Ich beichte: Ich habe The Witcher 3 nie durchgespielt, aber nach 45 Minuten in Songs of the Past muss ich das endlich nachholen

Witcher 3 Songs of the Past endlich mal spielen benedict titel

The Witcher 3 gehört zu den am meisten gelobten Rollenspielen aller Zeiten und gilt für viele Fans als Meilenstein. MeinMMO-Redakteur Benedict Grothaus liebt die Reihe, hat aber den dritten Teil nie durchgespielt. Bald wird sich das ändern.

Vermutlich wissen das viele gar nicht, aber vor The Witcher 3 gab es noch zwei andere Spiele, vor der Serie sogar Filme und das alles basiert auf einer Buch-Reihe des polnischen Autors Andrzej Sapkowski. Ich weiß das, weil ich all diese Medien konsumiert habe.

Nur The Witcher 3 konnte mich nie langfristig binden und das wegen eines Problems, das ich oft mit modernen Rollenspielen habe: eine zu große Open World. Ich mag es einfach überhaupt nicht, wenn die Story plötzlich zerfasert und die ganze Map voller Questmarker ist. Irgendwo auf Skellige hatte ich dann keine Lust mehr.

Jetzt hat CD Projekt Red aus dem Nichts ein kostenloses Remaster für das Spiel angekündigt und mit ihm zugleich den neuen DLC Songs of the Past. Auf der gamescom 2026 durfte ich mir von beidem bereits ein Bild machen.

45 Minuten lang haben mir die Entwickler Gameplay aus der neuen Region Letten und den Quests des DLCs gezeigt. The Witcher 3 lag ohnehin schon weit oben auf meiner Pile of Shame, aber jetzt ist es noch höher gerutscht.

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Endlich wissen wir mehr zu The Witcher 3: Songs of the Past

Ein 11 Jahre altes Spiel, das aussieht wie neu

Das Remaster poliert die grafischen Inhalte des Spiels deutlich auf. Beleuchtung ist reaktiver, die Auflösung besser, aber auch in der Umwelt lassen sich Veränderungen sehen: dichtere Vegetation, mehr Details an Büschen.

Gameplay ist für mich grundsätzlich wichtiger als Optik, aber beim Upgrade für von The Witcher 3 hilft die Überarbeitung dabei, die Welt lebendiger zu machen. Insbesondere das grüne, fruchtbare Letten wird dadurch in knalligere Farben getaucht.

Zusammen mit den NPCs, die wohl mehr Tages-Routine bekommen sollen, wirkt zumindest mal Songs of the Past eher wie ein Nachfolger von The Witcher 3 und nicht „nur“ wie ein DLC bzw. ein Grafik-Upgrade.

Leider konnte ich selbst noch keine Hand an den DLC oder das Remaster anlegen, aber was ich bisher sehen konnte, macht deutlich Lust auf mehr. Hauptsächlich deswegen, weil Songs of the Past den Ton der Reihe perfekt trifft.

Die Entwickler wissen ganz genau, was wir für Spieler sind …

Ich will nicht viel zur Story erzählen, um möglichst wenig zu spoilern. Einige Inhalte konntet ihr aber in dem kurzen Trailer von der gamescom ohnehin schon sehen, darunter Lilla, Rittersporns Cousine und eine neue temporäre Begleiterin in Songs of the Past.

Lilla ist Teil der wohlhabenden Familie des Barden, aber recht wenig interessiert an höfischer Etikette oder Manieren. Eher ein Wildfang mit Drang nach Abenteuer und einem gewissen Feuer im Blut – was angesichts der Verwandtschaft mit Rittersporn wenig verwundern dürfte.

Falls ihr euch wundert: Rittersporn und seine Familie stehen im Mittelpunkt von Songs of the Past und ja, der Sänger ist nicht nur wohlhabend, sondern sogard adlig. Sein voller Name und Titel sind Julian Alfred Pankratz Vicomte de Lettenhove.

In der Präsentation verrieten die Entwickler zudem schon beim ersten Treffen mit Lilla, dass Geralt mit dieser auch … mehr Zeit verbringen kann, wenn er denn die richtigen Entscheidungen trifft. Sie selbst haben beim gezeigten Gameplay „die Augen aufs Ziel“ gerichtet: „Und damit meinen wir natürlich Rittersporn.“

Noch mehr RPG lässt mich vielleicht endlich über die Open World hinweg sehen

Besonders überrascht haben mich jedoch einige der neuen Features. Sicher, Songs of the Past führt die Story weiter, deutlich nach dem Ende von Blood and Wine im Übrigen. Aber das Gameplay bekommt ebenfalls ein paar Neuerungen:

  • Der Haken als neue Waffe dient dazu, Gegner im Kampf zu kontrollieren oder sogar hinzurichten.
  • Mit „kritischen Trefferzonen“ lassen sich besonders starke Angriffe durchführen, insbesondere mit dem Haken.
  • Skills und der Skill-Tree werden überarbeitet, um mehr so etwas wie „echte“ Builds zu erlauben und spätestens hier hatten mich die Entwickler vollkommen überzeugt.

Zwar stehe ich nicht so sehr drauf, auf weiter Flur umherreisen zu müssen, um im nächsten Dorf nur noch mehr Quests anzunehmen, aber gerade ein gutes Skill- und Kampfsystem kann dafür sorgen, dass mich auch die 27. Begegnung mit einer Gruppe Nekker oder Banditen nicht langweilt.

Die Welt von The Witcher hat mich schon immer fasziniert, die Bücher (und sogar die Filme, die kaum jemand kennt), habe ich verschlungen und die ersten Spiele haben mich absolut gefesselt. Jetzt sehe ich das Remaster als eindeutiges Zeichen dafür, dass ich auch den dritten Teil unbedingt nachholen muss.

Habt ihr Tipps für dem Playthrough? Welche Stellen haben euch beim Spielen am meisten fasziniert? Und auf welche Inhalte freut ihr euch mit dem Remaster am meisten? Schreibt mir einen Kommentar!

Eines, das ich mit Sicherheit weiß, ist jedoch, dass ich mich auf jeden Fall für Yennefer entscheiden werde. Zwar sehen viele Fans Triss als die richtige Wahl, weil sie wirkt, als wäre sie die perfekte Frau für Geralt, um in Ruhe irgendwo alt zu werden, aber dank der Bücher weiß ich es besser: Viele lieben Triss in The Witcher 3, aber Veteranen wissen: Die ist wirklich nicht nett

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