Ein weiteres Privat-Server-Projekt von World of Warcraft wird beerdigt. Damit ist auch „Ascension WoW“ nun gestorben.
Blizzard steht kurz davor, WoW Classic+ anzukündigen – davon gehen inzwischen zumindest alle aus, die auf die BlizzCon schielen, die in wenigen Tagen stattfindet. Doch ein weiterer Hinweis darauf ist, dass Blizzard gerade aggressiv gegen verschiedene Privat-Server (oft auch „Piratenserver“ genannt) vorgeht, die ihre eigene Version von „Classic+“ bereits veröffentlicht haben.
Jetzt hat es auch das „Project Ascension“ getroffen. Nachdem man vor Monaten bereits erste Schritte einleitete, ist nun in wenigen Tagen Schluss und alle Warcraft-Inhalte werden entfernt.
Was war das Project Ascension? Im Grunde handelte es sich dabei um eine drastisch veränderte Version von World of Warcraft. So gab es etwa neue Questreihen, aber auch das Klassen-System funktionierte ganz anders. Alle begannen quasi „klassenlos“ und konnten sich nach und nach ihre eigene Klassen durch verschiedene Fähigkeiten zusammenbauen. Für viele Classic-Fans war Ascension eine Option, wie WoW sich entwickeln könnte.
Was wurde nun angekündigt? Auf dem Discord-Server des Projekts wurde nun angekündigt, dass am 4. September 2026 Schluss ist – also bereits in wenigen Tagen. Bis dahin wird das Projekt noch „weiter betreut“.
Im Anschluss daran werden aber sämtliche Warcraft-Inhalte von allen Social-Media-Accounts des Projekts entfernt.
Interessant ist aber hier, dass man bereits ankündigt, dass der Launcher und die Website für „etwas Neues“ genutzt werden sollen.

Ascension soll „etwas Neues“ werden
Was genau das „neue“ Projekt werden soll, ist dabei noch unklar. Doch manch einem mögen dabei Gedanken an Turtle WoW in den Sinn kommen. Das war ebenfalls ein Privat-Server-Projekt, das nach seiner Schließung ankündigte, dass man nun an einem eigenen MMORPG arbeiten wollte.
Hier scheint sich also langsam ein Muster abzuzeichnen. Ob aus dem Folge-Projekt jemals etwas wird, bleibt allerdings abzuwarten. Denn ein MMORPG – oder überhaupt ein Spiel – zu erschaffen, das wollen viele. Doch zwischen dem ersten Gedanken und einer tatsächlichen Veröffentlichung kann viel geschehen.
Allerdings wäre es auch gut möglich, dass das „Neue“ gar kein Spiel sein soll, immerhin bleibt der Beitrag äußerst vage.
Cortyn meint: Ich bin ziemlich skeptisch, wenn Privat-Server geschlossen werden und im gleichen Atemzug gesagt wird, dass man nun an etwas „Neuem“ arbeitet.
Immerhin sollte man nicht vergessen, dass diese Privat-Server sich in den allermeisten Fällen durch einen Cash-Shop über Wasser gehalten haben und dort eine recht aggressive Monetarisierung vorherrschte. So gerne das auch von Fans dieser Server verklärt wird, steht hinter der Entwicklung häufig nicht nur die Liebe zu einem „anderen“ World of Warcraft, sondern eben auch klare, finanzielle Interessen, mit denen man sich am geistigen Eigentum einer anderen Firma bereichert.
Daher bin ich auch weiterhin zweifelnd, wenn Ascension nun sagt, dass der Launcher und alle sozialen Medien künftig für „etwas anderes“ genutzt werden sollen. Denn was für ein Projekt auch immer das werden soll, wird man – so meine Vermutung – wohl schon ziemlich früh mit Geld daran teilhaben können.
Immerhin gibt es Hoffnung für alle Fans von WoW Classic+. Denn massive Leaks haben bereits vor Wochen gezeigt, was wohl bald angekündigt werden dürfte. Auch unser Autor Benedict hat bereits im GameStar Talk lange darüber gesprochen, was er sich von einem Classic+ erhofft und welche Inhalte es mit hoher Wahrscheinlichkeit geben wird.
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