In Diablo 4: Lord of Hatred kümmert sich Mama Lilith liebevoll um ihre Kinder – Ist wie trotzdem noch böse?

Diablo 4 Lilith opfert sich und geht ins licht titel

Lilith zählt zu den kontroversesten Figuren in der Geschichte von Diablo. In Lord of Hatred, der neusten Erweiterung von Diablo 4, zeigt sie sich von einer scheinbar selbstlosen Seite. Ist aus der Dämonin plötzlich ein Engel geworden – oder steckt da mehr hinter?

Vermutlich wissen es die meisten von euch bereits, aber Lilith ist die Mutter der Menschheit, sogar ziemlich buchstäblich. Und trotzdem bekämpfen wir sie. Als sie als Antagonistin von Diablo 4 angekündigt worden ist, gab es vielerorts Freudenschreie.

Entsprechend enttäuscht waren viele Fans dann, als Lilith am Ende der Kampagne einfach … weg war. Tot. Oder zumindest schien das so, denn mit Lord of Hatred hatte sie einen erneuten Auftritt, etwas, auf das viele Spieler gehofft haben.

Die gesamte Story der Erweiterung dreht sich um sie und ihren Vater Mephisto, den Herrn des Hasses und sorgt stellenweise für einige Verwirrung. Ich versuche mal, hier ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen.

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Das Eröffnungs-Cinematic zu Diablo 4: Lord of Hatred, in dem Mephisto einen wichtigen Charakter erledigt

Kann eine Mutter wirklich böse sein?

Die Frage haben sich viele Fans schon oft gestellt und immer war die Antwort: „Ja.“

Lilith und Inarius haben zusammen Sanktuario erschaffen als eine Art Rückzugsort, eine Welt, die weder Dämonen noch Engel sehen können und in der ihre Kinder sicher sind vor dem ewigen Konflikt.

Trotzdem hatten sowohl die Dämonin als auch der Engel ihre jeweils eigenen Pläne:

  • Lilith wollte die Menschheit – oder genauer: die Nephalem – für ihre eigenen Ziele nutzen, quasi als Waffe.
  • Für Inarius waren die Nephalem irgendwann zu mächtig und aus Furcht vor ihnen wollte er sie sogar vernichten, mindestens aber schwächen. Etwas, wofür Lilith sich bitter rächt.

Dennoch schaffen es sowohl Lilith als auch Inarius immer wieder, Menschen davon zu überzeugen, dass sie nur Gutes für sie wollen, teilweise klappt das sogar bei Spielern, die mehr Wissen haben als Menschen in der Welt. Lord of Hatred hat da nochmal nachgelegt.

Lilith schützt ihre Kinder vor Diablo, bringt das ultimative Opfer

Während der Kampagne stellt sich heraus, dass Lilith nicht wirklich „tot“ ist, ein Teil von ihr lebt noch im Spielercharakter weiter. Diese Verbindung ist schließlich der Grund, warum Mephisto überhaupt Einfluss auf die Welt nehmen kann.

Lilith hilft euch dabei, Mephisto zu bekämpfen und besorgt euch sogar eine Waffe, die aus ihren eigenen Knochen geschmiedet ist, um ihn zu besiegen. In der vermutlich besten Cutscene des gesamten Franchise fordert sie, dass ihr sie tötet – um Mephistos Griff über euch zu lockern.

Im Spiel wirkt das wie das Opfer einer Mutter, die dafür sorgen will, dass ihr Kind weiterleben kann, insbesondere, da sie kurz zuvor fast mütterliche Gefühle für ihren ersten Sohn Rathma gezeigt hat. Das täuscht jedoch gewaltig.

Ein Dämon bleibt ein Dämon – Und nur selten dauerhaft tot

Fakt ist, dass Lilith euch selbst kurz zuvor noch als unwürdig bezeichnet und regelrecht verabscheut, kein Vergleich zu ihren „echten“ Kindern. Selbst, wenn ihre Gefühle für Rathma und die ersten Nephalem echt gewesen sein sollten, gilt das kaum für den Wanderer aus Diablo 4.

Über den Grund für ihr Opfer lässt sich nur spekulieren, aber zwei Gründe liegen dabei nahe:

  • Sie verfolgt andere Pläne, die sie nur erreichen konnte, wenn Mephisto zuvor besiegt worden ist und dazu nimmt sie ihren eigenen Tod in Kauf.
  • Oder ihr Hass auf Mephsito war sogar noch größer als ihr Überlebenswille, schließlich ist sie die Tochter des Hasses.

Sehr wahrscheinlich hat sie jedoch bereits Intrigen gesponnen, die ihre Rückkehr irgendwann ermöglichen, denn in der Welt von Diablo sterben Dämonen so gut wie nie wirklich. Sie werden in den Höllen wiedergeboren oder sind in die Leere verbannt, bis jemand es schafft, sie wieder zu rufen. Genau das ist mit Mephisto und vermutlich auch Lilith nun passiert.

Während es zwar möglich sein könnte, dass Blizzard sich eine Art „Redemption Arc“ ausdenkt, in dem Lilith zum ersten als Dämon geborener Engel wird, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie ihre böse Natur nicht ändern kann, doch größer. Dämonen sind per Definition böse und bleiben das auch. Das, wie auch der Fakt, dass sie wortwörtlich die Mutter der Menschen ist, hindert Spieler jedoch nicht an seltsamen Wünschen: „Hey, ich wollte keine ernsten Antworten“ Spieler fordert nackte Lilith in Diablo 4, sorgt für amüsante Diskussion

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