Anthem bannt großen Streamer erst – Jetzt darf er wieder spielen

Der Streamer xGladd wurde bei Anthem gebannt. Jetzt weiß man auch, warum genau. Die Strafe wurde aber schon reduziert. Der Streamer hadert erst mit der Entscheidung, zeigt sich jetzt aber reuig.

Um diesen Vorfall ging es: Einer der wichtigsten Streamer von Anthem, xGladd, wurde vom Spiel gebannt, weil er die „Ökonomie des Spiels“ ausgenutzt haben soll.

Der Streamer wusste nicht so recht, warum er gebannt wurde. Er hatte gleich mehrere Dinge getan, die für einen Bann in Frage kamen.

So hatte er etwa Truhen in Anthem auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad erfarmt und sich so rasch starkes Gear besorgt. Der Vorfall ging um die Welt.

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XGladd wurde für das Ausnutzen eines Exploits mit der Storm-Ulti gebannt

Wofür wurde er denn nun gebannt? Mittlerweile hat xGladd eine E-Mail bekommen, die ihm erklärt, dass er für das Ausnutzen der Storm-Ultimate gebannt wurde. Das erklärt er in einem neuen YouTube-Video.

Durch einen Glitch war es möglich, die Ultimate des Javelins „Storm“ beliebig zu nutzen – normalerweise ist das stark reglementiert, die Ultimate muss erst aufgebaut werden, bevor man sie zünden kann.

Im Video hatte es xGladd so dargestellt, als hätte er die Ultimate „nur zum Spaß“ genutzt und nur für eine kurze Zeit – auf Zuruf eines Zuschauers im Stream. Dabei habe er „minimalen Loot, wenn überhaupt welchen“ erhalten.

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Der Streamer selbst sagt. Ich hab doch keinem geschadet.

„Die wussten gar nicht, dass ich gebannt wurde“

So reagierte xGladd: In einem ersten Video auf diese Erklärung reagierte xGladd ziemlich patzig. Er erklärte, dass Anthem ein PvE-Spiel sei – in solchen Spielen hält er Banns generell für unsinnig.

Er verstehe zwar, dass er die Nutzerbedingungen verletzt habe, aber dadurch habe er keinen signifikanten Vorteil gehabt. Er verstehe nicht, wie er jemanden damit geschadet haben soll:

  • Wenn überhaupt habe er sich selbst geschadet, weil er ja weniger Content zum Spielen habe.
  • Generell sei es eher hilfreich, wenn er die starken Items hätte, dann könne er ja anderen helfen.
  • Der Storm-Bug sei ohnehin schon in der Beta aufgefallen
  • BioWare hätte auch ein Kommunikationsproblem – ein Dev hätte erst gewusst, dass xGladd gebannt wurde, als er ihm eine E-Mail geschrieben hatte. Die müssten hier besser kommunizieren

Nach dem eher patzigen Video twitterte xGladd aber einige Stunden später nochmal und zeigte sich dann reuig. Er akzeptiere jetzt, dass er mit seinen Aktionen Einfluss auf andere habe, die vielleicht dann Dinge machen würden, die er im Stream zeigt.

So sieht das mit der Strafe aus: In der Mail machte EA klar, dass man sich den Fall noch mal angeschaut und die Strafe reduziert habe. Aus einem permanenten Account-Ban für xGladd wurde ein „Zwei Wochen“-Bann.

Der ist mittlerweile schon abgelaufen und xGladd kann wieder spielen.

Das ist der heikle Punkt: Heikel ist im Video sicher ein Punkt, dass xGladd herausstellt, er hätte einem Entwickler eine E-Mail geschrieben und der hätte nicht gewusst, dass der Streamer gebannt sei.

Das legt schon nahe, dass hier eine Vorzugsbehandlung erwartet wurde. Viele Spieler sehen es sehr kritisch, wenn Streamer bevorzugt behandelt werden.

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