Ark Survival Evolved: Early-Access-Wunder beäugt genau dieses EA-Konzept kritisch

„Early Access sollte das Spiel nicht finanzieren!“ meint der Chef von ARK: Survival Evolved. Ein bisschen ironisch, nicht? Lest selbst, was er damit meint…

Early Access nur in gutem Zustand benutzen

Es klingt in den ersten Augenblicken wie ein deutlich verspäteter Aprilscherz, aber der Mitbegründer von Studio Wildcard, das für ARK: Survival Evolved verantwortlich ist, sieht das Early Access-Model kritisch. Steve Rapczak betont, dass Entwickler dies nicht als Quelle sehen sollten, um ihr Spiel wirklich zu finanzieren.

Aus der Sicht von ARK klingt das besonders befremdlich, denn das Spiel hat in seiner Early Access-Phase 2.500.000 Spieler angelockt, die alle dafür bezahlt haben. Wie kommt Rapczak also auf diesen Gedanken?

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ARK fühlte sich schon zum Start des Early Access relativ rund an.

„[Early Access] ist eine gute Methode, um schnell großen Mengen an Feedback zu erhalten, wenn das Spiel sich schon in einem guten Zustand befindet. Damit kann man das Spiel verbessern, bis man davon überzeugt ist, dass es für den Launch bereit ist. (…) Man wartet nicht bis zum Launch, um Probleme mit dem Design oder dem Balancing festzustellen. Wenn wir auf allen Plattformen veröffentlichen, dann sind wir uns sicher, dass das Spiel zeigen muss, was es wirklich kann.“

Gerade deswegen wäre es wichtig, Early Access nicht als eine Methode der Finanzierung zu sehen, denn dann würde dieses System schnell wieder verschwinden.

ARK Ruin

Neue Inhalte erweitern nur – das Kerngerüst läuft seit Langem stabil.

„Man kann [mit Early Access] durchaus Gewinn erzielen, um die Entwicklung voranzutreiben, aber ich würde niemandem empfehlen, so darüber zu denken, denn das involviert ein neues Risiko. Obwohl im Kleingedruckten immer steht, dass ein EA-Titel vielleicht niemals veröffentlicht wird, ist das nichts, was dieses Model aus Sicht der Kunden verkraften kann. Wenn viele Spiele sich über Early Access finanzieren und dann nicht veröffentlicht werden, dann wird dieses Model rasch abgeschafft.

Mein-MMO meint: Natürlich kommt niemand drum herum ein wenig zu schmunzeln, wenn man diese Worte von den Entwicklern hört, die wohl am stärksten im vergangenen Jahr von Early Access profitiert haben. Rein subjektiv betrachtet stimmt seine Aussage allerdings. Die Kunden werden vorsichtiger und „Early Access“ bekommt langsam den faden Beigeschmack, den einstmals „Free2Play“-Spiele besaßen. Immer häufiger entscheiden sich Freunde und Bekannte dazu, Spiele nicht zu kaufen, bis sie aus dieser Phase heraus sind. Gerade bekannte Titel wie „DayZ“, die es niemals geschafft haben, bleiben als abschreckendes Beispiel in Erinnerung.

DayZ Logo

Trotz hunderttausender Fans im Early Access verendet: DayZ

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Quelle(n): massivelyop.comgamasutra.com
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