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Mass Effect: Andromeda Review – Das BioWare-RPG im XXL-Test

Mass Effect: Andromeda Review – Das BioWare-RPG im XXL-Test

Besser als der Hate, schlechter als der Hype

Wir haben die Vollversion von Mass Effect: Andromeda auf Herz und Nieren getestet. Gelang BioWare ein Meisterwerk? Oder ist alles nur Schall und Rauch? Wir beantworten alle Fragen in unserem Test zu Mass Effect: Andromeda.

Die letzten 3, 4 Tage hat man von mir relativ wenig auf der Website gelesen, was daran liegt, dass ich jede freie Minute in Mass Effect: Andromeda gesteckt habe. Jetzt darf ich auch endlich öffentlich darüber sprechen und präsentiere Euch mein Review zu BioWares neuestem Rollenspiel. Wird ME:A seinen legendären Vorgängern gerecht? Gelingt BioWare wieder ein richtig gutes Spiel? Oder ist alles nur ein großer Hypetrain ohne Substanz? Ich hoffe Euch mit diesem Review ein paar Antworten geben zu können.

Spoilerwarnung: Im Review wird es einige Spoiler zur Story geben. Diese behandeln aber nur die ersten paar Stunden Spielzeit oder erklären das „Ausgangssetting“. Darüber hinaus gibt es kleinere Details zu einzelnen Charakteren. Ich habe versucht darauf zu achten, niemandem das Spiel mit Spoilern zu vermiesen.

Der Einstieg – Eine Katastrophe

Ich habe es schon kurz in diesem Beitrag angesprochen, aber es ist mir unverständlich, wieso EA eine 10-Stunden-Trialversion veröffentlicht hat. Der Anfang von ME:A ist das schlechteste, was ich in allen „Mass Effect“-Teilen erlebt habe.

Mass Effect Andromeda Salarian Ark

Die Archen sind verschwunden – eines unserer Hauptziele ist das Finden und Retten der 20.000 Insassen.

Das „Tutorial“ hat wirklich alle abgedroschenen Zutaten eines Hollywood-Actionstreifens der Marke „Independence Day“.

  • Dramatische „Ich opfere mich, damit du leben kannst“-Szene
  • Aliens, die böse und skrupellose Mörder sind
  • Hauptcharakter, der wie ein „Auserwählter“ Wunderkräfte hat, um uralte Mechanismen zu betätigen

Nein, die ersten Stunden präsentieren ME:A wirklich in keinem guten Licht. Mehrfach dachte ich „Lass es sein, Cortyn. Behalte Teil 1-3 in guter Erinnerung. BioWare hat es vergeigt.“ Doch ich bin froh, mich durch den zähen Einstieg durchgebissen zu haben und kann Entwarnung geben für alle, die ähnliche Gedanken hatten wie ich: Es wird besser und besser.

Das Grundszenario – Reise in eine neue Galaxie

ME:A startet zwischen den Ereignissen von Mass Effect 2 und 3. Commander Shepard ist ein bekannter Held der Menschheit, der die Citadel vor einem Angriff der Geth bewahrt hat. An die Reaper glaubt, bis auf ein paar Verschwörungstheoretiker, niemand so wirklich und der Galaxis geht es gut.

Doch die Ressourcen der Milchstraße sind begrenzt und es warten noch viele fremde Galaxien darauf, erforscht zu werden. Durch Scanner erkennen Wissenschaftler in der fernen Andromeda-Galaxie sieben „Goldene Welten“, auf der Menschen siedeln könnten – es folgt die Gründung der Andromeda Initiative.

Mass Effect Andromeda Kett Ship

Schon kurz nach der Ankunft sagt diese Szene: Wir wollen Euch nicht.

Die Reise in die Galaxie Andromeda dauert mehr als 600 Jahre, weshalb die Freiwilligen in Cryo-Schlaf versetzt werden. Insgesamt fliegen 5 Schiffe los: Der Nexus, ein Knotenpunkt, der als „neue Citadel“ in Andromeda fungieren soll, und jeweils vier Archen mit 20.000 Mitglieder einer Spezies: Menschen, Asari, Salarianer und Turianer.

Gestatten? Ryder, Pathfinder der Initiative

640 Jahre später wachen wir aus dem Cryo-Schlaf auf der Arche der Menschen auf und stehen vor dem Nichts. Die „Goldene Welt“ ist verwüstet und unbewohnbar. Dazu gibt es noch eine riesige Weltraumanomalie, die „Scourge“, die bei Berührung einen großen Teil der Technik vernichtet (und natürlich haben wir das Teil frontal gerammt).

Das „Pathfinder“-Team der Arche wird geweckt. Pathfinder dienen als Späher und Repräsentanten der Initiative. Sie sollen Planeten zum Siedeln finden und im Falle von Kontakt mit fremden Spezies freundlich und diplomatisch vorgehen, um Konflikte zu minimieren und Handel zu ermöglichen. Je nachdem, ob wir einen männlichen oder weiblichen Charakter spielen, sind wir Sara oder Scott Ryder – Sohn oder Tochter des aktuellen, anführenden Pathfinders der Menschen.Mass Effect Andromeda SAM

SAM – Die künstliche Intelligenz im Kopf

Alle Mitglieder des Pathfinder-Teams haben Technik in ihren Körpern verbaut, die von einer künstlichen Intelligenz beseelt ist. SAM hilft bei der Analyse von Probleme, liefert Lösungsvorschläge und sorgt dafür, dass all unsere Entdeckungen direkt zurück an die Arche und den Nexus geschickt werden. Dass SAM ganz nebenbei jeden unserer Gedanken lesen kann, macht ihn auch ein bisschen gruselig.


Auf der nächsten Seite geht es um die großen Fraktionen von Andromeda.

Cortyn
Dämon vom Dienst. Mit Herz und Seele dem Rollenspiel verschrieben. Achtung: Artikel könnten Spuren von Meinung enthalten!
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