Destiny 2: „Activision war kein Ober-Boss, der uns alles Tolle verboten hat“

Bei Destiny 2 gibt Bungie einige Einblicke in die Trennung von Activision. Die seien kein herrischer Chef gewesen, der ihnen nie erlaubt hat, was Cooles zu machen. Dennoch wird jetzt einiges anders, mit Bungie als unabhängigem Studio.

Wer spricht? Es spricht der Mann mit dem unbeirrbaren Stil für Kleidung und Fashion höchstselbst: Der Communications Director, David „DeeJ“ Deague, ist im Gespräch mit Eurogamer.

Das ändert sich bei Bungie: Bungie macht gerade eine Menge Sachen bei Destiny 2 anders als in den 5 Jahren vorher:

Es ist eine neue Ära für Destiny 2 angebrochen.

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DeeJ – er ist der Herold von Bungie.

Wäre diese Veränderungen möglich gewesen, wenn Activision weiter am Ruder ist?

Das sagt DeeJ zu Activision:

„Ich weiß es nicht. Aber ich denke, wir müssen mal mit der Vorstellung aufräumen, Activision wäre ein Oberherr gewesen, der uns verboten hat, tolle Dinge zu machen.“

Man habe die Franchise mit Activision gestartet und hätte dann über die Zeit entschieden, verschiedene Ziele zu verfolgen, daher habe man sich getrennt. Aber das war im Guten, sagt DeeJ.

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Bungie wird jetzt alles selbst machen

Wie geht es jetzt ohne Hilfe weiter? Mit Activision verliert Bungie die beiden Hilfs-Studios Vicarious Visions und Highmoon Studios. Wie soll es jetzt mit diesem Verlust weitergehen?

Dazu sagt DeeJ:

„Indem wir alles selbst machen. Wir sind allen Dingen verpflichtet, die wir gerade machen: Shadowkeep, der neuen Season, den drei Seasons danach, den Moments of Triumph und der Sonnenwende der Helden.“

All das mache Bungie jetzt selbst – mehr gebe es nicht zu sagen.

Bungie will neue Spieler

Warum die neue Richtung? DeeJ sagt, die neue Idee bei Destiny 2 mit Free2Play und dass man einsteigen kann, ohne frühere Inhalte zu besitzen, sei was, dass man schon lange wollte.

2018 habe man auf der gamescom gesagt: „Es ist eine tolle Zeit, um einzusteigen. Ihr müsst nur dieses und jenes kaufen, dann habt Ihr das Recht noch das hier zu kaufen.“

Es sei für „Neue Leute“, die aufschließen wollten, schwierig gewesen, wenn Destiny 2 solche Hürden aus Geschäfts-Interesse hatte.

Jetzt öffne man die Tür und sagt: „Komm rein, schau dich um und wenn es dir gefällt, dann ist hier eine Community, die dich auf neue Abenteuer mitnehmen kann.“

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Activision ist der Sündenbock – aber nur zwischen den Zeilen

Das steckt dahinter: Das Interessante ist:

  • Bungie äußert sich nie wirklich negativ zu Activision, macht aber vieles anders und sagt wiederholt, Bungie und Activision „hätten mit der Zeit verschiedene Ziele verfolgt“ – Was diese Ziele genau waren, überlasst man der Phantasie des Spielers
  • Bungie betont, dass jetzt eine „neue Zeit angebrochen“ ist und wie gut das ist, und dass alles anders wird

Es fällt auf, dass viele Änderungen sich konkret auf das Geschäftsmodell beziehen. Activision dient da zwischen den Zeilen schon als Sündenbock, als etwas, das man abgestreift hat – auch bei der Verschiebung des Release-Datums von Shadowkeep fiel es auf.

Dort machte Luke Smith deutlich, dass man die Verschiebung früher (also unter Activision) nicht hätte machen können, jetzt könne man das aber, weil man das Wohl der Spieler über alles setzt.

Es schwingt mit: Das Wohl des Spielers hatte früher (unter Activision) nicht diese Wertigkeit.

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Das war der Moment, als man die „neue Ära von Destiny 2“ im Live-Stream ausrief.

Es wirkt zumindest so, als hätte die Trennung von Activision da schon etwas gelöst – auch wenn man kein böses Wort über den früheren Partner verliert. Man kann sagen:

  • Bungie freut sich nicht, dass Activision weg ist
  • aber Bungie freut sich, dass sie Destiny jetzt alleine machen
Alles zu Destiny 2: Shadowkeep – Release, Vorbestellen und Features
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