Wirbel um bezahltes Anthem-Review auf YouTube – Das sagt EA

Der YouTuber Gggmanlives sorgt bei Anthem aktuell für Aufsehen. Er sagt, er wurde für ein Video-Review für das Spiel Anthem bezahlt. Doch auf Wunsch von EA hätte er das Video offline nehmen müssen, es sei zu negativ gewesen.

Das sagt „GGGmanlives“: Der australische YouTuber hat heute zum zweiten Mal ein „Anthem Review“-Video hochgeladen. Das heißt „My reuploaded Anthem Review (It’s still bad)“ (via YouTube).

Im Video sagt er, er habe sein erstes Video runternehmen müssen, weil es als zu „negativ gesehen wurde“. Zudem stehe er jetzt sicher auf der langen, schwarzen Liste von EA, auf der sich auch andere YouTuber befinden.

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Im Gespräch mit vg247 erklärt der YouTuber, das erste Video sei ein „Sponsored Video“ gewesen, in dem er seine negative Meinung über Anthem zum Ausdruck gebracht habe.

Doch Electronic Arts habe ihn gebeten, das Video herunterzunehmen und die Kennzeichnung des Videos mit „Watermarks“ von Electronic Arts herauszulöschen.

Diese Zeichen machen deutlich, dass Electronic Arts für das Video bezahlt hat und es durch ihr „Game Changers“-Netzwerk promotet wird.

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Laut Gggsmanslives wisse er nicht so recht, was da passiert sei. Er fürchtet aber, nun von Electronic Arts auf eine schwarze Liste gesetzt worden zu sein. Auf direkte Nachfrage antwortete er, dass er von EA für ein Anthem-Review bezahlt wurde.

So wurde das aufgefasst: Der Vorfall zog innerhalb von kurzer Zeit schon weite Kreise. So meldete sich der YouTuber SkillUp zu Wort, der selbst Anthem harsch kritisierte hatte. Seiner Meinung wurde er zu unrecht als jemand angegriffen, der mit einem Anthem-Veriss für Aufsehen und Clicks sorgen will.

In seiner Darstellung und der Berichterstattung von Seiten wie vg247 – macht es den Eindruck, EA hätte da ein bezahltes Video zurückgezogen, weil ihnen das Review inhaltlich nicht gefallen hat.

EA sagt: Es ging nicht um die Kritik, sondern um die Kennzeichnung

Das sagt EA: Rasch meldete sich Lee Williams von EA zu Wort, der ist für das „Game Changer“-Programm zuständig.

Laut ihm wurde niemand auf eine schwarze Liste gesetzt. Das Team in Australien habe lediglich darum gebeten, das Video herunterzunehmen, weil einige Bedingungen über das Kennzeichen von „bezahlten Inhalten“ nicht erfüllt waren.

Das hätte nichts mit dem Inhalt des Videos zu tun gehabt.

Laut EA sei man sehr offen mit dem „Game Changer“-Programm und ermutige Content-Creator ihre ehrliche Meinung zu verkünden.

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Verwirrung um zwei Tags

Update 23.2.: Mittlerweile sind Details bekannt, was da passiert ist (via gamedaily.biz). EA hat zwei Watermarks, um Inhalte von Content-Creators zu kennzeichnen, mit denen sie zusammenarbeiten:

  • das eine ist „Presented by Game Changers“ – wer hier teilnimmt, erhält kein direktes Geld, sondern es werden nur Kosten übernommen, etwa Reisekosten für Events
  • das andere Tag ist „Sponsored by EA“, das heißt, dass auch Geld geflossen ist
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„Game Changers“ – das Community-Partnerschafts-Programm von EA

Der YouTuber Gggmanlives hatte für das erste Video das „Game Changers“-Tag verwendet, das er auch früher schon verwendet hatte, als er über Events von EA berichtete.

Aber weil Geld geflossen ist, war das aus Sicht von EA die falsche Kennzeichnung. Der YouTuber hätte das Watermark „Sponsored by EA“ einbringen müssen. Das ist zumindest die Darstellung von EA.

Gggmanslive sagt, er habe Geld für das Video erhalten, aber unter dem „Game Changers“-Programm. Laut GameDaily.biz ist der YouTuber nicht bereit, seinen Vertrag mit EA oder seine Konversationen mit der Firma zu offenbaren.

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