, die nur regulär ESO spielen wollen, haben die Entwickler ein kostenloses Update Nummer 32 zusammengepackt, das jedem Spieler zugutekommen wird.

Das Update bringt ein paar mächtige Neuerungen, die wir schon anderweitig vorgestellt haben. Hier nochmal die wichtigsten Inhalte von Update 32:

Neuer Gameplay-Trailer zeigt Details zu The Elder Scrolls Online: Deadlands

Fazit: Ich hätte nicht gedacht, dass man Elsweyr noch toppen kann

Mein bisher liebstes Kapitel in ESO war die Story um Elsweyr und ich hielt es kaum für möglich, dass die Entwickler bei ZeniMax das noch toppen können.

Doch mit den Deadlands ist ihnen das endgültig gelungen, denn obwohl die finalen DLCs bisher immer ein Spektakel waren, haben sich die Devs dieses Mal selbst übertroffen.

Allein der fremdartige Flair und die angespannte Stimmung in den Totenlanden und der Stadt Ferngrab suchen ihresgleichen und man spürt förmlich, wie klein und unwichtig man gegenüber Urgewalten ist, welche Mehrunes Dagon jederzeit entfesseln kann.

Ich jedenfalls freue mich schon riesig auf den Release von Deadlands und das große Finale mit Dagon, das sicherlich nicht das letzte Zusammentreffen mit dem Fürsten der Zerstörung sein wird.

Ich frage mich nur, wie die Entwickler dieses Feuerwerk an Kreativität und Atmosphäre nächstes Jahr noch toppen wollen. Aber nachdem ich gesehen habe, welche tolle Arbeit die Entwickler bisher geleistet haben, habe ich volles Vertrauen darin, das ESO auch in den kommenden Jahren grandios weitergeht.

Jürgen Horn
Redakteur bei MeinMMO

Deadlands, der finale ESO-DLC für 2021, erscheint am 1. November 2021 für PC, Stadia und Mac. Auf der PlayStation und Xbox kommt das DLC erst am 16. November. Laut unserem MeinMMO-Redakteur und MMORPG-Experten Alexander Leitsch gehört ESO zu den guten MMORPGs, von denen es gerade kurioserweise „zu viele“ gibt.

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krieglich

Egal wie man DLC übersetzt, um dem Begriff im Deutschen einen Artikel zu geben, “das” DLC wird dabei niemals der Fall sein.

MiwakoSato

Oh einige Bilder Sehen Korriban aus SWTOR Sehr Ähnlich Perfekt Für meine Nachtklinge zum Plündern und Mein Nekro zum austoben wenn ich da Überhaupt hin Komme xd bin noch in den Alten gebieten😇

80s-Gamer

Am Ende unserer Rundreise besuchen wir noch einen riesigen Weltboss, eine Art Wurm, der in einer Höhle döst und nur ab und zu rauskommt, um Opfergaben von Kultisten anzunehmen.”

The Mandalorian Staffel 2, Folge 1. 😉

Chafaris

Download ist bereits abgeschlossen und mein Dunmer wartet nur darauf die Deadlands unsicher zu machen 🙂

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