Destiny: Das Festival der Verlorenen – Ein Festival der Mikrotransaktionen?

Beim MMO-Shooter Destiny sind erneute Diskussionen um Mikrotransaktionen entbrannt. Grund dafür ist ein frischer Trailer von Bungie.

Gestern veröffentlichte Bungie einen weiteren Trailer zum Festival der Verlorenen, mit dem sie sich selbst keinen Gefallen taten. Dieses Video hat schon im Titel unverblümt stehen, dass es sich um einen Trailer für die „Schätze der Verlorenen“ handelt, also für jene Items, die zurzeit im Everversum gegen Echtgeld zu erwerben sind. Die Inhalte dieser Schätze der Verlorenen während des Festivals der Verlorenen haben wir bereits vorgestellt.

Zu Beginn des Trailers begrüßt Euch Tess Everis mit den Worten: „Ich habe etwas sehr Cooles für Euch“, gefolgt von dem schriftlichen Hinweis, dass Ihr Euch im Everversum-Store mit festlichen Items eindecken könnt. Im Anschluss werden die Gegenstände präsentiert. Seht selbst:

Bei der Community kommt der Werbe-Trailer für Echtgeld-Einsatz überhaupt nicht gut an. Bereits knapp 5000 User bewerten ihn auf Youtube negativ, nur 1700 positiv. So schlechtbewertete Trailer ist man von Bungie eigenlich nicht gewohnt.

Im reddit-Forum schlägt das Video extrem hohe Wellen. Mehr als acht Posts haben es auf die erste Seite der Top-Themen geschafft, die sich allesamt über die Mikrotransaktionen auslassen und Bungie scharf kritisieren. Ein User hat sich sogar die Mühe gemacht, eine Timeline der Mikrotransaktionen in Destiny zu erstellen, die zeigen soll, wie „aggressiv“ das Everversum inzwischen vorgeht. destiny-festival

„Wir wollen mehr spielen, nicht mehr zahlen!“

Und nun diskutiert man sich die Köpfe heiß, wirft mit Parolen um sich, weshalb das diesjährige Festival furchtbar sei, zeigt mit dem Finger auf Bungie oder auf alle Hüter, die Mikrotransaktionen in Destiny durchführen. Man fordert die gesamte Community auf, die Schätze der Verlorenen zu boykottieren, damit Bungie endlich merke, dass sie damit den falschen Weg einschlagen. Es ist auch zu lesen, dass man Destiny während dieses „Festivals der Mikrotransaktionen“ komplett meiden sollte.

Ein paar User stellen sich aber auch schützend vor Bungie und betonen, dass sie ja auch irgendwie ihren Lebensunterhalt finanzieren müssen. Die Erweiterung „Rise of Iron“ sei schließlich recht günstig gewesen. Und außerdem seien die Gegenstände, die man durch Echtgeld-Einsatz bekommt, rein kosmetischer Art. Niemand werde gezwungen, diese zu kaufen. destiny-festival

Ein Hüter spricht einen Wusch aus, den wohl viele unterschreiben: Derartige zeitbeschränkte Events, die Abwechslung und neue Items ins Destiny-Universum bringen, sind defintiv willkommen. Jedoch sollten diese Gründe liefern, um mehr zu spielen, und nicht, um mehr zu bezahlen. Mikrotransaktionen schön und gut, aber es soll zumindestens möglich sein, an alle neuen Masken des Festivals zu gelangen, indem man Zeit investiert und das Spiel spielt – und nicht mit einem dicken Geldbeutel die Konsole startet und sich alles kauft.

Ein schwieriges Thema. Wie steht Ihr dazu? Wie würdet Ihr das Festival der Verlorenen verbessern?

Autor(in)
Quelle(n): reddit.com
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