Das Imperium in Warhammer 40.000 hat so etwas wie eigene Dämonen-Prinzen und fast alle davon sind Frauen

Warhammer 40k Saint Celestine Weta Figur Titel 1

Lebende Heilige sind von der Macht des Imperators durchtränkte Menschen, für die selbst der Tod nicht das Ende bedeutet. Klingt nach etwas, das eigentlich den Dämonen aus Warhammer 40.000 vorbehalten ist, oder? Und ja, es gibt auffällige Ähnlichkeiten.

Dämonen-Prinzen sind Sterbliche, die von den Göttern des Chaos mit dämonischer Energie versehen wurden, um zu einem halbgottgleichen Status aufzusteigen. Sie verkörpern die Macht ihres Gottes fast auf fast gleicher Stufe wie die Großen Dämonen, die oft als Herold der Dunklen Götter dienen.

Nun gibt es schon seit einiger Zeit den Gedanken, dass der Imperator selbst zu einem Gott aufgestiegen ist. Sogar einer seiner Söhne hegt diesen Verdacht, obwohl er den Imperator besser kennt als die meisten.

Spätestens seit dem Trailer der 11. Edition, die den Imperator in ganz neuem Licht zeigt, können wir uns aber fast sicher sein, dass „Big E“ selbst ein Gott oder ein gottgleiches Wesen geworden ist, eine Entität des Warps.

Logisch also, dass auch er Sterblichen die gleiche Macht verleihen kann wie Nurgle und Khorne, oder nicht? Und tatsächlich ist genau das passiert – sogar mehrmals.

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Der Trailer zur 11. Edition von Warhammer 40.000 zeigt den Imperator überraschend lebendig

Lebende Heilige – Die „Dämonen-Prinzen“ des Imperators

Beweist sich ein Mensch im Leben mit fast unglaublichen Taten des Glaubens, kann er zum Lebenden Heiligen aufsteigen. Seine (oder meist: Ihre) Glaubensakte sind stark genug, um göttliche Macht zu manifestieren.

Lebende Heilige gibt es nur selten. Obwohl mehrere Billiarden Menschen im Imperium leben, steigen höchstens eine Handvoll von ihnen pro Millennium zum Lebenden Heiligen auf, noch seltener zur gleichen Zeit und meist dann, wenn das Imperium sie am dringendsten braucht.

Natürlich wäre das Imperium aber nicht das Imperium, wenn göttliches Eingreifen ausreichend wäre: Da die Menschen einen absurd komplexen Verwaltungs-Apparat haben, muss die Existenz eines Lebenden Heiligen erst noch der Ekklesiarchie und der Inquisition bestätigt werden.

Da genau diese beiden Gruppen, zwei der gefährlichsten Organisationen des Imperiums, involviert sind, würde sich niemand jemals trauen, Lebende Heilige als „Dämonen des Imperators“ zu bezeichnen. Und tatsächlich gibt es Unterschiede, aber auch viele Gemeinsamkeiten.

Unheimliche Kräfte des Warp, aber niemand darf sie so nennen

Dämonen-Prinzen sind Wesen, die vom Warp durchtränkt sind, dem Reich des Chaos. Ursprünglich waren sie Sterbliche, die aufgestiegen sind und mit Menschen nur noch wenig zu tun haben.

Bei Lebenden Heiligen verhält es sich genauso, nur dass ihr Aufstieg nicht durch einen Chaos-Gott ermöglicht wurde, sondern durch ihre Hingabe zum Imperator. Jedenfalls ist so die Annahme, denn eigentlich will der Imperator überhaupt nicht als Gott verehrt werden – früher zumindest.

Genau wie Dämonen-Prinzen haben Lebende Heilige eine Aura, die die Stärke ihres Gottes repräsentiert und auf dem Schlachtfeld physische Auswirkungen haben kann, von Schrecken im Herzen des Feindes über den Schutz von Verbündeten bis hin zum Verbrennen des Unreinen. Die Aura ist in vielen Fällen sogar sichtbar.

„Stirbt“ ein Dämonen-Prinz im Materium, also der „realen“ Welt, kehrt seine Seele in den Warp zurück und wartet dort darauf, wiedergeboren zu werden. Lebende Heilige können ebenso den Tod umgehen, indem ihre Seele zum Imperator zurückkehrt und von dort wiedergeboren werden kann. Auch das ist schon mehrmals passiert, etwa bei Saint Celestine. Bei ihr ist das jedoch immer mit schweren Prüfungen verbunden gewesen.

Ein wichtiger Unterschied ist etwa, dass die Macht von Heiligen sogar dort funktioniert, wo der Warp nicht hinreicht – etwa in der Nähe von Schwarzstein, dem Material, das den Warp komplett „abschaltet“.

Wenn der Imperator kein Gott sein will, warum hat er sterbliche Champions?

Klar ist nun, dass Lebende Heilige von der Macht des Imperators durchtränkt sind, genau wie es bei Dämonen-Prinzen und den Chaos-Göttern der Fall ist. Aber wie kann das sein, wenn eines der obersten Gesetze des Imperators war, sich von allen Göttern zu lösen und ihn nicht zu verehren?

Kleine Warnung: Ab hier spekuliere ich als jemand, der seit vielen Jahren tief in der Warhammer-Lore steckt. Widersprecht mir gerne in den Kommentaren oder teilt eure eigenen Theorien!

Eine mögliche Erklärung sind die Windungen des Reichs des Chaos. Im Warp gibt es das Konzept von Zeit nicht mehr, zumindest nicht so, wie ihr es kennt. Das heißt: Etwas, das existiert, hat immer schon immer existiert, selbst wenn es erst noch erschaffen werden muss.

Als Mensch kann man sich das nicht logisch vorstellen oder erklären. Aber genau das ist schon einmal geschehen: Als die Aeldari durch ihren Exzess den Chaos-Gott Slaanesh erschaffen haben, hat dieser ab diesem Zeitpunkt immer schon existiert – auch in Warhammer Fantasy, wo es überhaupt keine Aeldari gibt.

Beim Imperator kann das gleiche der Fall sein. Wenn er nun mehr oder weniger bestätigt zum Chaos-Gott, oder genauer: zur Warp-Entität, aufgestiegen ist, weil seine Diät aus tausenden Seelen täglich ihn so sehr angeheizt hat, dann war er schon immer ein Gott und konnte so auch früher schon Sterbliche erheben.

Ein fanatischer Nonnen-Orden ist der Grund dafür, dass so viele Frauen aufsteigen

Unter den Lebenden Heiligen gibt es etliche bekannte Namen, wie etwa Saint Drusus, den Patron der Drusianer, Saint Celestine, Saint Katherine oder Saint Justine. Und ja, da sind überraschend viele weibliche Namen dabei, obwohl Frauen nicht einmal Space Marines werden dürfen. Aber das hat einen guten Grund.

Die Adepta Sororitas sind ein (fast) rein aus Frauen bestehender Kirchen-Orden, der sich gänzlich dem Imperator verschrieben hat. Sie sind Eiferer und Zeloten und die gläubigsten Menschen im Imperium.

Entsprechend ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie zur Lebenden Heiligen aufsteigen, deutlich größer als bei anderen Menschen – auch wenn es schon etwa bei Mitgliedern des Astra Militarum vorgekommen ist.

Bei den Sororitas gibt es aber sogar eine eigene „Kategorie“ an Streiterinnen, die sich ganz und gar dem Versuch verschreiben, das Leben einer Heiligen zu führen und so aufzusteigen: die Saint Potentia. Sie unterziehen sich selbst immer wieder harten Prüfungen, um ihren Glauben zu beweisen – oft natürlich mit Todesfolge.

In der Community wird übrigens schon seit vielen Jahren diskutiert, ob die Lebenden Heiligen wirklich „Dämonen-Prinzen des Imperators“ sind, oder doch „nur“ seine Champions. Denn die sind auch beim Chaos schon ziemlich krass, einer von ihnen hat sogar die Welt vernichtet – buchstäblich: Der Imperator ist ja cool und so, aber kennt ihr schon diese 6 krassen Chaos-Champions aus Warhammer?

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