Analyse-Unternehmen sagt: Destiny 3 kommt 2020

Nach Bekanntwerden der Trennung von Bungie und Activision rechnet eine große Analyse-Firma damit, dass Destiny 3 im Jahr 2020 erscheint. Zudem gibt das Unternehmen eigene Einschätzungen zur „Scheidung“ und der Performance von Destiny 2 ab.

Was ist passiert? Nachdem Bungie angekündigt hat, die Partnerschaft mit dem Publisher Activision zu beenden, fragen sich die Fans, wie es mit der Destiny-Reihe weitergeht. Wie der Community Manger DeeJ kürzlich auf Twitter mitteilte, werden die bisherigen Pläne für 2019 eingehalten.

Doch was kommt danach? Das Marktforschungs- und Analyse-Unternehmen Cowen & Company liefert den Investoren bereits eine erste Einschätzung.

Das sagt das Unternehmen zur Zukunft von Destiny: Kurz nach Bekanntwerden der Trennung hat Cowen & Company einen Bericht für Investoren verfasst. Darin heißt es unter anderem, dass Bungie einen dritten Teil von Destiny herausbringen wird – und zwar im Jahr 2020 und trotz der Trennung.

ExoConcept destiny

Rasputin in seiner ursprünglichen Gestalt

Wie realistisch ist diese Einschätzung? Diese Einschätzung klingt plausibel und deckt sich mit den Vermutungen und Theorien, die zahlreiche Fans vertreten.

So hat Redditor AnonTheNine behauptet, dass Bungie bereits an Destiny 3 arbeitet und sogar einige mutmaßliche Details verraten. So heißt es dort, dass Destiny 3 mehr auf die Hardcore-Fans zugeschnitten sein soll.

Nach der Trennung könnte Bungie diese Idee ohne Druck von Activision leichter umsetzen und seine eigene Vision des Franchise in einem neuen Spiel verwirklichen.

Der Leaker gilt in der Community als vertrauenswürdig und ist dort hoch angesehen. Auf sein Konto gehen mittlerweile zahlreiche Leaks rund um Destiny 2, die sich bisher allesamt bewahrheitet haben.destiny-2-hüter-concept-2

Was ebenfalls für ein Destiny 3 im Jahr 2020 spricht, ist das bisherige Release-Schema. Destiny 1 wurde im Jahr 2014 veröffentlicht, gefolgt von großen Erweiterungen in den Jahren 2015 und 2016. Destiny 2 kam im Jahr 2017 heraus und erhielt 2018 mit Forsaken ebenfalls eine große Erweiterung.

Was im Herbst 2019 kommt, ist noch nicht bekannt, doch eine zweite große Erweiterung ist wahrscheinlich. In diesem Zusammenhang klingt auch Destiny 3 im Jahre 2020 durchaus logisch und nachvollziehbar.

Das sagt Cowen & Company zur Trennung: Das Analyse-Unternehmen lieferte außerdem einige weitere Einschätzungen im Bezug auf die „Scheidung“ von Bungie und Activision.

Dust palace Destiny

So sollte ursprünglich alle 2 Jahre in neues Destiny-Spiel erscheinen. Dieser Plan konnte nicht eingehalten werden und wurde auf ein neues Spiel alle 3 Jahre geändert. Das könnte zu den immer größer werdenden Differenzen im Bezug auf die Franchise-Ausrichtung beigetragen haben. Doch auch weitere Faktoren kamen hinzu.

Auch wenn Destiny 2 wirtschaftlich erfolgreich gewesen sein mag, was die Verkaufszahlen einzelner Einheiten angeht, so hat Destiny 2 auf lange Sicht nicht die Umsätze gebracht, die Activision sich erhofft hatte. In einem Earnings Call wurde Bungie von Activision dafür sogar abgestraft.

Bungies Versuche, zu Beginn eine breitere Spieler-Basis mit einer Casual-Ausrichtung des Franchise anzusprechen, sind fehlgeschlagen. Forsaken habe zwar gute Kritiken bekommen, doch es war offenbar nicht gut genug, um ausreichend abgesprungene Spieler wieder zurückzubringen.destiny_2_e3_2017_concept_parade

Cowen & Company geht davon aus, dass Activision sich nun von Bungie abwendet, um komplett eigene Franchises wie Call of Duty zu stärken, selbst wenn es auf kurze Sicht zu finanziellen Einbußen führen wird.

Der Verlust von Destiny werde dem Publisher unter dem Strich weh tun. Man erwartet, dass Activision Blizzard seine Gewinn-Erwartungen herunterschrauben wird.

Der Fokus auf eigene Franchises sei am Ende jedoch lohnenswerter, als weiterhin Ressourcen in eine schwächelnde Marke wie Destiny zu pumpen.

Abschließend sagte Cowen & Company, dass diese Trennung das Beste für das Destiny-Franchise sei. Zwei Köche in einer Küche hätten sich negativ auf die Entwicklung ausgeschlagen und seien für einige Tiefpunkte verantwortlich.

Destiny war ein lohnenswerter Versuch von Activision, sich einen weiteren Franchise-Pfeiler aufzubauen, der jedoch nicht so gelaufen ist, wie man sich das ausgemalt hatte. Das würde nochmals unterstreichen wie schwer es ist, einen erfolgreichen Live-Service zu entwickeln und zu betreiben.

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Autor(in)
Quelle(n): GameSpot
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