Vom Underdog zum Platzhirsch: Warframe überholt Dota 2 auf Steam

Warframe hat auf Steam einen enormen Sprung hingelegt. Der Online-Shooter schaffte es, die Spitze der kostenlosen Top-Seller zu erobern. Auffällig ist, dass sich auch Path of Exile einen Platz an der Spitze sichern konnte – Die beiden Spiele sind sich im Kern ähnlicher, als man zu erst vermuten mag. 

Auf Reddit fiel dem Nutzer SoulCraftey auf, dass Warframe erstmalig an Dota 2 vorbei zog und sich unter den kostenlosen Titeln den ersten Platz als Topseller sicherte. Für die Topseller-Liste misst die Plattform den gesamten Umsatz, den ein Spiel über Steam verdient.

Warframe erreichte kürzlich ein neues Spieler-Hoch: Mit der Story-Quest „Sacrifice“ loggten sich 129.002 Spieler gleichzeitig in den Online-Shooter ein. Damit brach Warframe seinen alten Rekord von 121.377 Spielern. Dieses Wachstum hat sicher auch zum wirtschaftlichen Erfolg beigetragen. Dota 2 hingegen hat einen derzeitigen Rekord von 1.291.328 gleichzeitig eingeloggten Spielern und finanziert sich unter anderem mit einem Battle-Pass.

Topseller-Steam-Kostenlos
Momentaufnahme der Topseller unter den kostenlosen Games auf Steam, 25. Juni 2018 – 13:00 Uhr.

Warframe finanziert sich durch Mikrotransaktionen: Community zahlt gerne

Was kaufen Spieler in Warframe? Das Grundspiel von Warframe ist kostenlos und es ist möglich, alle relevanten Inhalte zu erspielen ohne einen Cent zu zahlen. Durch Mikrotransaktionen können aber auch neue Waffen oder Warframes gekauft werden. Daneben gibt es allerlei kosmetische Gegenstände für die Charaktere, Haustiere und das Housing. Außerdem ist es möglich, einige Prozesse im Spiel mit Echtgeld zu beschleunigen.

Warframe besitzt zum Teil stolze Preise: Wer möchte, kann viel Geld in Warframe lassen. So gibt es etwa den sogenannten Prime-Access. Die teuerste Variante dieses Pakets liegt bei knapp 125 Euro, das den jeweiligen Prime-Warframe und noch mehr Vorteile wie zusätzliches Platinum oder Cosmetics bietet. Es gibt aber auch günstigere Gegenstände für einen kleinen Geldbeutel.

Warframe: 5 Gründe, warum die Spielerzahlen mit „Sacrifice“ explodieren

Spieler empfinden das Bezahlmodell als fair und begrüßen sogar hohe Preise: Im Endeffekt hat niemand einen echten Vorteil dadurch, wenn er sich Items im Spiel mit Echtgeld kauft. Es kann hier lediglich Zeit gespart werden. Einige empfinden es sogar als gut, dass man hier tief in die Tasche greifen muss. Dadurch würde man doch genau überlegen, ob es sich wirklich lohnt auf den kostenlosen Grind zu verzichten.

Limbo-Prime-Access

Interessant: Path of Exile und Warframe sind zusammen an der Spitze

Path of Exile und Warframe haben mehr Gemeinsamkeiten als man auf dem ersten Blick vermutet: Beide Spiele …

  • hatten 2013 Release
  • haben einen starken Fokus auf PvE
  • gelten in den Köpfen vieler Spieler als Underdogs
  • bestehen aus einem Grind nach immer besserer Ausrüstung
  • haben als Kern-Gameplay das Bauen von stets stärkeren und auch mal verrückten Builds
  • haben eine loyale Community aufgebaut

Warframe ist ein Online-Shooter und Path of Exile ein Hack-and-Slash, die beide vor allem den harten Grind und das Experimentieren mit Builds fördern. Path of Exile besitzt, wie Warframe, ziemlich teure Mikrotransaktionen, die Spieler jedoch bereit sind zu kaufen.

Warframe-sexy-Umbra

Beide Spiele sind keine Underdogs mehr, fühlen sich aber noch so an

Warframe gehörte 2017 sogar zu den absoluten Top-Verdienern auf Steam. Path of Exile befand sich hier immerhin noch in den Top 40. Beide Spiele galten lange Zeit als die Free2Play-Underdogs, die Spieler auch gerne mit ihrem Geldbeutel unterstützten. Bei diesen Zahlen und Größen ist es schon schwierig, noch von einem Underdog zu sprechen. Auf dem Free2Play-Markt sind beide Games zu stattlichen Größen herangewachsen.

Der Charme des Underdogs bleibt trotzdem: In beiden Fällen wirken die Spiele (noch) nicht wie das auf Hochglanz polierte AAA-Game, wenn man sich einloggt. Die Grafiken sind zum Teil stärker veraltet und es gibt auch einige kuriose Bugs.

Die Entwickler geben sich noch nah zur Community. Digital Extremes (Warframe) hat etwa regelmäßige Devstreams. Hier sitzen die Entwickler kuschelig auf der Couch und präsentieren Neuerungen im Game. Es wirkt so, als würde man einer Gruppe von Freunden zuschauen, die einfach in einem Wohnzimmer abhängt.

Warum lieben die Fans Warframe so sehr?

Auch Grinding Gear Games (Path of Exile) sucht den direkten Kontakt. Das Studio wurde kürzlich zu großen Teilen vom China-Riesen Tencent aufgekauft. Die Entwickler blieben hier allerdings transparent und veröffentlichten umgehend einen Brief mit ihren Beweggründen. Das kam in der Community gut an.

Wer die beiden Spiele finanziell unterstützt, kann immer noch das Gefühl haben hier “dem kleinen Mann” zu helfen. Dieser bewahrte und bodenständige Charme kommt einfach gut an.

Warframe1

Ob Warframe und Path of Exile sich hier als dauernde Top-Seller durchsetzen, bleibt abzuwarten: Erst vor Kurzem erhielten beide Spiele starke Upates (Sacrifice in Warframe und Incursion in Path of Exile), die den Games wohl auch einen Boost verliehen. Der kann durchaus vorübergehend sein.

Gerade das stetige (finanzielle) Wachstum Warframes ist jedoch beeindruckend und wohl auch viel dem unermüdlichen Community-Building geschuldet. Dieses Thema haben wir auf Mein MMO bereits näher beleuchtet:

Warframe musste auf die harte Tour lernen, wie Free2Play geht
Quelle(n): steam bestsellers 2017
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Geni MacDill

So seit Donnerstag durften wir Konsoleros ja auch endlich The Sacrifice spielen und du meine Güte, was für eine Quest. Ein bekannter von mir hat es im Regionschat sehr passend ausgedrückt, ich zitiere “Das ist schon Kunst”. Ich kann ihm nur zustimmen, die Story, die Gefühle bei der Quest, als man in der vorletzten Mission am Ende war und zu dem Kirschbaum ging konnte ich mir ein paar Tränen nicht verkneifen. Dann noch diese fantastische Musik dabei, also wirklich.

Tja und heute ist es soweit, die Tennocon findet statt. Zu schade das ich wieder nicht dabei sein kann, hoffentlich schaffe ich es dieses Jahr nach Köln zur Gamescom und die Entwickler kommen dann hoffentlich auch. Bin schon sehr gespannt was uns heute Abend auf der Tennocon erwartet, mit Sicherheit etwas Venus Open World Gameplay und dann natürlich noch der Big Reveal, ich hab zwar bereits einen Verdacht was es sein kann, aber ich lass mich überraschen. Pünktlich um 0 Uhr wird Twitch eingeschaltet.

Und bei all dem was die Entwickler mit Warframe zu bieten haben werde ich sicherlich auch noch den ein oder anderen Euro gegen den Fernseher werfen, zumindest immer dann wenn ein neuer Prime Access kommt. xD

maledicus

Für mich ist das ehrensache in f2p spiele, die ich nicht nur anteste sondern intensiv spiele, geld zu investieren, auch wenn theoretisch alles kostenlos zu erspielen wäre. Wenn ich hunderte oder tausende stunden in einem spiel verbringe, dann haben die entwickler einfach verdient, das man geld investiert. Spiele können sich halt nur mit einer gesunden finanziellen basis auch gut entwickeln .. und das sich ein spiel, welches ich mag weiterentwickelt, daran ist mir als spieler ja gelegen. Geiz ist schlecht für alle seiten, so sehe ich das.

Gruß.

Krabbensaft

Ich will nichts gegen Dota 2 etwas schlechtes sagen aber ich finde dass das Spiel im Gegensatz zu WF und PoE einfach keine große Abwechslung rein bringt. Ich finde dass man mehr Events rein bringt so neue spaßige Spielmodis z.B PvE dungeon crawling, Gewinnspiele, neue Maps, Spendeaktion mit Ingame Inhalte als Belohnung etc.. Ich finde dass Valve mehr aus seiner Möglichkeit raus hauen kann dich leider haben die mit ihren bezahlbaren Dienst selbst die Suppe versalzt

Psycheater

Mit Warframe bin Ich leider nie warm geworden :-/
Aber verdient haben sie es nach dem langen Weg den sie hatten, der dazu auch teils echt steinig war

Peacebob

Du warst nah dran und nun verpasst du was. So etwas tut jedem Warframe-Spieler in der Seele weh…

Psycheater

Alleine dieser Satz spiegelt die Stimmung in der Community von Warframe sehr gut wieder. Die ist echt super klasse 🙂

Nirraven

Ich komme einfach mit 3rd person nicht klar, bei fast keinem Shooter.

SP1ELER01

Absolut verdient!
Habe bei Warframe jetzt 120h und bin begeistert.
War anfangs skeptisch, da f2p, aber zu unrecht. Der Grind macht Spaß, es gibt mehr als ausreichend Waffen zum freischalten und Leveln, die Story ist gut umgesetzt und die Cutscenes sind schön in Szene gesetzt.

Kann ich jedem nur ans Herz legen sich das Mal anzugucken, auch wenn es anfangs etwas überladen wirkt, nicht abschrecken lassen.
Umso weiter man kommt, desto größer wird die Suchtspirale XD

maledicus

Bleib auf jeden fall dabei. Es werden sich noch features und schauplätze freischalten die man garnicht erwartet. Das spiel entfaltet sich immer mehr je weiter man kommt. Das gilt für die möglichkeiten sich zu beschäftigen, neue features werden freigeschaltet, die spieltiefe bzw. komplexität warframes & waffen auszustatten und zu mod’en, story-mäßig wird es immer besser auch rein technisch mit cutscenes usw., die schauplätze die man später im spiel auch besuchen kann in missionen sind weit über dem vom niveau was man anfangs kennenlernt. Da sind maps die viele versteckte räume haben und es gibt viele rätsel die man auch im team löst.

Und nicht zu vergessen die ganzen bosskämpfe, wo man blaupausen farmen kann für warframes und waffen, und dann noch die plains of eidolon, die ganzen regelmäßigen events .. in welchem anderen spiel hat man schon fluggeräte mit denen man im weltraum rumfliegen und kämpfen kann und die sich auch noch ebenso mod’en lassen wie die warframes selbst?!?!?!

Warframe ist echt gigantisch groß & gut geworden über die jahre.

Gruß.

SP1ELER01

Oh ja, das stimmt.
Gerade als ich dachte “jetzt hast du alles gesehen” ging es dann erst richtig los. ^^
Hab Grad die Sorties freigeschalten, habe meinen ersten riesigen Boss auf eidolon gesehen (konnte aber noch keine Entscheidung schaden machen), habe meine erste riven Mod bekommen und fühle mich gleich wieder wie ein Anfänger XD
Hat also unglaubliche Vorteile erst nach über 4 Jahren nach Release ins Spiel gefunden zu haben ????

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