Dieser Moment war mein schönstes Erlebnis in 5 Jahren Destiny

Vergangenen Montag wurde Destiny fünf Jahre alt. Unser Autor Christopher sieht dies als guten Anlass, um auf seinen besten Moment zurückzublicken und die Zukunft von Destiny 2 zu betrachten.

Über welchen Moment spreche ich? Für erfahrene MMO-Spieler wird das nun vielleicht eine Überraschung sein. Aber mein schönster Moment in den vergangenen 5 Jahren Destiny war ein 10 Stunden langer Raid-Run in Destiny 2, der am Ende scheiterte.

Denn dabei lernte ich eine neue Art von Content kennen, die Destiny 2 noch heute für mich zu einer absolut unvergesslichen Spielerfahrung auf der Konsole macht.

Raids sind seitdem – meiner Meinung – nach das Beste, was das Spiel zu bieten hat.

Wann war der Moment? Dieser Moment dürfte nun ziemlich genau 2 Jahre her sein. Im September 2017 stürzte ich mich zum ersten Mal in einen Destiny-Raid – und zockte direkt über 10 Stunden am Stück durch.

Warum war mein erster Raid so spät? In Destiny 1 war es noch deutlich umständlicher, einen Raid zu spielen, da man sich selbst einen Einsatztrupp zusammenstellen musste. In Destiny 2 kann man die Spielersuche mit den „Guided Games“ dem Spiel überlassen und daher bin ich erst mit Destiny 2 dazu gekommen, meinen ersten Raid auf einer Konsole zu spielen.

Die Erinnerung an vergangene Tage

Weshalb war dieser Moment so besonders für mich? Die Spielersuche hat den Raid-Einstieg für mich enorm vereinfacht und so haben sich schnell Leute gefunden, die mit mir zusammen auf Calus‘ Leviathan fliegen wollten. Wir haben Stunden damit verbracht, all die versteckten Mechaniken zu erforschen und haben das Schiff aufs Gründlichste untersucht.

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Der Beginn des Leviathan-Raids in Destiny 2

Zu den wohl witzigsten Phasen gehört für mich bis heute noch der Circus-Abschnitt auf der Leviathan. Hier war es, wie im Rest des Raids, besonders wichtig, dass man sich untereinander gut abspricht. Begriffe wie Kelch, Sonne und Hund waren zu diesem Zeitpunkt überlebenswichtig. Hat ein Spieler seine Aufgabe nicht richtig erfüllt, so war dies meist auch das Ende für alle anderen.

Dadurch entwickelte sich eine enorme Gruppendynamik und es kam zu den wohl lustigsten Momenten und Gesprächen im gesamten Spiel. Nachdem man Stunden damit verbracht hat, eine Mechanik zu verstehen, war die Freude groß, wenn man es dann endlich geschafft hatte. Doch gerade diese Anstrengung und das Zusammenspiel im Team macht die Raids zu etwas ganz Besonderem.

Ohne ein gescheites Raid-Team kann man selbst noch so gut sein, aber kommt trotzdem nicht weiter. Sicherlich ist dies nichts prinzipiell Neues im MMO-Bereich, doch Destiny machte dadurch den Raid auf Konsolen salonfähig. Etwas, wofür ich Bungie bis heute sehr dankbar bin.

Nachdem wir zahlreiche Stunden im Raid verbracht hatten, schafften wir es am Ende leider nicht, Calus beim ersten Mal zu besiegen. Unser erster Durchlauf ging weit über 10 Stunden und letztendlich sind wir gescheitert. Aus einem weiteren Versuch wurden gefühlt hunderte, doch dem Herrscher der Leviathan hatten wir nichts mehr entgegenzusetzen.

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Calus – der Kabal-Imperator

War ich deshalb enttäuscht? Nein. Eher im Gegenteil. Für mich gilt in den Raids bis heute noch das Motto „Der Weg ist das Ziel“. Die Erlebnisse und lustigen Momente sind für mich viel mehr wert, als einen Raid beim ersten Mal zu schaffen.

Nachdem ich dann die Faszination „Destiny Raid“ kennenlernen durfte, installierte ich eine Woche später Destiny 1 auf meiner Xbox und holte von der Gläsernen Kammer bis zum Zorn der Maschine jeden einzelnen Raid nach und habe es nicht bereut. Ich merkte: Es gibt einen Grund, warum diese Aktivitäten bis heute noch von Hütern gespielt werden.

Ein Spiel voller besonderer Momente

So feierte Bungie das Jubiläum: Auch die Entwickler erinnern sich an den Moment, an dem alles begann. Auf Twitter bedankten sie sich bei den Spielern, die sich vor 5 Jahren auf die Reise in das Universum von Destiny begeben haben.

Destiny 1 feierte damals am 09.09.2014 den Release.

Deshalb war Destiny schon immer etwas Besonderes: Als Spieler der ersten Stunde ist man mit diesem Spiel durch die Hölle und wieder zurückgegangen. Es dauerte nämlich eine Weile, bis Destiny 1 das Spiel wurde, das alle so geliebt haben.

Die Geschichte mit der schwierigen Entwicklung des Spiels sollten wohl die meisten Hüter noch im Kopf haben. Mit Destiny 2 wiederholte sich das ganze Spektakel und man war wieder darauf angewiesen, den Entwicklern zu vertrauen. Dadurch habe ich über die Jahre eine ganz besondere Verbindung zum Spiel aufgebaut, denn ich wusste, das Vertrauen würde sich bezahlt machen.

Durch das grundsätzlich sehr gute Gunplay und die tiefgehende Lore der Spielwelt zieht mich Destiny bis heute in seinen Bann.

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Auch Shadowkeep bringt uns wieder einen neuen Raid

Warum ich mich auf Shadowkeep freue: Die kommende Erweiterung hat schon jetzt einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen. Das liegt nicht an der Qualität, denn über diese kann ich logischerweise erst urteilen, wenn Shadowkeep erschienen ist. Doch Shadowkeep bringt viele Erinnerungen an Destiny 1 zurück. Was andere als Recycling-Fest bezeichnen würden, finde ich toll.

Der Mond war schließlich einer meiner Lieblingsorte in Destiny und ich kann es kaum abwarten, die gleichen Orte auf eine neue Art und Weise wiederzuentdecken und sogar die ein oder andere Neuerung zu finden.

Auch mit dem Garten der Erlösung kommt ein Stück Destiny 1 zurück – in Form des Schwarzen Gartens. Der Raid wird sicherlich wieder etwas ganz Besonderes und ich kann es kaum erwarten, mich mit meinen Mitspielern in das nächste Abenteuer zu stürzen.

Was war euer schönster Moment in 5 Jahren Destiny? Erzählt es uns in den Kommentaren!

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