MeinMMO-Redakteurin Caro findet das Bemalen ihrer Tabletop-Miniaturen eigentlich immer sehr entspannend, doch mit einem Schritt kann sie sich einfach gar nicht anfreunden.
Mich abends an den Tisch zu setzen und mit einem Hörbuch oder einer Serie entspannt meine Miniaturen zu bemalen, klingt wie ein Traum. Ich wäre so froh darüber, dass mich die Feinstarbeit an den Details und das langsame Arbeiten wirklich runterfahren, anstatt mich zu stressen … gäbe es da nicht meinen absoluten Endgegner des Miniatur-Hobbys: Kleber.
Kleber und ich … das wird glaube ich niemals ein eingespieltes Team. Allerdings wünsche ich mir, dass wir uns zumindest gegenseitig dulden können.
Ein gar nicht so niedriges Ziel, denn: Wenn ich unausweichlich mit Kleber arbeiten muss, um die einzelnen Teile einer Miniatur zusammenzubringen, werde ich (als Person, die eigentlich nicht aus der Ruhe zu bringen ist) so sauer, dass ich kurz davor bin, meinen Arbeitsplatz samt Miniatur gegen die Wand zu klatschen.
Kleber hat mich nicht lieb und ich ihn auch nicht
Ich will hier betonen: Kleber und ich hatten eigentlich gar keinen so schlechten Start. Die Füßchen meiner kleinen Miniaturen halten ohne Probleme an ihren Bases und bocken nicht herum.
Allerdings wage ich mich mittlerweile an größere Kandidaten, darunter derzeit einen großen Drachen, den ich auf Etsy bestellt habe.
Die einzelnen Teile der Miniatur sind jedoch so groß und dementsprechend schwer, dass der Kleber die einzelnen Parts nicht zusammenhalten kann. Ich klebte und klebte, drückte die Teile mit aller Kraft zusammen, bis die Substanz aushärtete, nur um bei dem nächsten Teil, das ich festkleben will, das zuvor befestigte Körperteil wieder zu verlieren.
Viel schlimmer noch: Wenn ich es tatsächlich mal geschafft habe, alles fertig zu kleben, und denke „Ja, endlich startet der schöne Teil und ich darf malen“, dann wird der Kleber besonders fies. Wäre ja zu schade, wenn sich ein Bein, ein Flügel oder sogar der Kopf genau dann verabschiedet, wenn man vollkommen im Flow ist und ein schickes Highlight setzt, oder?
Der Kleber hasst mich mindestens genauso sehr wie ich ihn.
Alternative Lösungen sind auch eher semi-optimal
Ich habe Verschiedenes probiert. Zum einen Green Stuff – mit dem ich leider auch noch nicht ganz sympatico bin –, der zwar mehr Halt bietet, aber für mich persönlich einfach ein wirklich unhandliches Zeug ist.
Zum anderen gibt es Plastikkleber, der zwei Teile nicht nur aneinanderklebt, sondern die Oberfläche leicht schmilzt, damit sie beim Trocknen wirklich miteinander verbunden sind. Wie effektiv dieser Kleber ist, konnte ich bereits bei meinem ersten Besuch in einem Warhammer-Laden herausfinden, als ich bei der Miniatur des Monats einfach prompt den ganzen Schild wegschmolz.
Leider funktioniert dieser Kleber nur bei Plastikminiaturen wie bei den Warhammer-Modellen. Meine Etsy-Miniaturen, die 3D-gedruckt werden und aus Resin bestehen, bringt das leider absolut gar nichts.
Bisher lautet meine vermutliche Lösung: Vielleicht muss ich, auch wenn ich die Miniaturen in Dungeons & Dragons benutzen will, auf Miniaturen von Warhammer zurückgreifen, wenn ich den Konflikt mit Kleber umgehen will.
Ich frage nun euch, nein, ich bitte euch: Wenn ihr eigene Empfehlungen für Kleber habt, mit denen ihr zufrieden seid, dann lasst es mich gerne wissen! Vor allem, wenn ihr selbst auch mit Resin-Miniaturen arbeitet!
Bis dahin werde ich wohl mein Bestes geben, mit Geduld und etwas mehr Vorsicht an die Sache heranzugehen. Sonst werde ich wohl wirklich mehr auf Warhammer-Miniaturen setzen. Angefangen habe ich ja sowieso schon: Eigentlich wollte ich nur Blümchen kaufen, nun besitze ich einen Tyraniden und er könnte nicht süßer sein
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