Black Ops 4: Darum regen sich gerade viele über COD-Points auf

Die Einführung der Mikrotransaktionen, der COD-Points, in Call of Duty: Black Ops 4 kam zwar nicht unerwartet, doch die Umsetzung treibt nun zahlreiche Fans auf die Barrikaden. Was ist das Problem mit den COD-Points?

Für die meistens war es nur eine Frage der Zeit, nun ist es offiziell: Mikrotransaktionen haben in Form der Call-of-Duty-Points (COD-Points) offiziell Einzug in Black Ops 4 gehalten.

Aktuell ist die Echtgeld-Währung nur auf der PS4 live. Die Xbox One und der PC stoßen eine Woche später am 7. November dazu.

Die Call-of-Duty-Points in Black Ops 4 – Das müsst Ihr wissen

Was sind die COD-Points? Dabei handelt es sich um eine spezielle Ingame-Währung, die ausschließlich mit Echtgeld im Shop des Spiels erworben werden kann.

Das kosten COD-Points: Es werden mehrere Pakete mit COD-Points angeboten. Die Preise liegen dabei zwischen 1,99€ für 200 Punkte und 99,99€ für 13.000 COD-Points.

100 Punkte kosten also etwa 1€ mit Rabatt bei größeren Mengen.

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Je nach Edition von Black Ops 4 gibt es für Spieler eine gewisse Anzahl an Punkten gratis zum Start. Besitzer des Black Ops Pass erhalten außerdem weitere 1.000 COD-Points.

Was kann man mit den Call-of-Duty-Points machen? 

Damit lassen sich bestimmte Inhalte in Call of Duty: Black Ops 4 erwerben.

  • Items für den Zombie-Modus: So kann man sich beispielsweise Nebulium Plasma für den Zombie-Modus kaufen. Diese Zutat wird benötigt, um Buffs in Form von Elixieren herzustellen und lässt sich auch ingame verdienen.
  • Zusätzliche Inhalte für den Schwarzmarkt: Zudem kann man sich mit den COD-Points sogenannte Spezial-Befehle kaufen. Diese umfassen neue Streams für den Schwarzmarkt mit eigenen neuen Cosmetics.

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Das ist der Schwarzmarkt: Der Schwarzmarkt in Black Ops 4 ist ein Ingame-Shop, wo die kosmetische Inhalte durch Spielfortschritt im Multiplayer oder in Blackout freigespielt werden.

Bei den Streams handelt es sich um einzelne kosmetische Content-Pakete, die eine spezifische Thematik haben oder sich um ein bestimmtes Motto drehen. Sie stehen im Rahmen des Schwarzmarktes zeitlich begrenzt zur Verfügung und versorgen Black Ops 4 regelmäßig mit neuen Inhalten.

Fortschritt im Schwarzmarkt: Auf dem Schwarzmarkt können sich die Fans durch Ingame-Fortschritt zahlreiche Stufen hocharbeiten. So bietet beispielsweise allein der Schmuggler-Waren-Stream 200 Tiers, die man nach und nach freischalten kann. Danach kommen immer weitere Stufen dazu – ein Ende gibt es offenbar nicht.

Jede Stufe (im Schmuggler-Waren-Stream) bietet dabei eine rein kosmetische Belohnung.

Von verschiedenen Outfit-Sets, die Ihr übrigens miteinander mischen könnt, über Visiten-Karten bis hin zu Signatur-Waffen und Zufalls-Boxen ist so ziemlich alles dabei, was es an kosmetischen Items gibt.

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Das ist das Problem: Mit den Call-of-Duty-Points ist es nun möglich, sich Fortschritt auf dem Schwarzmarkt zu erkaufen und somit eine Menge Zeit und Grind zu sparen.

Pro Stufe zahlt man dabei 100 COD-Punkte. Es lässt sich zwar auf Wunsch jede Stufe direkt erwerben, doch die vorangehenden fehlenden Tiers müssen allesamt mitgekauft werden.

Seid Ihr also zum Beispiel auf Stufe 20 und wollt die Belohnung von Stufe 200, werdet Ihr für 180 Stufen bezahlen müssen. Ein Sprung von Stufe 1 auf 200 kostet Euch 200€.

Deshalb treiben die Mikrotransaktionen die Fans auf die Barrikaden

Fans sind von der Umsetzung der Mikrotransaktionen enttäuscht: Es ist nicht einmal die Rückkehr der Mikrotransaktionen an sich, die die Fans verärgert. Denn dass diese in irgendeiner Form ins Spiel kommen, war so gut wie allen klar.

Es ist viel mehr die Umsetzung und die Einbindung in den Schwarzmarkt, über die sich zahlreiche Spieler beschweren.cod blops black market cosmetic

Das kritisieren die Fans am meisten: Hauptkritikpunkt sind dabei die zähen Stufenaufstiege auf dem Schwarzmarkt. Der Fortschritt ist nicht an die individuelle Leistung der Spieler sondern an die reine Spielzeit gekoppelt. Der Aufwand dabei ist enorm.

Zwar haben die Entwickler bereits einmal nachgebessert, doch die Zeit, die für einen Stufenaufstieg benötigt wird, ist nach Meinung zahlreicher Fans auch nach der Anpassung immer noch unverhältnismäßig hoch.

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Für die meisten Spieler wird es nicht möglich sein, in Rahmen der zeitbegrenzten Verfügbarkeit des Schmuggler-Waren-Streams Stufe 200 zu erreichen. Denn dafür werden den aktuellen Berechnungen der Fans zufolge immer noch Hunderte von Stunden reine Spielzeit benötigt, sofern man alles ohne zusätzliche Kosten freispielen will. Für Stufe 200 werden aktuell wohl mehr als 250 Stunden benötigt.

Spieler bemängeln, dass man durch den zähen Fortschritt und den Zeitfaktor quasi dazu gedrängt wird, auf Mikrotransaktionen zurückzugreifen. Zwar sind die Inhalte allesamt kosmetischer Natur, den Spielern würden dadurch also keine essentiellen Inhalte entgehen. Doch die Cosmetics verkörpern gleichzeitig auch den größten Anreiz für weiteren Fortschritt und machen einen großen Teil der Charakter-Individualisierung aus.

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Einige der besten Items sind aktuell erst auf den späteren Stufen erhältlich. Fans fürchten nun sogar, dass Treyarch mit diesem neuen aggressiven Monetarisierungs-Modell auch neue Waffen und die besten kosmetischen Inhalte absichtlich hinter den höheren Stufen kommender Streams verstecken könnte, um so die Mikrotransaktionen zu pushen. Außerdem halten viele ein solches Modell in einem Vollpreis-Titel generell für unangebracht.

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Quelle(n): Reddit
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