7 Tipps, um wieder Spaß an MMORPGs zu finden

Lange Spaß an einem MMORPG zu haben, ist nicht für jeden einfach. Wir haben ein paar Tipps, mit denen ihr euch die Freude am MMORPG lange erhaltet.

Wem MMORPGs das liebste Hobby sind und vielleicht schon viele Jahre in Spielen wie World of Warcraft, Star Wars: The Old Republic oder auch jüngeren MMORPGs verbracht hat, der kennt das Problem: Irgendwann verliert man an einem Spiel den Spaß. Egal was geschieht, die Freude kommt nur schwer zurück. Wir geben euch ein paar Tipps an die Hand, mit denen ihr wieder Freude an eurem MMORPG finden könnt, wenn es gerade etwas kriselt.

1. Freundlich bleiben und nicht zynisch werden

Wer sich im Laufe der Jahre zu einem Meister seines MMORPGs geworden ist, der kennt auf jede Frage die Antwort. Wo man früher vielleicht noch im Chat freundlich mitdiskutiert hat, ist man heute leichter gereizt von „den Noobs“ und ihren Fragen, deren Antwort doch eigentlich offensichtlich ist.

Doch genau diese „genervter Profi“-Einstellung sollte man vermeiden. Wenn jemand fragt, wie man Quests X lösen oder Gegenstand Y finden kann, dann antwortet nicht passiv-aggressiv mit „Das kannst du googlen“, sondern bleibt freundlich und hilfreich.

MMOPRGs sind noch immer soziale Spiele mit anderen Menschen und wer diesen mit Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft begegnet, wird auch häufig nette Begegnungen haben, das eine oder andere Gespräch führen und neue Leute kennenlernen. Und oft sind es diese Begegnungen und soziale Interaktionen, die einen großen Reiz des Spiels ausmachen.

Wer freundlich und hilfsbereit ist, der bekommt auch zumeist Freundlichkeit zurück – und das macht von ganz alleine Spaß.

Manchmal kann ein bisschen Getrolle aber auch lustig sein …

2. Die offiziellen Foren und Subreddits meiden

Wer ein Spiel liebt und sich all die Jahre damit auseinandergesetzt hat, der hängt vermutlich auch gerne in offiziellen Foren oder auf sozialen Medien wie Reddit rum, um sich über das MMORPG zu informieren und auszutauschen. Das Problem ist allerdings, dass solche Foren nicht nur für schöne Geschichten genutzt werden, sondern oft ein Ort sind, wo man sich mal richtig „über das Spiel auskotzt“.

Dadurch begibt man sich in eine Art Filterblase, in der vor allem die negativen Aspekte des Spiels aufgezählt werden. Das ist auch wenig verwunderlich – wer mit einem Spiel vollends zufrieden ist, wird vermutlich mehr Zeit im Spiel verbringen und sich nicht in den Foren herumtreiben. Dadurch sind in Foren häufig mehr negative Beiträge mit Kritik und Beschwerden zu finden als positive Geschichten über tolle Ereignisse. Das prägt die eigene Wahrnehmung und kann dafür sorgen, dass man selbst nur noch das Schlechte sieht.

WoW GM Angry players title

Ein paar Wochen ohne den Einfluss durch die Foren ist hilfreich. Oft mehr man dann, dass was auf Reddit gerade als das „große Problem des Spiels“ gesehen wird, einen selbst so gar nicht betrifft.

3. Neuerungen offen gegenüber sein

Nicht nur alte Menschen gewöhnen sich im Schnitt schlechter an große Veränderungen, sondern auch langjährige MMORPG-Spieler. Das sorgt nach einer Weile für einen ziemlichen Zwiespalt in der eigenen Erwartungshaltung:

Auf der einen Seite soll ein Spiel neue Inhalte und Innovationen bieten, auf der anderen Seite soll es sich aber vertraut anfühlen und bloß nicht zu weit von dem entfernt sein, was man über Jahre gemeistert hat.

Doch das lässt sich nicht in Einklang bringen. Hier muss man ein wenig von der eigenen Erwartungshaltung abrücken und nicht alles mit dem vergleichen, was man seit Jahren kennt. Wer neuen Spielen oder neuen Inhalten für ein bekanntes Spiel eine tatsächliche Chance gibt, der könnte am Ende feststellen, dass die Neuerungen doch Spaß bringen und durchaus sinnvoll sind. Denn nur weil etwas in einem Spiel „schon immer so war“, ist das am Ende nicht der Weisheit letzter Schluss.

Lust mal alleine in ein anderes Spiel zu schnuppern? Diese MMORPGs taugen auch alleine viel!

4. Nicht an Kleinigkeiten aufhängen

Ein weitere Tipp ist, sich nicht an Kleinigkeiten besonders lange aufzuhalten. Wer schon Ewigkeiten in einem Spiel verbringt, der kennt natürlich die kleinen Bugs, Glitches oder Spielmechaniken, mit denen man nicht so ganz glücklich ist. Wer sich jedoch nur auf kleine Probleme konzentriert, der verliert das große Ganze aus dem Auge.

Immerhin ist es doch das Spiel in seiner Gesamtheit, in das man sich mal verliebt hat, oder etwa nicht?

Über Kleinigkeiten endlos aufregen? Das können einige besonders gut.

Grundsätzlich gilt bei Spielen mit den Ausmaßen von MMORPGs ohnehin: Wer etwas zu meckern sucht, der wird auch etwas finden. Es gibt kein perfektes Spiel und vermutlich wird es das niemals geben. Daher muss man auch mit den kleinen Eigenheiten leben und diese Dinge als das sehen, was sie sind: Teil der Spielerfahrung. Nicht unbedingt genau das, weshalb man spielt, aber in den meisten Fällen haben sich die Entwickler bei gewollten Mechaniken doch etwas gedacht. Bugs und Glitches hingegen haben zumeist eine begrenzte Lebensdauer.

Oder denkt einfach an all die kleinen Fehler aus der Vergangenheit zurück, die heute nicht mehr im Spiel sind – das vergisst man nämlich rasch.

5. Den eigenen Horizont erweitern

MMORPGs bieten in den meisten Fällen eine Fülle von Inhalten. Neben PvE gibt es fast immer PvP, gefolgt von den Optionen, sich auf Berufe zu konzentrieren oder Erfolge zu sammeln. Manche Spiele bieten noch mehr, wie etwa besondere Challenges, Haustierkämpfe oder andere Systeme, die zusammen das ganze Spiel ergeben.

Am Ende macht PvP doch Laune – man hatte bisher nur Angst davor.

Viele Spieler konzentrieren sich aber nur auf ein oder zwei Aspekte eines Spiels und lassen alles andere außen vor, weil sie das als unwichtig oder langweilig erachten.

Wer etwa ein PvE-Fan in WoW ist und keinen Spaß mehr an Dungeons findet, der könnte rasch vom ganzen Spiel gelangweilt sein. PvP, Haustierkämpfe oder die Jagd nach persönlichen Erfolgen wird gemieden, weil man das ja schon immer langweilig fand.

Häufig ist der Grund aber hier, dass man diese Inhalte nie wirklich verfolgt hat. Nach ein oder zwei Schlachtfeldern war man vielleicht nicht erfolgreich und hat PvP deswegen komplett abgeschrieben.

Gerade wenn der eigene Hauptteil des Spiels plötzlich keinen Spaß mehr macht, kann es lohnenswert sein, den eigenen Horizont zu erweitern und Inhalten eine Chance zu geben, die man bisher gemieden hat. Vielleicht macht PvP am Ende des Tages ja doch Spaß und vielleicht sind Pet-Battles doch mehr als „Pokemon für Arme“…

wow-legion-pet-battles

Oder geht doch einfach mal mit einem Baum spazieren?

6. Den „Tryhard-Modus“ ablegen

Hat man Jahre in einem Spiel verbracht, informieren sich die meisten Spieler im Vorfeld schon über neue Patches und den optimalen Weg, um neuen Content zu konsumieren. Sie orientieren sich an den Profi-Spielern, den oberen 0,1% um die perfekten Skillungen oder das beste Loot rauszufiltern.

Doch für diese Effektivität opfert man häufig den Spielspaß. Wer schon im Vorfeld eines neuen Content-Updates sämtliche Inhalte kennt, die Quests studiert hat und die Spawnpunkte sämtlicher Schätze und seltenen Feinde auswendig kann, der braucht sich dann nicht wundern, dass der Patch wenig überraschendes zu bieten hat.

Es kann wahre Wunder wirken, sich einfach etwas weniger mit dem Spiel auseinanderzusetzen und neue Inhalte ohne Vorwissen zu erleben. Wenn man an vielen Ecken Dinge entdeckt, die man nicht erwartet hat oder ein Rätsel durch Eigenleistung löst, fühlt sich das wunderbar an.

WoW Jaina Method World First title
Wer Leuten wie Method nacheifert und sich daran orientiert, muss sich nicht wundern, wenn das Spiel immer mehr zu gefühlter Arbeit verkommt.

Es ist nichts Falsches daran, sich an den Profis zu orientieren – doch dann geht unweigerlich ein großer Teil der Magie eines Spiels verloren, der die meisten Spieler ursprünglich überhaupt erst in diese Welt gezogen hat.

7. Keine Angst vor Pausen

Ein letzter Schritt, der im Grunde simpel klingt doch für viele aus reiner Gewohnheit zu einer echten Barriere wird. Nur weil ihr bereits seit 5 Jahren ohne Pause ein Abo für ein Spiel besitzt, müsst ihr nicht jede Woche spielen. Das Problem ist hier oft, dass MMORPGs für viele Spieler zu einer festen Gewohnheit werden, die einfach in den Tagesrhythmus integriert sind. Dadurch fühlen sich MMORPGs in manchen Fällen eher wie Arbeit als wie wirkliche Entspannung und Freizeitgestaltung an. Eine Pause kann hier Wunder bewirken.

Einfach mal eine Pause einlegen und etwas ganz anderes spielen – das kann helfen.

Oft lernt man erst durch diese Pausen, was genau an einem Spiel eigentlich so viel Freude bereitet hat. Wenn genau das ausbleibt und keine Erkenntnis einsetzt, dann ist es eventuell die richtig Entscheidung, das Spiel beiseite zu legen und etwas anderes auszuprobieren.

Wie wäre es etwa mit einem Anime-MMORPG, um mal etwas anderes zu erleben?

Wenn ein Spiel partout keine Freude mehr bereitet, sollte man auch keine Zeit darin investieren und etwas Abstand gewinnen.

Später kann die Lust auf eine Rückkehr immer mal wieder auftauchen.

Kennt ihr noch ein paar weitere Tipps und Tricks, mit denen eure Lust an MMORPGs wieder gestiegen ist? Was habt ihr geändert, um an eurem einstigen Lieblingsspiel wieder Freude zu finden?

Wer sich lieber den Spaß an MMORPGs für immer ruinieren will, sollte so vorgehen:

7 einfache Schritte, um ein wahnsinnig unglücklicher MMO-Spieler zu werden
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IchhassePvP

1. Freundlich bleiben und nicht zynisch werden

Freundlich zu sein macht leider kein schlechtes Spiel zu einem besseren Spiel.

2. Die offiziellen Foren und Subreddits meiden

Wenn mir im Spiel was stark missfällt, dann eröffne ich selbstverständlich einen Forenpost und hoffe auf möglich viel Zustimmung oder upvote einen bereits bestehen Forenbeitrag der mein Missfallen bereits ausdrückt, denn entsprechend hoch bewertetes Feedback dürfte letztlich auch tatsächlich den Weg bis zu den Entwicklern finden.

Wenn das Spiel also schlecht ist, dann halte ich es für keine gute Idee die Foren zu meiden, denn davon wird das Spiel ganz sicher nicht besser.

3. Neuerungen offen gegenüber sein

Wenn die Neuerung schlecht ist oder sogar ein ehemals geliebten Teil des Spiels ersetzt hat, dann ist es denke ich in keiner Weise ratsam diese Neuerung einfach hinzunehmen und mit ihr weiterzuspielen als ob nichts gewesen wäre.

4. Nicht an Kleinigkeiten aufhängen

Kommt immer darauf an was Kleinigkeiten sind, ich denke für absolut jeden Spieler kann etwas sehr viel gravierender sein was andere Spieler als Kleinigkeit bezeichnen würden.

5. Den eigenen Horizont erweitern

Klar sofort, sorry aber das ist einer der dümmsten Ratschläge aller Zeiten!
Wer keinen Bock auf PvP hat, der wird ganz sicher keinen Spaß an einem Spiel finden wenn er oder sie sich urplötzlich massiv ins PvP stürzt.

6. Den „Tryhard-Modus“ ablegen

Aus mir wird niemals LFR-Kundschaft werden. Ich erwarte einen gewissen spielerischen Anspruch im Content, ist dieser nicht vorhanden oder entspricht nicht meinen Vorstellungen bin ich raus.
Diesen Anspruch abzulegen bringt mir ganz sicher keinen Spielspaß zurück.

7. Keine Angst vor Pausen

Habe ich sowieso nicht.
Da der Markt nun schon einige Jahre absolut kein einziges MMORPG bietet welches meinen Ansprüchen genügt ist sowieso schon eine gefühlte Ewigkeit MMORPG Zwangspause angesagt.

Und da sich an dieser Situation aller Voraussicht nach auch noch eine weitere gefühlte Ewigkeit nichts verändern wird, dürfte die MMORPG Zwangspause auch noch recht lange fortgesetzt werden.

Mag sein dass ich ein sehr anspruchsvoller Spieler bin, nur weiß ich eben sehr genau was ein Spiel haben muss und was es keinesfalls haben darf um mich überhaupt ansprechen zu können, das grenzt den ohnehin sehr, sehr überschaubaren Markt für mich natürlich nochmal sehr viel mehr ein als das für andere Spieler wahrscheinlich der Fall ist.

Nur nützen diese Tipps mir rein gar nichts, denn sie bringen allesamt kein für mich ansprechendes Spiel auf den Markt.
Und darüber hinaus machen sie bestehende Spiele für mich nicht attraktiver oder besser.

Zyronerus

Viele die ich kenne, inklusive mir, füllen die Pausen allerdings immer wieder mit anderen MMORPG’s. Davon rate ich strikt ab! Man geht nur von dem einen Blutsauger zum nächsten.

Ich persönlich stehe jetzt auch wieder vor so einem Moment. Ich habe für mich jetzt eine ganz individuelle Lösung gefunden:
1. Ich habe mir ein neues MMORPG gesucht, welches mir selber genug Freiheiten lässt meine Zeit selber einzuteilen. Das ist Guild Wars 2 geworden.
2. Ich habe mir ein Jahresziel gesetzt, womit ich auch am Ende glücklich bin. Lv 80 und 1.000 Achievementpoints, weil ich Achievements einfach liebe
3. Wenn ich Zeit aber keine Lust auf ein MMORPG habe, wechsel ich an die Konsole für ein Singleplayer Game. Ich bin zwar PC “Master Race” aber bei der Konsole kann ich so richtig abschalten.

Da muss aber jeder in sich gehen und seinen eigenen Weg finden.

panthilion

Also das mit den “Pausen einlegen” kann ich auch nur empfehlen. Hab schon mehrfach in verschiedenen MMO´s Pausen gemacht, auch teilweise über ein Jahr. Wenn man dann nach längerer Zeit wieder zum Spiel zurückkehrt, dann hat es sich meistens stark weiterentwickelt und man hat wieder eine Menge neuen Content zu bestreiten.
Was dann auch mal mit einem neuen Charakter stattfindet.

Peter

Vielen Dank für die Tipps, ich denke, ich beherzige schon alle.

Aber… mir gefällt gerade kein verfügbares MMORPG. Welches könnte ich denn spielen?

Da kann ich noch so Zen sein, wenn sich das Spielen zu repetitiv anfühlt, dann ist es nichts. UO hatte mich 1999-2004 geprägt. Und seitdem ist außer bisschen Archeage nichts mehr rangekommen.
Ich hoffe New World und Crowfall können das 2020 noch ändern. Wobei sich New World durch den Trammelmist in eine falsche Richtung entwickelt.

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