Wo stehen die 5 Bezahl-MMORPGS WoW, TESO, WildStar, GW2 und FF XIV Anfang 2015?

WildStar – das Space-Sorgenkind

Um das SF-MMO WildStar will es einfach nicht besser stehen. Die Zahlen aus dem vierten Quartal 2014 waren desaströs. Man muss das so hart sagen. Das Game auf unserer Liste, das am ehesten wie WoW sein wollte, ist vom WoW-Add-On mit voller Wucht erwischt worden. Hieß es vorm Release von WildStar noch: „Wir wollen die ehemaligen WoW-Spieler“, hat Blizzard zum Release von Wod die ehemaligen WildStar-Spieler jedenfalls kurzfristig eingesaugt.

Der lang ersehnte Content-Push mit dem Update 4 ist einen Monat her, da startete man auch eine Freispiel-Aktion. Wie sich das auswirkt, wird sich in den nächsten Quartalszahlen zeigen. Ein Initialstart war es nicht, das lässt sich wohl jetzt schon feststellen.

Fans sind hoffnungsvoll: Die Welt fühlt sich wieder voll an … aber stimmt das auch?

Wildstar: Völker und Klassen

Das Studio Carbine scheint weiter Schwierigkeiten zu haben, mit der neuen Situation umzugehen, und mit dem reduzierten Personal und dem sicher auch reduzierten Budget regelmäßig Neues zu liefern. Das gilt auch für sowas Banales wie Pressemeldungen.

Während normalerweise jedes MMO darauf achtet, wenigstens einmal in der Woche „irgendwie“ medial stattzufinden, ist das bei WildStar einfach nicht mehr drin. Hier ist man seit Monaten aus dem Tritt. Aber was gäbe es auch zu berichten? Das Update 5 ist wohl noch in weiter Ferne. Die vorm Release gehegten und gepflegten Pläne, waren bereits zwei Monate nach dem Start nicht mehr das Papier wert, auf dem sie standen: Alles wurde umgeworfen. Aber gut, das ist Schnee von gestern.

WildStar Solo Dungeon

Ingame hört man von treuen Fans, es sei nun wieder mehr los. Spieler kämen enttäuscht zurück von WoW. Es hätte sich viel am Spiel getan, WildStar erlebe noch mal einen zweiten Frühling.

So richtig kann man das, nüchtern betrachtet, nicht glauben. Dass sich ein Spiel „von selbst“ und ohne größeren Einschnitt einfach so erholt, käme schon einem Wunder gleich. Der Eindruck, es sei nun mehr los, lässt sich wohl vor allem auf die Mega-Server zurückführen.

Free2Play oder Aus?

Auch wenn WildStar einige der größten „Wir-sind-Hardcore“-Probleme gelöst hat und von der Substanz her so einen Misserfolg nie und nimmer verdient hat: Es sieht düster aus. Wie’s hinter verschlossenen Türen läuft, weiß man natürlich nicht. Man kennt nur die Quartals-Zahlen und die zeichnen ein wirklich düsteres Bild.

WildStar Free2Play

Als „Strohhalm“ kann man sich an so etwas klammern wie: Na ja, vielleicht kommt WildStar nach China und NCSoft verspricht sich davon einen Push. Oder sie halten das Spiel wirklich für so toll, dass sie einfach fest daran glauben. Aber im MMORPG-Markt gilt dasselbe wie überall: Ausnahmen von eisernen Regeln sind selten und Wunder noch seltener. Auch wenn WildStar nun ein besseres Spiel ist, davon müssen die Zocker da draußen erstmal erfahren. Und bis es soweit ist, könnte es wohl zu spät sein.

Realistischer ist es wohl, dass intern schon länger an einem Notfallplan gearbeitet wird. „Hoffentlich“, kann man nur sagen, „heißt der Free2Play“. Und auch das ist schon lange keine Garantie mehr für einen garantierten Zweiten Frühling, dafür mussten zu vieles Games diesen Weg in der Vergangenheit gehen. Als Alternativszenario bliebe, realistisch betrachtet, wohl nur eine Schließung. Das will man sich bei so einem Qualitäts-Spiel eigentlich gar nicht vorstellen.

Zu Seite 3: The Elder Scrolls Online: Den Schritt gemacht

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