Wer in WoW optimal raiden will, spielt offenbar Horde

Die Ruhmeshalle in World of Warcraft für den neuen Raid Schlacht um Dazar’alor ist voll, zumindest für die Horde. Die Allianz hat dagegen noch massig Platz. Das lässt einige Rückschlüsse zu.

Das spricht für die Horde: In World of Warcraft können sich Gilden seit einiger Zeit Plätze in den Ruhmeshallen verdienen. Dazu müssen sie zu den 100 ersten ihrer Fraktion gehören, die den Endboss im aktuellen Raid auf mythischem Niveau legen.

Die Ruhmeshalle der Horde für die Schlacht um Dazar’alor ist seit Mittwoch, dem 13. März geschlossen. Das bedeutet, dass 100 Horde-Gilden Jaina im mythischen Modus getötet haben. Die beste deutsche Gilde Aversion steht übrigens auf Platz 11.

Bei der Allianz sind zum Zeitpunkt des Artikels (15. März) lediglich 21 Gilden in der Ruhmeshalle vertreten. Da ist also noch massig Platz.

Das zeigt, dass die Horde im Bereich „Raiden“ deutlich stärker vertreten ist: Es raiden weitaus mehr Horde-Teams erfolgreich auf mythisch als auf Seiten der Allianz.

WoW Hall of Fame Dazar Alor Horde Method
Die Ruhmeshalle der Horde.

Warum ist die Horde so stark? Seit WoW Classic gibt es immer wieder Beschwerden von Spielern zu einer „Horde bias“ seitens Blizzard, also einer bevorzugten Behandlung der Fraktion.

Das liegt vor allem daran, dass die Volksfähigkeiten der Horde-Völker stärker sind und in vielen Situationen einen Vorteil verschaffen.

WoW: Im neuen Raid tauscht Blizzard eure Volksfähigkeiten aus

Diese eher klein erscheinenden Vorteile lassen die Horde für Profi-Raider und Progress-Spieler attraktiver erscheinen. In diesem Bereich geht es um jeden noch so kleinen Vorteil, den die Horde eben deutlich bietet.

Eine offizielle Bestätigung gibt es dazu nicht. Für viele Fans sehen die Volksfähigkeiten und auch die Ruhmeshallen jedoch so aus, als würde Blizzard die Horde deutlich bevorzugen.

WoW Zandalari Druidin auf dem PTR
Besonders die „racials“ der neuen Zandalari-Trolle werden als stark angesehen.

Horde raidet stärker: Ein größeres Problem

Wie wirkt sich das Ungleichgewicht auf WoW aus? Dass die Ruhmeshalle der Allianz noch nicht voll ist, bedeutet zwar, dass Allianz-Gilden sich noch einen Platz und einen Titel sichern können.

Für beide Fraktionen ist das aber ein Nachteil, weil „cross-realm“ für Mythic erst aktiv ist, sobald beide Ruhmeshallen voll sind. Mythische Schlachtzüge können nur von Gruppen aus Spielern vom gleichen Realm bezwungen werden.

Dazu kommt eine Art „Schneeball“-Effekt. Da ohnehin die meisten und stärksten Raids der Horde angehören, wählen viele PvE-interessierte Spieler direkt die Horde als Fraktion. Das verstärkt den Effekt von „zu viel Horde“ in den Raids.

Dass die Horde so viel stärker vertreten ist, macht es für Freizeit-Spieler und Spielern auf kleineren Servern schwerer, sich einen Raid im mythischen Modus zu suchen. Sie sind noch immer auf Gruppen auf ihrem eigenen Realm angewiesen, der sie dann auch noch aufnehmen und Platz für sie haben muss, denn mythsiche Raids sind auf 20 Spieler begrenzt.

WOW 40 Palas gegen 40 Schamanen Titel mit mensch und Taure

Das will Blizzard dagegen tun: Um all dem ein wenig entgegenzuwirken, hat Blizzard bereits einige Volksfähigkeiten generft.

Auch die Ruhmeshallen selbst waren eine Idee, die Profis dazu bringen sollte, sich der schwächeren Fraktion anzuschließen.

Wie es aussieht, reicht das aber noch nicht ganz aus. Ein Titel und ein Platz in der Ruhmeshalle sind wohl nicht Ansporn genug.

Was denkt Ihr, hat die Horde einen Vorteil beim Raiden?

Ein alter Streit zwischen Horde und Allianz wurde neu aufgelegt:

So sieht es aus, wenn 40 Schamanen 40 Paladine in WoW vermöbeln
Autor(in)
Quelle(n): Forbes
Deine Meinung?
Level Up (3) Kommentieren (11)
Passwort vergessen

Bitte gib Deinen Benutzernamen oder Deine Email-Adresse ein. Du erhälst einen Link, um ein neues Passwort per Email zu erstellen.