WoW Classic macht Streamer zur Nr.1 auf Twitch und unglücklich

Der Twitch-Streamer Asmongold war der größte Profiteur vom Hype um WoW Classic im Herbst 2019. Drei Monate in Folge hielt der selbsternannte WoW-Nerd die Spitzenposition auf Twitch. Doch seit mehr als zwei Monaten ist Asmongold weg von Twitch: WoW Classic und der Hype um ihn selbst haben dem Streamer zugesetzt.

So groß war sein Erfolg: Der Twitch-Streamer Asmongold war 2019 auf Platz 5 bei den meistgesehenen Streamern auf Twitch. Asmongold ist seit 2011 auf der Plattform, aber hatte nie auch nur annähernd einen so großen Erfolg wie im letzten Herbst.

Als WoW Classic von August bis Oktober 2019 auf Twitch riesig war, profitierte Asmongold am meisten von diesem Hype. Im August, September und Oktober 2019 war er der meistgesehene Streamer auf der Plattform.

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Der Hype um Asmongold war enorm. Gerade im September 2019.

Im September 2019, zum Höhepunkt des Hypes um WoW Classic, war er doppelt so groß wie der zweitplatzierte Streamer, der deutsche MontanaBlack. Asmongold hatte im Schnitt über 60.000 Zuschauer, die sehen wollten, wie er WoW Classic spielt.

Asmongold ist seit Dezember weg von Twitch

Was ist dann passiert? Schon im November merkte man Asmongold an, dass er keine Lust mehr auf WoW Classic hatte.

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Asmongold hörte Mitte Dezember abrupt auf zu streamen. Die Pause war nicht angekündigt.

Er sagte eigentlich „Morgen bin ich wieder da, wie normal“, daraus wurde ein „Ich hab heute irgendwie keine Lust“, ein „Ich spiel morgen vielleicht wieder das normale WOW oder ein anderes Spiel“ und schließlich ein „Ich mach eine Pause, vielleicht bin ich eine Woche weg.“

Das war am 15. Dezember, mittlerweile ist Asmongold, der größten Twitch-Streamer zu WoW, seit mehr als 2 Monaten nicht mehr auf der Plattform.

Ganz aus der Welt ist Asmongold nicht, er twittert noch, aber auf Twitch ist er nicht mehr zu sehen.

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Mit Dungeon-Runs durch WoW Classic erreichte Asmongold schon in der Beta zigtausende Zuschaer auf Twitch.

Das sagt Asmongold nun: Der macht in einem Video klar, warum er diese Pause eingelegt hat. Er sagt:

  • Geld brauche er nicht mehr. Er schätze das Geld, das er durch Streams bekommt, aber – ehrlich gesagt – brauche er das nicht mehr.
  • Die große Aufmerksamkeit, die er durch das Wachstum erhalten hat, habe dazu geführt, dass er sich verstellen musste.
  • Wenn er das gesagt hat, was ihm durch den Kopf ging, wie es seine Art ist, hätte er Leute vor den Kopf gestoßen und die hätten sich über ihn aufgeregt.
  • So „kontrolliert“ fühlte sich Asmongold unwohl und nicht mehr wie er selbst.
  • Zudem hätte es viel Drama um WoW Classic gegeben, das wäre manchmal wie eine „Reality TV“-Show gewesen.
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Wir sehen Asmongold wohl bald wieder in WoW Retail.

Das war das Problem: Asmongold sagt, auf dieser Erfolgswelle habe er sich ein Stück weit selbst verloren. Er begann Dinge zu machen, um einen bestimmten Effekt zu erzielen, um eine Show abzuliefern. Am Ende fühlte er sich mit seinem eigenen Stream nicht mehr wohl.

Jetzt will er Abstand von WoW Classic gewinnen, wieder Retail WoW spielen und Sachen machen, die ihn „kreativ ausfüllen.“

Esfand glaubt: Twitch-Fans hätten Asmongold vertrieben

So sehen das andere: Ein anderer großer Twitch-Streamer zu WoW, Esfand, macht die Twitch-Fans für die Pause von Asmongold verantwortlich.

Man hätte kaum noch was Positives über Asmongold in der Zeit gelesen. Es könne an einem nagen, wenn soviel Negatives kommt.

Wenn man vor 60.000 Leuten streame und das Gefühl habe: Die hassen mich alle, würde das jeden belasten. Asmongold habe zwar sicher Fans, aber die seien oft nicht so laut wie die Hater.

Das steckt dahinter: Asmongold war zu der Hochzeit in WoW Classic in einige Konflikte verwickelt, unter anderem weil puristische Fans von WoW Classic die Idee, „da sind Streamer in unserem Spiel“, von vornherein ablehnten.

Es hieß dann, Asmongold würde WoW Classic falsch spielen. Denn der ließ sich von seinen Fans Gold schenken – das lehnten einige ab.

Asmongold als größter Streamer geriet in den Fokus. Es gab etwa einen Spieler, der es sich zum Ziel gesetzt hat, Asmongold zu stalken und fertig zu machen. Immer wieder gab es Anfeindungen und negative Diskussionen um den Streamer. Offensichtlich war das zu viel für ihn.

Der Fluch der Nr. 1

Einige Streamer, die zeitweise oder auf längere Zeit die „Nr.1 auf Twitch“ waren, sind mit dieser Position nicht gut klarkommen und haben verschiedene Wege gefunden, damit umzugehen:

Offenbar ist es an der Spitze von Twitch einsam und die Leistung, die man bringen muss, um da hoch zu kommen, fordert ihren Tribut.

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Asmongold mit seiner damaligen Freundin, die ebenfalls streamte.

Asmongold und die Streamerin Pink Sparkles waren eine Weile das Promi-Paar” von Twitch. Über die seltsame Faszination des ungleichen Paars, die sie auf einige WoW-Spieler ausübten, haben wir geschrieben.

Quelle(n): YouTube Asmongold
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Keebla

Er hat in seinen Streams andere Spieler Ingame abgezogen, betrogen und nach Gold gebettelt. Zur Krönung das noch alles Positiv dargestellt als wäre es das normalste in der WoW-Welt. Größter Egoist vorm Herrn.
Ob das nun alles zur seiner angeblichen “Show” zählte oder nicht, es ist kein Verlust so einen Streamer zu verlieren der nur ein schlechtes Beispiel darstellt und deutlich zeigt wie man es nicht machen sollte.
Immer großspurig große Schnauze haben und dann erzählen es würde ihn belasten. In meinen Augen belastet es ihn noch viel zu wenig.
Wie gesagt, kein Verlust.

Bodicore

Wenn das mal kein Borderliner ist fress ich nen Besen. Ich bin zwar kein Psychiater aber ich hatte man ne Phase da zog ich solche Frauen magisch an.

Von daher denke ich nicht das er wirklich was dafür kann.

Wesker

Find ich vollkommen ok. Er ist ehrlich zu sich und sagt: “Es macht mir keinen Spaß mehr, ich habe genug damit verdient, also höre ich auf”. Andere Streamer wie Ninja können den Hals gar nicht voll genug bekommen (so ist zumindest mein Eindruck)…

Alexander Ostmann

Wenn er das gesagt hat, was ihm durch den Kopf ging, wie es seine Art ist, hätte er Leute vor den Kopf gestoßen und die hätten sich über ihn aufgeregt.

Eine absolute Krankheit des heutigen Zeitgeistes!

mzee

Einfach mal dazu stehen was man sagt, kann diese forcierte Veränderung sowieso nicht nachvollziehen. Wie man sieht wird man dadurch früher oder später sowieso unzufrieden.

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