Eine Sache kann WoW: Forever ruinieren – eure Gier

WoW Night Elf Dollar Signs Gold titel title 1280x720

World of Warcraft Forever könnte an der Gier der Spieler scheitern. Denn für Gold tun einige Leute einfach alles.

World of Warcraft Forever sieht gut aus. Die Entwickler haben viele Fragen beantwortet und auch wenn es noch eine Reihe von Unklarheiten gibt, dürfte schon jetzt klar sein: Das Spiel dürfte ein voller Erfolg werden.

Allerdings gibt es auch ein paar Sorgen, denn das eine oder andere Detail könnte die Spielerfahrung trüben. Eine der größten Sorgen: die Gier der Spieler.

Video starten
World of Warcraft: Forever im Ankündigungs-Trailer von der BlizzCon 2026

Was ist das Problem? Schaut man sich die verschiedenen Classic-Versionen von World of Warcraft an, dann gibt es dort mehrere, oft von der Community gemachte Probleme. Raids, die über GDKP funktionieren, haben normales Spielen oft unmöglich gemacht. Beute wurde nicht über Würfelglück vergeben, sondern über Gold-Gebote, deren Einnahmen dann wiederum an alle Teilnehmer verteilt wurden.

Das ist in Forever verboten – genau so wie Echtgeld-Handel mit Gold auch. Blizzard greift hier strickt durch und hat sogar eine neue Bann-Methode.

Dennoch gibt es bei vielen Spielerinnen und Spielern eine „Effizienz“-Mentalität, die dazu führen könnte, sämtliche Inhalte von Forever immer mit einer Frage zu konfrontieren: Wie kann ich damit Gold verdienen?

WoW Night Elf Yes Gold Pile titel title 1280x720
Aus manchen macht die Gier nach Gold richtig nervige Griefer.

Spieler machen alles zu Gold – selbst das Teilen von Quests

Welche Beispiele gab es in der Beta? Der YouTuber und Analyst Bellular hat in einem seiner neusten Videos (auf YouTube) ein paar Beispiele gezeigt, wie WoW-Spieler wirklich jeden Aspekt des Spiels nutzten, um Gold zu machen. Einige sind noch ganz charmant, andere erinnern eher an Griefing:

  • Quests teilen vor dem Dungeon: Manche Dungeons haben Quests, die am anderen Ende der Welt beginnen. Findige Spieler warten also vor dem Eingang eines Dungeons und bieten dann Leuten an, die Quests mit ihnen zu teilen. So sparen die Personen den Laufweg. Das lässt man sich natürlich mit ein paar Münzen bezahlen.
  • Quest-Mobs reservieren: Eine große Gruppe Jäger zeigte in der Beta von Forever, dass man einer Klasse das Spiel ruinieren kann. Schamanen mussten für eine neue Quest Feinde töten, von denen es nur eine Handvoll in der Welt gab. Jäger sprachen sich ab und griffen diese Feinde permanent an, um sie dauerhaft zu blockieren. Wenn ein Schamane die Quest abschließen wollte, musste er bezahlen, um an die Mobs zu gelangen.

Natürlich ist es gut und sinnvoll, wenn Gold zwischen den Spielerinnen und Spielern zirkuliert. Für Dienste mit Gold zu bezahlen, das gehörte schon immer zu World of Warcraft. Egal ob es um ein wenig Trinkgeld für ein paar Stapel Magier-Wasser geht, eine Goldmünzen für ein Portal in eine andere Stadt oder das Bezahlen dafür, dass ein Stufe 60-Held jemanden mal eben durch die Todesminen zieht.

Das wird auch in World of Warcraft: Forever nicht anders sein und hat durchaus seinen Platz in Azeroth. Doch sobald „Dienste“ in toxische Bereiche hineinragen, wie etwa das aktive Blockieren von Quest-Fortschritt, dann gefährdet dies das Spielerlebnis von Forever ungemein.

Es bleibt zu hoffen, dass die Entwickler da eine Lösung finden und auch die Community mitzieht, um diese Mentalität gar nicht erst aufkommen zu lassen. WoW: Forever ist absichtlich kein ultra-kompetitives Spiel geworden, sondern soll lockerer sein. Es wäre schön, wenn wir das als Community hinkriegen und diesen Geist möglichst lange bewahren. Denn dann könnte WoW Forever das beste WoW sein, das es gibt.

Kommentare

Bitte lies unsere Kommentarregeln, bevor du kommentierst.
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Kommentare
Neueste
Älteste Meisten Abstimmungen
0
Sag uns Deine Meinungx