Urgestein von WoW macht sogar den bittersten Fans des MMORPGs eine Freude

Im Rahmen einer Familien-Aktion von Blizzard hat der ehemalige Vize-Chef Chris Metzen ein kleines Video für World of Warcraft gedreht. Das hat für sehr viele erweichte Herzen gesorgt.

Um wen geht es? Die Rede ist von Chris Metzen, dem ehemaligen „Senior Vizepräsident für Story und Franchise Entwicklung“, der vielen Fans vor allem als der Kopf hinter der Lore von World of Warcraft bekannt sein dürfte. Er hat 2016 wegen Panikattacken aufgehört.

Was hat er nun gemacht? Im Zuge des „Take Our Daughters and Sons to Work“-Tages in den USA, hat Blizzard ein kleines Extra vorbereitet. Viele Leute müssen wegen der aktuellen Coronakrise zu Hause bleiben, Blizzard wollte den Tag aber nicht einfach ausfallen lassen.

Also hat sich Chris Metzen vor die Kamera gestellt und aus einem Buch vorgelesen, an dem er selbst mitgearbeitet hat: Snow Fight – A Warcraft Tale. Das ist eigentlich ein Kinderbuch mit vielen Bildern, in denen sich Thrall, Varian Wrynn und Arthas eine Schneeballschlacht liefern und etwas über Freundschaft und Miteinander lernen. Das fünfminütige Video haben wir hier für euch eingebunden:

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Kinderbuch sorgt für Freude und Nostalgie

Die Reaktionen auf das Vorlesen von Metzen sorgen bei vielen Blizzard-Fans für helle Freude. In einem stark bewerteten Kommentar auf YouTube sagt der Nutzer Demon Salad etwa: „Das ist das absolut Beste. The Man Himself liest eine Gute-Nacht-Geschichte für mich, ein großes Baby.“

Metzens Video hat anscheinend mindestens so viele Erwachsene gerührt, wie Kinder mit der Geschichte angesprochen werden sollten. Und viele davon freuen sich darüber, wieder etwas von dem Genie hinter Warcraft zu hören.

metzen-blizzcon
Chris Metzen ist für viele Fans ein Held von Blizzard.

Fans sind gerührt trotz Ärger um Blizzard

Zuletzt hat Blizzard immer häufiger mit Problemen zu kämpfen gehabt. Die Situation zieht sich schon seit etlichen Jahren hin. Ein kurzer Überblick:

In der Zwischenzeit heimste Blizzard auch noch große Shitstorms um Diablo Immortal oder den gebannten Hearthstone-Pro Blitzchung ein. Eines der neueren Desaster ist die Geschichte um Warcraft 3 Reforged, dessen Release total in die Hose ging. Auf MeinMMO fragt sich Cortyn: „Wo ist bitte das Blizzard, das ich so liebe?

Diese Frage zieht schon seit einiger Zeit ihre Kreise durch die Community von Blizzard und viele Fans fühlen sich mit jedem Jahr erneut enttäuscht. Die Änderungen, die bei Blizzard vorgehen, gefallen ihnen schlicht nicht.

Metzens Auftreten hat jedoch den genau umgekehrten Effekt: Sie freuen sich darüber, sein Gesicht zu sehen, werden an die Zeiten des „Guten Blizzard“ erinnert.

Metzen ist auch bekannt als die Stimme des Kriegshäuptlings Thrall, als die er weiterhin da sein will.

Trotz ihres Grolls auf Blizzard in den vergangenen Jahren, freuen sie sich aufrichtig über das Video. Einfach ein schöner Moment in einer unangenehmen Zeit. Die Fans finden es lediglich schade, dass er das Buch nicht in seiner berühmten Stimme als Thrall vorgelesen hat.

Das Titelbild stammt aus dem YouTube-Video.

Quelle(n): gamesradar
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Cameltoetem

Der Kerl versprüht auch heute noch das was die Blizzard Magic für mich ausgemacht hat. Einer meiner Helden aus der golden Blizzard Zeit. Ich bin noch heute glücklich und dankbar Teil davon gewesen zu sein. Wenn ich den mal treffen würde wäre es nur ein Wort das ich ihm aus tiefster Seele sagen würde. DANKE!

Irina Moritz

Ich find das süß. Habe selber zwar keine Verbindung zu WoW, aber hab mir das Video gerne angeschaut 🙂

Bachsau

Ich kann auch beim besten Willen keine Verbindung zwischen Chris Metzen und Blizzards aktueller Firmenpolitik feststellen. Er ist irgendwie die Seele von Warcraft. Er hat diese Welt mit erschaffen und liebt sie noch immer. Seine Unterschrift prangt schon auf den ältesten Konzept-Zeichnungen. Er ist einfach ein sympathischer Typ.

Dargonet

Früher waren Blizzard Titel Dauerbrenner in den Top 5 bei Twitch. Die Marke Blizzard brennt und mit Valorant, TFT & Runeterra attakiert vor allem Riot Games nun immer stärker Kernmarken wie Hearthstone und Overwatch. Zur Freude von Tencent.

Schuhmann

Da hast du Recht. Wobei Mobile und die neuen Märkte sicher eine wichtigere Rolle spielen, als man das hier so meint. Da ist Tencent ohnehin schon überragend stark. Riot ist ja grade dran, LoL Mobile zu entwickeln – wenn das kommt und ein Hit wird (wovon man ausgeht), das wird noch mal richtig wichtig sein.

Deshalb ist Diablo Immortal für Blizzard so entscheidend.

Dargonet

Diablo Immortal wäre in erster Linie ein großer Erfolg für NetEase und wird vermutlich die Erwartungen der Blizz Fans ebenso enttäuschen wie das outgesourcte Warcraft 3 Reforged.

Bachsau

Bei Warcraft 3 haben sie nur die Erstellung der Assets outgesourcet, und der ausführende Dienstleister trägt keinerlei Verantwortung für das, was Blizzard aus Reforged gemacht hat.

Bachsau

Aber Activision-Blizzard hat mit King bereits ein Mobile-Studio. Einen Markt auszuschöpfen heißt ja nicht, dass man deshalb andere Bereiche aufgeben sollte, nur weil das Geld dort anders verdient wird. Amazon verdient mit AWS inzwischen auch mehr, als mit dem Versandhandel. Trotzdem ist das Versandgeschäft ein lukrativer Markt.

Schuhmann

Der Plan von Activision ist es ausdrücklich, dass alle Firmenteile Mobile-Projekte entwickeln, weil sie ihre großen Core-Marken auf Mobile bringen wollen. Da wäre es schon wertvoll, wenn Blizzard das macht, statt es die Casual-Spezialisten von King machen zu lassen.

Es ist sicher vorgesehen, dass Blizzard stärker in den Bereich Mobile geht. Es wird auch nicht nur bei Diablo bleiben.

Der Knackpunkt ist gerade, wie langsam Blizzard darin ist, neue Spiele fertig zu bekommen. Das ist die Ursache für viel internen Stress gerade offenbar. Nachdem, wie sie es kommunizieren, hätte man die ersten neuen Titel eigentlich schon 2019 erwarten können.

Es ist richtig, dass sie den Core-Markt dafür sicher nicht „aufgeben“ wollen, dafür ist der auch zu lukrativ. Deshalb will Blizzard ja eigentlich die Entwickler-Teams vergrößern, während sie das Drumherum eher verkleinern.

Ich kann völlig verstehen, dass diese generelle Ausrichtung vielen nicht passt – aber die steht nunmal in den Finanzberichten drin und das auch schon seit vielen Jahren.

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