Die 5 krassesten Wandlungen in WoW – Charaktere, die sich stark verändert haben

Die 5 krassesten Wandlungen in WoW – Charaktere, die sich stark verändert haben

Sylvanas Windläufer

Natürlich ist auch Sylvanas Windläufer auf der Liste.

Die untote Hochelfe Sylvanas ist zu Beginn von World of Warcraft die Anführerin der Verlassenen und wird zumeist auch „Banshee-Königin“ genannt. Ihr Pakt mit der Horde ist damals eher ein Zweckbündnis, um eine Heimat für die Verlassenen etablieren zu können, das sie als „ihr Volk“ versteht.

Sylvanas hatte damals im Grunde nur zwei Ziele. Das Schützen ihres Volkes und gleichzeitig Rache an Arthas, der sie und viele andere in den Untod verdammt hat.

Dieses zweite Ziel wird am Ende von „Wrath of the Lich King“ erreicht. Ihre Rache ist erfüllt und Arthas, der Lichkönig, ist tot. Doch der Tod des Lichkönigs stürzt Sylvanas auch in eine Sinnkrise. Sie fühlt sich leer (oder noch leerer, als ohnehin schon) und will ihrem eigenen, untoten Dasein ein Ende bereiten. Sie stürzt sich von der Eiskronenzitadelle – wird jedoch von den Val’kyr wiedererweckt, die einen Pakt mit ihr eingehen.

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Vor World of Warcraft war Sylvanas noch eine Hochelfe.

Fortan arbeitet Sylvanas an der Vergrößerung ihres Volkes. Während „Cataclysm“ erobert sie Gilneas und Teile der Pestländer und erweckt neue Verlassene.

In „Legion“ kämpft sie gegen die Dämonen, beginnt aber andere Ziele im Geheimen zu verfolgen und langsam von ihrem Pfad abzuweichen.

Ihre krasse Veränderung kommt, als sie unerwartet und durch eine List des Loa Mueh’zala zum Kriegshäuptling ernannt wird. Sie beginnt einen Krieg gegen die Allianz und marschiert gegen den Teldrassil. Nachdem die Schlacht gewonnen ist, setzt sie den Baum in Brand und tötet den größten Teil der nachtelfischen Population.

Als der Krieg nicht zu ihren Gunsten läuft, verrät Sylvanas letztlich auch die Horde und erklärt, dass ihre Taten nur dazu dienten, mehr Seelen in das Reich des Todes, die Schattenlande zu schicken. Sie kooperiert mit dem geheimnisvollen Kerkermeister, entreißt dem neuen Lichkönig Bolvar die Krone der Herrschaft und öffnet einen Riss in die Schattenlande.

Nachdem Sylvanas, am Ende von Shadowlands, wieder mit dem Rest ihrer Seele vereint wird, ändert sich ihr Charakter erneut drastisch. Sie wird mitfühlend und bereut ihre Taten.

Als Strafe wird sie in den Schlund verbannt, mit dem Auftrag, alle Seelen dort zu finden und zum Seelenrichter zu schicken, sodass jede Seele erneut bewertet werden kann.

Treue Sylvanas-Loyalisten bekommen ein paar Worte von ihr zu hören, wenn sie die Quest zur Traditionsrüstung der Verlassenen spielen. Doch es dürfte noch eine Weile dauern, bis Sylvanas ihre Strafe abgesessen hat und nach Azeroth zurückkehrt – wie auch immer sie dann dort empfangen wird.

Bolvar Fordragon

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Der Paladin Bolvar Fordragon, oder manchmal auch „Hochlord Bolvar“ genannt, war zeitweise der Lordregent von Sturmwind. Als Anduin noch zu jung zum Herrschen war, hatte er die Macht inne und traf Entscheidungen für den jungen König.

Obwohl Bolvar gute Absichten verfolgte, wurde er zum Diener von Onyxia (Lady Katrana Prestor), die ihn mit einem magischen Amulett kontrollierte. Erst durch das Eingreifen der Helden kam er aus diesem Bann frei.

Mit „Wrath of the Lich King“ kehrte König Varian zurück, sodass Bolvar nicht mehr in Sturmwind bleiben musste. Er unterstützte den Angriff auf die Geißel in Nordend und war Teil der legendären Schlacht an der Pforte des Zorns („Wrathgate“):

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Horde und Allianz versuchten in einem gemeinsamen Vorstoß, Arthas zu bezwingen. Als die Schlacht gegen die Geißel tobte, mischten sich jedoch einige abtrünnige Verlassene ein und entfesselten eine neue Seuche auf alle Kämpfer – die Geißel, die Horde und die Allianz gleichermaßen.

Bolvar war dem Tode nahe. Der rote Drachenschwarm reinigte das Gebiet mit Feuer und verbrannte seinen Körper zur Unkenntlichkeit.

Trotzdem überlebte Bolvar und wurde von dem Lichkönig gefangengenommen und gefoltert.

Nach dem Tod von Arthas übernimmt Bolvar die Krone der Herrschaft und wird zum neuen Lichkönig – um die Geißel in Schach zu halten. Denn ohne Lichtkönig würde die Geißel Amok laufen und Azeroth vermutlich untergehen.

Doch die Zeit auf dem Frostthron und der Helm der Herrschaft verändern Bolvar. Er hält nicht nur die Geißel im Zaum, sondern nutzt sie auch.

Während der Erweiterung „Legion“ gibt er direkte Befehle an die Todesritter-Helden und fordert sie sogar dazu auf, sämtliche Eier des roten Drachenschwarms zu vernichten – etwas, das Todesritter-Helden im Spiel immer wieder vorgeworfen bekommen.

Während „Shadowlands“ nimmt Sylvanas ihm jedoch seine Krone ab und beraubt ihm damit einem großen Teil seiner Macht. Er bleibt zwar der Anführer der Todesritter, ist aber nun wieder deutlich „menschlicher“ – was auch daran liegt, dass er seine Tochter aus Kul Tiras noch einmal wiedersieht.

Furorion

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Furorion ist ein vergleichsweise junger Charakter aus World of Warcraft. Er wurde in der Erweiterung „Cataclysm“ eingeführt. Während einer Questreihe im Ödland retten wir ein Ei, aus dem später Furorion schlüpft.

In den ersten Jahren nach seiner Geburt, ist der kleine schwarze Drache vor allem im Untergrund aktiv. Er baut sich eine Geheimorganisation auf und versucht recht früh, die Geschicke von Azeroth im Hintergrund zu lenken.

Richtig in Erscheinung tritt er erst in „Mists of Pandaria“, wo er sich mit dem jungen Prinz Anduin anfreundet. Die beiden verbringen viel Zeit miteinander. Hier kommt Furorion jedoch zu der Erkenntnis, dass Azeroth in wenigen Jahren der absoluten Vernichtung entgegensieht. Die einzige Lösung dafür ist seiner Meinung nach ein vereintes Azeroth – egal ob vereint im Untod, vereint unter der Horde oder irgendeiner anderen Macht.

Auch wenn Furorion lange Zeit als Nebencharakter galt, hat er maßgeblich den Verlauf der Geschichte beeinflusst. Nur durch sein Eingreifen konnte Garrosh in die Vergangenheit reisen und dadurch die Ereignisse von „Warlords of Draenor“ in Gang setzen.

Das wiederum führte am Ende dazu, dass Gul’dan aus dem alternativen Draenor nach Azeroth gelang und dort den großangelegten Angriff der Dämonen in „Legion“ starten konnte.

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Der Angriff der Legion geht letztlich auf Furorions Konto.

Wenn man diese Überlegung zuende führt, dann ist Furorion dafür verantwortlich, dass König Varian Wrynn, der Vater von Anduin, beim Angriff der Dämonen gestorben ist.

In Battle for Azeroth gerät Furorion in Kontakt mit dem Wahnsinn der Alten Götter, die auch schon seinen Vater Todesschwinge manipuliert haben. Er widersteht zwar, sieht sich selbst aber weiterhin zu Großem berufen und beginnt machtgierig zu werden.

Diese Machtgier erreicht in Dragonflight ihren vorläufigen Höhepunkt. Es kommt zur Rivalität mit seinem älteren Bruder Sabellian. Beide wollen der neue schwarze Aspekt werden und versuchen einander auszustechen.

Erst nach den Ereignissen in Aberrus kühlt das Gemüt von Furorion deutlich ab. Er will nicht länger Aspekt werden und gibt diesen Posten bereitwillig ab. Er wirkt ruhiger und beherrschter – und scheint ein ganzes Stück erwachsener geworden zu sein.

Die ganze Story von World of Warcraft bis heute gibt euch noch mehr Infos.


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Meister

Wenn ich ich die ganzen seltsamen Wandlungen in Zusammenhang mit Shadowlands sehe hoffe ich immernoch dass das alles nur ein Fiebertraum von Mankrik war…

Caeln

Schöner Beitrag. Es gibt wirklich viele Charaktere im Warcraft Universum, die krasse Wandlungen durchmachen. Daher würde ich diesen Beitrag eher als Sample werten und nicht als Top 5. Zum Beispiel hätten wir da Gul’dan, der von einem “Krüppel” zum mächtigsten Hexenmeister wird und praktisch die ganze Horde “verdirbt”. Oder der zunächst edle Prinz Arthas, der sein Volk vor einer Plage retten möchte und dafür dazu bereit ist, einige von Ihnen zu opfern um den Rest zu retten. Dieser wiederum tötet seinen Vater und wird zum Lichkönig und absolutem Bösewicht (auch wenn es daran liegt, dass die Krone ihn kontrolliert). Und es gibt noch viele solche Charaktere.

VonGestern

“Vertaut ihr nicht, der Tochter der See…”

Ihre Geschichte ist, für mich, noch immer sehr emotional und bewegend. Ihre Hoffnungen und streben für ein friedliches zusammenleben.. für eine angstfreie Welt.. was sie dafür opferte. Und dann wird sie alleine gelassen. Ihre berechtigte Wut, ihre Enttäuschung, der Verrat an allem was sie aufbaute.. Vertaut ihr nicht, der Tochter der See… denn sie glaubte an Frieden. Warum hat sie alles aufgegeben und vergessen wer sie ist, für den glauben an Frieden, für die Hoffnung auf ein Ende der Gewalt. Und ihr wurde unsagbare große Gewalt angetan, ihr Vertrauen zerrissen, ihre Hoffnung zerstört.
Als sie dabei war, sich und alles um sich herum zu zerstören, erinnerte sie sich und hörte zu. Die Wut ebbte ab, sie erkannte ihren Irrweg, auch wenn dieser berechtigt war. Wahre Stärke, wahre Größe.

(Meine Erinnerungen dazu basiern hauptsächlich auf die WoW Story bis einschließlich BfA und dem dazugehörigen Roman Gezeiten des Krieges)

Ich denke es gibt dort unglaublich tolle Story Stränge mit unglaublich viel verschenktem Potenzial. Eine Serie zu einzelnen Charakteren könnte eine unglaubliches Epos schaffen.

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